Titel Luftfahrt
Lufthansa Technik AG - © www.mediaserver.hamburg.de/B.Hertmann

Hamburg Aviation erhält neue Förderung vom Bund

Die Strategie des Luftfahrtclusters zur Internationalisierung überzeugte das Forschungsministerium. Förderung bis zu vier Millionen Euro in den nächsten fünf Jahren

Nach dem Sieg beim Spitzenclusterwettbewerb 2008 kann sich das Luftfahrtcluster Hamburg Aviation erneut über Unterstützung vom Bund freuen: Im Rahmen der Hightech-Strategie fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Internationalisierung von Hamburgs Luftfahrt in den nächsten fünf Jahren mit bis zu vier Millionen Euro. Wie Hamburg Aviation weiter mitteilte, geht es konkret um den Aufbau eines insgesamt 12 Millionen Euro starken transatlantischen Austauschs mit dem Luftfahrtstandort Montreal: Künftig sollen Hamburger Unternehmen, Hochschulen und Institutionen mit kanadischen Kollegen eng zusammenarbeiten.

Unterstützung für innovationsstarke Regionen

Mit dem Konzept setzte sich Hamburg Aviation in einem Auswahlverfahren gegen weitere Bewerber aus der Forschung durch. Insgesamt unterstützt das Bundesforschungsministerium mit der Fördermaßnahme „Internationalisierung von Spitzenclustern, Zukunftsprojekten und vergleichbaren Netzwerken“ elf Projekte zur internationalen Vernetzung innovationsstarker deutscher Regionen. Die ausgewählten Projekte wurden von einem unabhängigen Expertengremium unter Vorsitz von DAAD-Präsidentin Margret Wintermantel begutachtet und werden am 30. Juni 2015 im Rahmen der 3. Internationalen Clusterkonferenz offiziell von der Bundesforschungsministerin prämiert.

Drei Kooperations-Ebenen

„Deutschland soll auch in Zukunft Weltspitze beim Export von Hightech-Gütern sein. Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen wird die neue Initiative helfen, sich an internationalen Innovationsprozessen zu beteiligen und sie aktiv zu gestalten“, sagt Bundesforschungsministerin Johanna Wanka. Die internationale Kooperation mit Montreal soll auf drei Ebenen stattfinden: beim Clustermanagement, in Industrie und Forschung. Ziel des Austausches sei es, die beiden Luftfahrtstandorte thematisch enger aneinander zu führen und sich gemeinsam mit Innovationsthemen wie Automatisierung von Produktionsabläufen, Brennstoffzellentechnologien und neuen Aus- und Weiterbildungsformen auseinanderzusetzen.

Hamburg und Montreal als wichtige Luftfahrtzentren

„Durch die Bundes-Förderung können wir eine transatlantische Brücke schlagen zwischen zwei Luftfahrtstandorten, die sich hervorragend ergänzen. Sowohl Hamburg als auch Montreal sind wichtige internationale Zentren der Luftfahrtindustrie und zudem sehr forschungsstark“ sagt Roland Gerhards, Geschäftsführer des ZAL Zentrums für Angewandte Luftfahrtforschung. In der mit 1,6 Mio. Einwohnern größten Stadt der Provinz Quebec arbeiten etwa 40.000 Menschen im Luftfahrtbereich – damit seien knapp 50 Prozent aller Jobs der kanadischen Luftfahrtindustrie und gar 70 Prozent der Forschung und Entwicklung in Montreal angesiedelt.
pk/kk

Quelle und weitere Informationen:
www.hamburg-aviation.com

Über Hamburg Aviation

Mit mehr als 40.000 Fachkräften ist Hamburg Aviation einer der größten Standorte der zivilen Luftfahrtindustrie weltweit. Neben den beiden Branchenriesen Airbus und Lufthansa Technik sowie dem Hamburg Airport tragen mehr als 300 Zulieferer sowie vielfältige technologisch-wissenschaftliche Institutionen zum Know-how bei. Um ihren Standort zu fördern, haben sich Unternehmen, Hochschulen, Verbände, Wirtschaftsbehörde und weitere Partner zum Cluster Hamburg Aviation zusammengeschlossen. Hamburg Aviation konzentriert sich auf fünf Produktwelten: Entwicklung und Bau von Flugzeugen und Flugzeugsystemen, Entwicklung und Bau von Kabinen und ihren Systemen, Optimierung der Aviation Services, Effizienzsteigerung der Lufttransportsysteme sowie luftfahrtbezogene Informations- und Kommunikationstechnologien.

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