Titel Luftfahrt
v.li.n.re. - Prof. Dr.-Ing. Claus Emmelmann, Dipl.-Ing. Peter Sander, Dipl.-Ing.(FH) Frank Herzog

Vertreter der Hamburger Luftfahrtbranche für Zukunftspreis nominiert

LZN Laser-Zentrum Nord, Technische Universität Hamburg-Harburg, Airbus und Concept Laser entwickelten mit neuer Verfahrenstechnik ein dreidimensional gedrucktes Bauteil

Prof. Dr.-Ing. Claus Emmelmann, LZN-Geschäftsführer und Leiter des Instituts für Laser- und Anlagensystemtechnik der TUHH sowie ein Airbus-Entwicklungsteam unter Leitung von Peter Sander zählen zu den diesjährigen Finalisten beim Deutschen Zukunftspreis.

Die Partner LZN Laser-Zentrum Nord, Technische Universität Hamburg-Harburg (TUHH), Airbus und Concept Laser entwickelten im Forschungsprojekt “3-D-Druck im zivilen Flugzeugbau – eine Fertigungsrevolution hebt ab” mit einer neuen Verfahrenstechnik ein dreidimensional gedrucktes Bauteil aus Metall – einen Kabinenhalter aus Titan. Schicht für Schicht können somit Bauteile aus dem Metallbereich im 3-D-Druck für die industrielle Serienproduktion gefertigt werden. Dieses neue Produktionsverfahren ist zukunftsweisend für die Industrie.

Entscheidung am 2. Dezember

Mit dem Deutschen Zukunftspreis für Technik und Innovation würdigt der Bundespräsident Forscherinnen und Forscher für exzellente Forschungsleistung und deren Umsetzung in die Wirtschaft. Die Jury des Deutschen Zukunftspreises fällt die Entscheidung am 2. Dezember. Am Abend übergibt Bundespräsident Joachim Gauck den Preis dem Siegerteam in Berlin.

Neue Verfahrenstechnik

Flugzeugbau stellt hohe Ansprüche an Konstruktion und Fertigung. Die Herausforderung ist hierbei, komplexe Flugzeugteile effizient, kostengünstig und umweltschonend herzustellen. Professor Claus Emmelmann, CEO des LZN Laser Zentrum Nord sowie Leiter des Instituts für Laser- und Anlagensystemtechnik der TUHH, Peter Sander, Leiter des Bereiches Emerging Technologies & Concepts bei Airbus und Frank Herzog, Geschäftsführer von Concept Laser, haben das Verfahren zur Anwendungsreife geführt. Mit dieser Verfahrenstechnik werden Produkte Schicht für Schicht aufgebaut.

Grüne Technologie

Die Vorteile: Material- und Energieverbrauch sind geringer, Einzelstücke oder Produkt-Kleinserien lassen sich einfach und günstig herstellen und die Konstrukteure haben mehr Freiheit bei der Bauteil-Gestaltung. Diese bionische Konstruktionsmethodik, entwickelt am LZN, ermöglicht nach dem Vorbild der Natur geformte Bauteile eine Gewichtseinsparung von bis zu 80 Prozent, die so auch maßgeblich zur Verringerung des CO2-Ausstoßes kommender Flugzeuggenerationen beiträgt. Das sogenannte “LaserCUSING®” reduziert als “grüne Technologie” den ökologischen Fußabdruck der Fertigung und verkürzt Ausfallzeiten der Flugzeuge während der Wartung, denn Ersatzteile lassen sich nach Bedarf sofort und vor Ort drucken.

Erstmals setzte Airbus das gemeinsam entwickelte Verfahren zur Herstellung eines Kabinenhalters aus Titan ein. Er dient dazu, den Crew-Ruheraum an Bord des neuen Langstreckenflugzeugs A350 XWB zu befestigen und ist seit 2014 im Einsatz.
kk

Quelle und weitere Informationen:
www.hamburg-aviation.de
www.deutscher-zukunftspreis.de

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