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A350 Finnair - © Finnair

Finnair schickt erste A350 nach Hamburg

Bevor die erste Airbus A350 von Finnair in den Linienbetrieb geht, kommt der neue Großraumflieger zum Crewtraining nach Hamburg

Im Zuge der Einweisungsflüge wird Finnair am 11. Oktober mit dem neuen Langstreckenflieger von Airbus den Flughafen Hamburg anfliegen. Zwei Tage später geht es nach Berlin, dann über Düsseldorf weiter nach München. Am 25. Oktober will Finnair den Linienbetrieb mit der A350 aufnehmen. Die Destinationen, die Finnair als erstes mit der A350 bedienen wird, sind Peking, Bangkok, Hongkong und Singapur.

Auszeichnung für Kabine

Für das Kabinendesign in der Economy und Business Class der neuen A350 XWB wurde Finnair bereits mit dem International Yacht & Aviation Award ausgezeichnet. Das „Space Alive“ Design erlaubt, durch wechselnde Farben an Bord die Passagiere bei Langstreckenflügen auf die Reiseziele, neue Zeitzonen und das Wetter vorzubereiten. Das dynamische LED-Lichtsystems kann während des Flugs etwa 24 Landschaftsstimmungen abbilden, wie einen Sonnenaufgang, mehrere Wolkenbilder oder den Tanz der Nordlichter am klaren Sternenhimmel. Finnair ist europäischer Launchpartner und weltweit die dritte Airline, die den neuen Flugzeugtyp in Betrieb nimmt.

Drei Montagestätten in der Metropolregion

Wesentliche Teile des neuen Flugzeugtyps von Airbus kommen aus der Metropolregion Hamburg. Das Airbuswerk in Hamburg-Finkenwerder baut und liefert voll ausgerüstete Rumpfsektion an die Endlinie in Toulouse, wo sie nur noch zusammengesteckt – “plug and fly“ nennt Airbus dieses Verfahren. Zudem ist Finkenwerder für Kabinenentwicklung und -design sowie diverse Tests verantwortlich. Am Standort Buxtehude wird die Kabinenelektronik gefertigt. Im Airbus-Werk Stade liefert das Seitenleitwerk, die Ober- und Unterschalen der hinteren Rumpfsektion sowie die Flügeloberschale. “Mit dem Kohlefaserrumpf des A350 XWB entwickeln und bauen wir hier in Hamburg eine Schlüsseltechnologie für Flugzeuge des 21. Jahrhunderts”, hatte der damalige Airbus-Deutschland-Chef Gerald Weber beim Richtfest der Airbus A350-Montagehalle 2010 gesagt. Gut fünf Jahre später startet Finnair jetzt mit dem leichten Flüsterflieger in ein neues Zeitalter der Luftfahrt.

“Bei Airbus sind wir stolz und begeistert, dass Finnair – eine der weltweit ältesten und renommiertesten Fluggesellschaften – der erste europäische Carrier ist, der den A350 XWB in Empfang nimmt,” so Fabrice Brégier, Airbus President und CEO. “Die konkurrenzlose Treibstoffeffizienz und der Passagierkomfort machen den A350 zum perfekten Flugzeug um Finnairs Wachstum in Asien zu ermöglichen.”

Kompenentenversorgung in Hamburg

Auch beim Service setzt Finnair auf Expertise aus Hamburg. Der Carrier aus dem hohen Norden hat dazu mit der Lufthansa Technik AG eine langfristige Vereinbarung über die Komponentenversorgung für den neuen Flugzeugtyp getroffen. Lufthansa Technik ist einer der führenden Anbieter von technischen Leistungen für die Luftfahrtindustrie, und der Vertrag mit einer Laufzeit von zwölf Jahren ist die erste Vereinbarung des Unternehmens für die A350-XWB Komponentenversorgung.

„Die neuen A350 XWB sind das Rückgrat unserer Wachstumsstrategie, und die Vereinbarung über die Komponentenversorgung ist ein Teil unserer sorgfältigen Vorbereitung auf das Flugzeug”, sagt Jari Huhtinen, der technische Direktor von Finnair. „Wir freuen uns, diesen Vertrag mit Lufthansa Technik zu schließen. Technische Kompetenz der Weltklasse, hohe Zuverlässigkeit der Instandhaltung und wettbewerbsfähige Kosten waren die Hauptgründe für unsere Entscheidung.”

Der exklusive Total Component Support TCS-Vertrag umfasst die Verfügbarkeit von A350 XWB-Komponenten und deren Reparaturen. Lufthansa Technik betreut heute bereits die Engine-Related Components der V2500-Triebwerke von Finnair und bietet APU services für APS3200 an. Die Wartung der neuen A350 XWB liegt ebenso wie die der aktuellen Flotte in den Händen des eigenen Instandhaltungsbetriebs der Airline am Flughafen Helsinki.

Finnair hat 19 Airbus A350 XWB fest bestellt. Die ersten vier Maschinen werden in der zweiten Hälfte 2015ausgeliefert, weitere sieben in 2016 und 2017. Die Airline wird ihre gesamte neue A350-Flotte bis 2023 übernommen haben.
him

Quelle und weitere Informationen:
www.airbus.com
www.lufthansa-technik.com
www.finnair.com
eigene Recherchen

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