Titel Luftfahrt
Forschungsroboter im ZAL - © Michael Lindner

"FAMOS"-Projekt am ZAL: Haifisch als Vorbild für Luftfahrtforscher

Die neue Technologie wurde im Hamburger Luftfahrt-Forschungszentrum ZAL in Kooperation von Industrie und Wissenschaft entwickelt

Erfolgsmeldung aus dem ZAL, Hamburgs Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung: Im neuen 26.000-qm-Gebäude ZAL TechCenter haben die Branchengrößen Lufthansa Technik und Airbus nun gemeinsam ein Forschungsvorhaben abgeschlossen: Im „FAMOS“-Projekt entwickelten die Luftfahrt-Unternehmen zusammen ein System, um die Tragflächen von Verkehrsflugzeugen mittels Roboterarmen mit einer „Haifischhaut“-Struktur zu beschichten. Die Vorteile dieser “Riblet-Struktur”: durch die verbesserte Oberfläche kann der Treibstoffverbrauch eines Verkehrsflugzeugs um etwa ein Prozent gesenkt werden. Allein auf die Flotte der Lufthansa bezogen ergäbe dies eine jährliche Kerosinersparnis in Höhe von 55 Millionen Euro und die Einsparung von mehr als 200.000 Tonnen CO2.

Beispielhafte Kooperation am Aviation-Standort

“Dass namhafte Luftfahrt-Unternehmen wie Airbus und Lufthansa Technik hier gemeinsam zu solch einem konkreten Zukunftsthema forschen, zeigt wie gut das ZAL inzwischen angenommen wird, und unterstreicht die Wettbewerbsfähigkeit Hamburgs im internationalen Raum”, sagt Roland Gerhards, Geschäftsführer ZAL Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung GmbH. Der Clou an der Hamburger Forschungskooperation: Beide Großunternehmen könnten die im ZAL TechCenter entwickelte Technologie später in ihren jeweiligen Unternehmen einsetzen – Airbus in der Flugzeugproduktion, Lufthansa Technik in der Wartung.

“FAMOS” vom BMWi gefördert

Seit 2014 entwickelten Fortscher im Rahmen des „FAMOS“-Projekts das neue Führungssystem, mit welchem auch große Bereiche wie die Tragfläche mittels eines Roboterarms automatisiert mit der „Haifischhaut“ beschichtet werden können. Das Projekt wurde im Rahmen des fünften zivilen Luftfahrtforschungsprogramms (LuFo V) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert. Nach dem erfolgreichen Abschluss mit dem Aufbau des funktionierenden Demonstrators im ZAL TechCenter soll nun im nächsten Schritt die Industrialisierung der Technologie erfolgen.
mm/kk

Quelle und weitere Informationen:
www.zal.aero

Hamburg Aviation

Mit mehr als 40.000 hochqualifizierten Fachkräften ist Hamburg Aviation einer der größten Standorte der zivilen Luftfahrtindustrie weltweit. Neben den beiden Branchenriesen Airbus und Lufthansa Technik sowie dem Hamburg Airport tragen mehr als 300 Zulieferer sowie vielfältige technologisch-wissenschaftliche Institutionen zum Know-how bei. Um ihren Standort zu fördern, haben sich Unternehmen, Hochschulen, Verbände, Wirtschaftsbehörde und weitere Partner zum Cluster Hamburg Aviation zusammengeschlossen.
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