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Weltpolitik: Völkerverständigung an der Elbe

Internationale Konflikte und Katastrophen lassen sich nicht mehr von einem einzigen Land bewältigen. Der G20-Gipfel schafft Gelegenheit zum Austausch

In der Präambel der Landesverfassung heißt es: Hamburg „will im Geiste des Friedens eine Mittlerin zwischen allen Erdteilen und Völkern der Welt sein.“ Beim G20-Gipfel könnte sich dieses Anliegen verwirklichen. Mit der Aussetzung der Teilnahme Russlands an den G7/8-Treffen fehlt es an offiziellen Gesprächskontakten zwischen Moskau und dem Westen. Kaum ein Konflikt der Welt ist allerdings ohne die Mithilfe zentraler Akteure wie Russland zu lösen.

Deshalb bietet der G20-Prozess eine Möglichkeit des Dialogs. Schon Helmut Schmidt hatte die Idee, dass sich die Staats- und Regierungschefs wichtiger Länder informell zusammenfinden und miteinander die drängendsten Weltprobleme diskutieren sollten. Der G20-Gipfel ist die logische Weiterentwicklung seiner Idee im 21. Jahrhundert. Er kann helfen, die Staats- und Regierungschefs der wichtigsten Industriestaaten mit ihren Kollegen aus den größten Schwellenländern unter Beteiligung der Staatenbünde aus Afrika und Asien sowie der Chefs der Vereinten Nationen und anderer internationaler Organisationen zusammenzubringen, damit sie die drängenden Fragen der Welt miteinander besprechen. 

Globale Nachhaltigkeitsziele

Gegenwärtig gibt es weltweit unzählige Krisen, die oftmals mittelbar oder unmittelbar miteinander verbunden sind. Alleine kann kein Land der Welt diese Konflikte lösen. Der Klimawandel, die Krise der Weltwirtschaft und des Bankensektors, die kriegerischen Konflikte in Syrien und anderen Weltgegenden und die daraus resultierenden Flüchtlingsströme sowie der Terrorismus und weltweite Epidemien sind nur einige Beispiele.

Um dem entgegen wirken zu können, wurden vor zwei Jahren die neuen globalen Nachhaltigkeitsziele verabschiedet, welche auch entwickelte Länder erstmals in die Pflicht nehmen. In diesem Zusammenhang wird auch von der ersten globalen Entwicklungsagenda gesprochen. In Hamburg verbindet sich die Tradition und Gegenwart des Welthandels und der Globalisierung mit der wahrgenommenen Verantwortung für die Eine Welt und macht die Umsetzung der Entwicklungsagenda nun zum Thema.
mm/kk

Quelle und weitere Informationen:
http://www.hamburg.de/g20-gipfel/hintergrund/
https://www.g20.org/Webs/G20/DE/Home/home_node.html

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