Titel Luftfahrt
Airbus A380 auf der Farnborough International Airshow  - © AIRBUS GROUP 2016 - photo by H. GOUSSE / master films

Airbus entwickelt Kabineninnovation für Rollstuhlfahrer

In Kooperation mit den Hamburger Elbe-Werkstätten arbeitet der Flugzeugbauer an einer Lösung für barrierefreie Bordtoiletten. Das Design kommt von der HAW

Ein Team von Airbus in Hamburg entwickelt einen neuen Bordrollstuhl, der mehr Unabhängigkeit für Passagiere mit eingeschränkter Mobilität verspricht. Ein speziell geformter Sitz soll Rollstuhlfahrern ermöglichen, den Stuhl direkt über die Toilette zu rollen. Das Design des Rollstuhls basiert auf einem Konzept der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW). Das Airbus-Forschungslabor ProtoSpace hat mit seiner Infrastruktur die Entwicklung eines Prototypen unterstützt.

Testphase im Rapid Architecture Lab

Die Idee für die Mobilitätsinnovation entstand in einem Workshop, in dem die Beteiligten unter anderem in den Hamburger Elbe-Werkstätten Erlebnisse, Anforderungen und Wünsche von Rollstuhlfahrern sammelten. Die Projektteilnehmer entwickelten binnen weniger Wochen einen Prototypen des Stuhls, der keine strukturellen Veränderungen an der Flugzeugtoilette erfordert. Airbus Cabin & Cargo Engineering lieferte das entsprechende Design für den Stuhl, das ProtoSpace-Team das technische Wissen für den Prototypen und Auszubildende und Trainer von Airbus setzten die Demoversion um. Nach der Entwicklung ging der Rollstuhl in die Testphase und wurde im Airbus-Forschungslabor Rapid Architecture Lab mit Rollstuhlfahrern der Elbe-Werkstätten erprobt.

Positives Feedback aus den USA

Positives Feedback soll es zudem bereits im Sommer auf einer Konferenz über neue Flugzeugnormen, initiiert vom U.S. Department of Transportation, gegeben haben. “Teilnehmer von Regierungen, Fluggesellschaften, Flugzeugherstellern und Organisationen, die in ihren Unternehmen Menschen mit Behinderungen vertreten, waren beeindruckt, wie schnell Airbus einen Prototypen produziert hat und dass Rollstuhlfahrer direkt zum Design beigetragen haben”, sagte Hans-Gerhard Giesa, Head of Human Factors & Operations bei Airbus.
ca/kk

Quellen und weitere Informationen:
www.hamburg-aviation.de

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