Titel Luftfahrt
© Süderelbe AG Sebastian Jaeger

More-Aero: Forschungsprojekt ermöglicht mobiles Flugzeugrecycling

Beim Recycling von Flugzeugen lassen sich hochwertige Sekundärrohstoffe zurückgewinnen

Sie sind viele Jahre lang in der Luft, aber irgendwann kommt der Tag, an dem sie aus Altersgründen am Boden bleiben müssen. Dann landen sie häufig auf “Flugzeugfriedhöfen” und werden ausgeschlachtet. Nach zweieinhalbjähriger Arbeit soll das Projekt More-Aero nun den Markteinstieg für mobiles Flugzeugrecycling ermöglichen. Ein norddeutscher Verbund von Partnern hat dazu eine innovative mobile Zerlegeeinheit für Flugzeuge entwickelt und erfolgreich getestet.

Ziel des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projektes “Modularisierung des Flugzeug-Recyclings durch Entwicklung und Erprobung einer mobilen Recyclingeinheit im Aerospace-Sektor” sei es, eine transportable Einrichtung zu entwickeln, mit der die Demontage von Flugzeugen ortsungebunden durchgeführt werden kann.

Neues Geschäftsfeld

„Die Mobile Einheit ermöglicht einen schrittweisen Einstieg in ein neues Geschäftsfeld für Flugzeugrecycling in Norddeutschland“, erklärt Dr. Jürgen Glaser, Prokurist der Süderelbe AG, die sich als Netzwerkunternehmen in Niedersachsen und Hamburg für das Thema engagiert und das Projektmanagement übernommen hat. „Gemeinsam mit unseren Partnern, der Keske Entsorgung GmbH, dem Institut für Aufbereitung, Deponietechnik und Geomechanik (IFAD) der TU Clausthal sowie der STUTE Logistics (AG & Co.) KG sind wir stolz, diesen Schritt geschafft zu haben.“

Flugzeug-Recycling bisher kaum systematisch verfolgt

Ausgemusterte Flugzeuge werden am Ende ihres Lebens häufig als Ersatzteillieferant auf “Flugzeugfriedhöfen” oder auch am Rande abgelegener Flugfelder geparkt und ausgeschlachtet. Doch gerade das Recycling von Flugzeugen bietet aufgrund der Fülle an verwertbaren Materialien ein besonderes Potenzial für die Rückgewinnung hochwertiger Sekundärrohstoffe. Die hohe Komplexität und die zahlreichen Verbundwerkstoffe in modernen Flugzeugen stellen jedoch große Herausforderungen an die notwendige Wertschöpfungskette.

Das Recycling ganzer Flugzeuge wurde – anders als in anderen Branchen – bisher kaum systematisch verfolgt. Daher ist das langfristige Ziel der Aufbau ganzer Wertschöpfungsketten für Flugzeugrecycling in Deutschland.
ker

Quelle und weitere Informationen:
www.suederelbe.de/flugzeugrecycling
www.keske.de
www.ifa.tu-clausthal.de
www.stute.de

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