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Hamburg Summit Flagge - © Handelskammer Hamburg

Hamburg Summit 2014: europäisch-chinesischer Wirtschaftsgipfel beginnt am Freitag

Mit Chinas Ministerpräsident Li Keqiang, Luxemburgs Premier Bettel, EU-Parlamentspräsident Schulz und Außenminister Steinmeier

Der sechste „Hamburg Summit: China meets Europe“ am 10. und 11. Oktober 2014 in der Handelskammer Hamburg glänzt mit besonders hochrangiger Beteiligung: Der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang trifft auf führende EU-Vertreter und hält die Keynote-Rede beim wichtigsten sino-europäischen Wirtschaftstreffen. Mit der Veranstaltung festigt die Hafenstadt Hamburg ihre Position als Chinas Handelszentrum für Europa.

Expertenrunden zu Fachthemen

Der von der Handelskammer Hamburg organisierte „Hamburg Summit“ hat sich in den letzten Jahren zur wichtigsten sino-europäischen Wirtschaftskonferenz entwickelt. Neben Grundsatzreden bekannter Politiker und Unternehmensvertreter werden zahlreiche Expertenrunden zu unterschiedlichen Fachthemen durchgeführt. Ziel des „Hamburg Summit: China meets Europe“ ist es, eine Plattform für den fairen Austausch zwischen China und Europa zu bieten und so die chinesisch-europäischen Beziehungen zu fördern. Gleichzeitig bietet der „Hamburg Summit“ rund 600 Unternehmern beider Regionen die Möglichkeit, sich aus erster Hand über die aktuellen Entwicklungen zu informieren und ihr Netzwerk zu erweitern.

Europa bei chinesischen Investoren gefragt

Der Wirtschaftsstandort Hamburg zielt dabei auch auf weitere Investitionen aus dem Reich der Mitte und setzt sich durch Plattformen wie den „Hamburg Summit“ bei den wichtigsten chinesischen Firmen deutlich auf die Investoren-Landkarte. Der Zeitpunkt hierfür ist perfekt: So ist laut der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young bei chinesischen Investoren Europa so beliebt wie nie zuvor. Allein im Jahr 2013 kauften Investoren aus China (inkl. Hongkong) 120 Unternehmen bzw. Unternehmensbeteiligungen in Europa und werden in den nächsten drei Jahren in Deutschland beim Transaktionsvolumen die Milliardengrenze überschreiten. Gerade für Hamburg mit seiner großen chinesischen Community und der hohen China-Kompetenz ist diese Entwicklung von besonderer Bedeutung.

Teilnahme Li Keqiangs zeigt hohen Stellenwert der Konferenz

“Wir freuen uns sehr, dass nach Wen Jiabao im Jahr 2006 mit Li Keqiang nun schon zum zweiten Mal ein chinesischer Ministerpräsident zu unserer Konferenz in die Hansestadt kommen wird“, sagt der Präses der Handelskammer Hamburg Fritz Horst Melsheimer. Li Keqiang wird am 11. Oktober die Hansestadt besuchen und eine Keynote Speech halten. Dies zeigt den hohen Stellenwert, den die Konferenz und die Stadt Hamburg als Drehscheibe für die Beziehungen zu China bei der chinesischen Regierung haben.

Neben dem chinesischen Ministerpräsidenten werden Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments, EU-Handelskommissar Karel De Gucht und der luxemburgische Premierminister Xavier Bettel als Sprecher am Gipfel teilnehmen. Der luxemburgische Regierungs-Chef Bettel wird die Konferenz am 10. Oktober mit einem Vortrag eröffnen.

Es geht auch um die Rolle Chinas in der politischen Weltordnung

Zum Abschluss des ersten Veranstaltungstages hält EU-Handelskommissar Karel De Gucht eine Keynote und diskutiert mit den Konferenzteilnehmern über die europäisch-chinesischen Handelsbeziehungen. Im Laufe des Vormittags des 11. Oktober 2014 erörtert Elmar Brok, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Europäischen Parlaments, gemeinsam mit Jin Canrong, einem renommierten chinesischen Experten für internationale Beziehungen, die Rolle Chinas in der politischen Weltordnung. Zum Closing Lunch am Samstag werden unter anderen EU-Parlamentspräsident Martin Schulz und der deutsche Außenminister Frank Steinmeier als Ehrengäste und Redner erwartet.

Chancen und Herausforderungen definieren

Der diesjährige „Hamburg Summit“ findet knapp ein Jahr nach den Reformbeschlüssen des dritten Plenums des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas statt. Das Plenum hatte aufgrund der großen Zahl tiefgreifender Reformen, vor allem im Wirtschaftsbereich, für großes Aufsehen gesorgt. Das Treffen am Wochenende bietet daher die Gelegenheit, ein erstes Fazit zu ziehen und weitere Herausforderungen für den chinesischen Reformprozess herauszuarbeiten.

Ziel der umfangreichen Reformen ist der Wandel hin zu einer nachhaltigen und stärker auf den Binnenkonsum ausgerichteten Wirtschaft. „Dieser Prozess bietet auch für deutsche Unternehmen, insbesondere in den Bereichen Umweltschutz, Exportwirtschaft und Logistik, große Chancen“, so „Hamburg Summit“-Gastgeber Melsheimer.
mbe/ker

Quelle:
www.kh24.de
Weitere Informationen:
www.hamburg-summit.com

Hamburg – Chinas Handelszentrum in Europa

Hamburg ist für China das Tor zu Europa. Mehr als die Hälfte des deutschen Außenhandels mit der Volksrepublik China wird heute über den Hamburger Hafen abgewickelt. Der Containerumschlag mit China lag 2013 bei 2,7 Millionen Containereinheiten (TEU). Das sind rund 30 Prozent des Gesamtumschlags in Hamburg, was China zum wichtigsten Außenhandelspartner des Hamburger Hafens macht.

Über 500 chinesische Unternehmen unterhalten Niederlassungen in der Hansestadt. Mehr als 600 Hamburger Unternehmen treiben Handel mit der Volksrepublik und steuern von hier aus ihre China-Im- und -Exporte für ganz Europa.

Mit den Veranstaltungen „Hamburg Summit: China meets Europe“ und CHINA TIME im November finden die zwei größten chinabezogenen Events in Hamburg statt. Zudem ist Hamburg schon seit 1986 Partnerstadt von Shanghai und pflegt intensive Beziehungen in Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft mit dem chinesischen Handelszentrum.

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