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© Hamburg Airport M.Penner

Deutschland-Premiere am Hamburger Flughafen

Finnair präsentierte den neuen Airbus A350 XWB am Sonntag am Hamburg Airport. Vereinbarung mit Lufthansa Technik zur Komponentenversorgung

Bei einer Deutschland-Premiere hat Finnair am Sonntag den brandneuen Airbus A350 XWB in Hamburg vorgestellt. Reisende konnten den Neuzugang im Anschluss bei der Arbeit erleben und flogen nach Helsinki. Damit ist Finnair nicht nur die erste europäische Fluggesellschaft, die den Airbus A350 XWB in ihren Dienst nimmt, sondern begrüßte auch als erste Airline Gäste auf dem Weg von Deutschland nach Finnland in diesem Flugzeug.

„Der A350 ist die Zukunft der Flugtechnik und wird unseren Passagieren eine völlig neue, verbesserte Reiseerfahrung bieten“, so Pekka Vauramo, CEO von Finnair. Er präsentierte das Flugzeug gemeinsam mit Hamburg Airport-Chef Michael Eggenschwiler, Dr. Johannes Bußmann, dem Vorstandsvorsitzenden von Lufthansa Technik und dem Vice President Customer and Business Programme Development von Airbus, Ralf Schulmeister.

Vereinbarung zwischen LHT und Finnair

“Die Markteinführung von mittelgroßen, besonders sparsamen Langstreckenjets wie dem Airbus A350 XWB eröffnet Flughäfen wie dem Hamburg Airport neue Möglichkeiten: Diese Flugzeugmuster sind besonders für Fernverbindungen außerhalb von Hub-Flughäfen attraktiv. Wir sind uns sicher, dass es in Hamburg den Markt für weitere Langstrecken gibt und werden den Fluggesellschaften Möglichkeiten aufzeigen“, so Michael Eggenschwiler. Mit der Lufthansa Technik AG hat Finnair eine langfristige Vereinbarung über die Komponentenversorgung für den neuen Flugzeugtyp getroffen. Der Vertrag mit einer Laufzeit von zwölf Jahren ist die erste Vereinbarung des Unternehmens für die A350 XWB Komponentenversorgung.

19 Flugzeuge geordert

Nach Angaben von Hamburg Airport will Finnair die Zahl der Verkehrsflüge nach Asien von 2010 bis 2020 verdoppeln. Die Investitionen in den A350 bildeten die Grundlage dieser Strategie. Insgesamt hat das Unternehmen 19 A350 geordert – demnach die bislang größte Investition in der Geschichte von Finnair. Die ersten vier Flugzeuge werden voraussichtlich 2015 in die Flotte aufgenommen, weitere sieben sollen 2016 und 2017 an das Unternehmen ausgeliefert werden. Der gesamte Auftrag soll bis 2023 abgeschlossen werden.

Der erste kommerzielle Flug des A350 führte von Helsinki nach Amsterdam und Oslo und wurde im Rahmen einer Tour für die Besatzungsmitglieder durchgeführt, die sich dabei mit dem Flugzeug vertraut machen können. Der erste Finnair Airbus A350 XWB geht am 21. November 2015 auf der Route Helsinki-Shanghai in den Langstreckendienst.
kk

Quelle und weitere Informationen:
www.hamburg-airport.de

Drei Montagestätten in der Metropolregion

Wesentliche Teile des neuen Flugzeugtyps von Airbus kommen aus der Metropolregion Hamburg. Das Airbuswerk in Hamburg-Finkenwerder baut und liefert voll ausgerüstete Rumpfsektion an die Endlinie in Toulouse, wo sie nur noch zusammengesteckt werden – “plug and fly“ nennt Airbus dieses Verfahren. Zudem ist Finkenwerder für Kabinenentwicklung und -design sowie diverse Tests verantwortlich. Am Standort Buxtehude wird die Kabinenelektronik gefertigt. Im Airbus-Werk Stade liefert das Seitenleitwerk, die Ober- und Unterschalen der hinteren Rumpfsektion sowie die Flügeloberschale. “Mit dem Kohlefaserrumpf des A350 XWB entwickeln und bauen wir hier in Hamburg eine Schlüsseltechnologie für Flugzeuge des 21. Jahrhunderts”, sagte der damalige Airbus-Deutschland-Chef Gerald Weber 2010 beim Richtfest der Airbus A350-Montagehalle.

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