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Emirates’ new A380 is on display for visitors of the 2015 Dubai Airshow, a biennial aviation industry gathering held at Al Maktoum International at Dubai World Central - ©  JV REYMONDON / Airbus Group 2015

Fluggesellschaft Emirates bestellt 36 Airbus A380

Der Auftrag hat einen Listenpreis von 16 Milliarden US-Dollar. Gute Nachricht auch für Hamburg: A380-Produktion für die nächsten 10 Jahre gesichert

Die weltweit größte internationale Fluggesellschaft Emirates hat am Donnerstag (18. Januar) ein Abkommen über 36 zusätzliche Airbus A380 im Gesamtwert von 16 Milliarden US-Dollar bekanntgegeben. Die Absichtserklärung umfasst 20 Festbestellungen und 16 Kaufoptionen. Emirates prüft derzeit noch die Triebwerksoptionen für die neueste Bestellung. Die Fluggesellschaft betreibt seine A380-Flotte mit Triebwerken der Hersteller GE und Rolls-Royce. Die neu bestellten A380-Flugzeuge sollen ab 2020 ausgeliefert werden. Die Nachricht wurde mit Erleichterung aufgenommen. “Das drohende Ende des Airbus-Flaggschiffs A380 ist vorerst abgewendet” (Spiegel), “Emirates rettet Airbus-Riesenflieger A380” (dpa). Hieß es doch vorher, die Produktion stehe möglicherweise vor dem Aus.

Die Flugzeuge lasten die A380-Produktion damit um weitere sechs Jahre aus. Neben der Produktion von A380-Rumpfsegmenten ist Hamburg für die Lackierung und den Innenausbau der A380 zuständig. Auch ein Großteil der Auslieferungen erfolgen in Finkenwerder. Insgesamt hat Emirates 178 Airbus A380 im Gesamtwert von über 60 Milliarden US-Dollar bestellt. Emirates ist mit Abstand der größte A380-Betreiber der Welt mit aktuell 101 Jets in der Flotte.

Wachstum auch bei den Zulieferern

„Ich freue mich sehr, dass Emirates sich auch weiterhin zum größten Passagierflugzeug der Airbus-Flotte bekennt und die Potenziale in Bezug auf Nachhaltigkeit erkennt”, so Frank Horch, Hamburgs Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation. “Seit der A380-Standortentscheidung hat sich die Mitarbeiterzahl bei Airbus in Hamburg von seinerzeit 7.800 aufrund 12.500 erhöht. Die Beschäftigungsentwicklung bei Airbus zeigt auch, dass sich nicht nur Produktion und Endmontage der A380 für die Werksentwicklung positiv bemerkbar gemacht haben. Auch der Ausbau Hamburgs als Single Aisle Kompetenzzentrum war letztlich entscheidend dafür, dass wir heute zu den drei größten zivilen Luftfahrtstandorten der Welt zählen.”

Die Endlinie der A380 im Verlauf der letzten Jahre habe gezeigt, dass der Fertigung in Finkenwerder große Bedeutung zukommt. Durch diese Fertigungslinie ist Hamburg direkter Teil des wachsenden Luftverkehrsmarktes. Hamburg und der Industriestandort Deutschland konnten sich so auf Generationen hinaus einen technologischen Kompetenzvorsprung in einer der Schlüsselindustrien der Zukunft sichern. In diesem Kontext hat es nicht nur bei Airbus ein Wachstum gegeben, sondern auch bei den Luftfahrtzulieferern. Überwiegend sind hoch qualifizierte Arbeitsplätze entstanden, wie Ingenieure, Mechaniker oder Techniker.”

Die Nachricht sorgte für Erleichterung in der Branche

Luftfahrtstandort profitiert

Zusätzlich zur Beschäftigungsentwicklung habe die Dynamik der Branche weitere Impulse in die Region gebracht. Zum Beispiel durch Investitionen in Anlagen und Produktionsstätten, das Technologiezentrum Finkenwerder, eine Stiftungsprofessur für die TU Hamburg und Forschungsprojekte mit Luftfahrtzulieferern und Hochschulen, Messen und Kongresse und ganz besonders das TechCenter des Zentrums für angewandte Luftfahrtforschung ZAL. Ein wichtiger Baustein für den Erfolg des Luftfahrtstandortes sei Hamburg Aviation, in dem alle wichtigen Unternehmen der Branche aktiv sind, so Horch weiter.

Seine Hoheit Sheikh Ahmed bin Saeed Al Maktoum, Chairman und Chief Executive Emirates Airline & Group, unterzeichnete am Donnerstag am Unternehmenssitz in Dubai die Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) mit John Leahy, Chief Operating Officer Customers, Airbus Commercial Aircraft. „Wir haben nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass die A380 ein Erfolg für Emirates war und ist”, so Sheikh Ahmed bin Saeed Al Maktoum. “Unsere Kunden lieben das Flugzeug, wir können es in unserem Streckennetz unterschiedlich einsetzen und sind flexibel in Bezug auf Reichweite und Passagier-Mix.”
kk

Quellen und weitere Informationen:
www.airbus.com
www.airbus.com/press
www.hamburg-aviation.de

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