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Wechselseitige Effekte: Mit Kongressen Mehrwerte schaffen

Wie lässt sich mit Tagungen und Kongressen zusätzliche Wertschöpfung für den ausrichtenden Standort generieren? Zwei Beispiele.

Mehr als 150 wissenschaftliche Vorträge, 50 Keynote Lectures, mehr als drei Dutzend Sessions und Workshops: Beim 6. European Congress of Virology diskutierten rund 1500 Experten neue Heilungsansätze von prominenten Erkrankungen, wie HIV oder Hepatitis. Vier Tage lang war Hamburg im vergangenen Oktober Hotspot der internationalen Virusforschung.

Hochkarätige Kongresse wie dieser bringen nicht nur eine monetäre Wertschöpfung für die ausrichtende Destination: Der Wissensaustausch von Spezialisten am Standort hat diverse direkte und indirekte Zusatznutzen für die ausrichtende Stadt. So zeigt Hamburg sich zum Beispiel als innovativer und dynamischer Wissenschaftsstandort, der wichtige Entwicklungen und Zukunftsthemen vorantreibt.

Um diese Synergien zwischen Stadt und Kongress zu verstärken und Konferenzthemen noch besser in die Stadt zu transportieren, gibt es diverse Möglichkeiten. So wurden etwa den Teilnehmern des Virologenkongresses Vor-Ort-Besuche in Instituten und Forschungszentren aus dem Bereich der Virusforschung in Hamburg ermöglicht. Jede der drei Besuchstouren endete im Centre for Structural Systems Biology (CSSB). Hamburg präsentierte damit einem internationalen Fachpublikum ihre Kompetenz in diesem Forschungsfeld, vernetzte Wissenschaftler und gab eine Möglichkeit zum fachlichen Austausch.

Unterstützung bei Planung, Vorbereitung und Durchführung

Das Hamburg Convention Bureau (HCB) fördert diese Art der Verlängerung eines Kongressthemas in die Stadt, um die Wertschöpfung einer Veranstaltung für Hamburg so nachhaltig wie möglich zu gestalten. Darüber hinaus arbeitet das HCB aktiv daran, Wissenschaftler und ihre Institute als Speerspitze für eine erfolgreiche Kongressakquise zu gewinnen. Deshalb veranstaltete das HCB bereits zwei Mal die Veranstaltung „Wissen schaf(f)t Kongresse“. Das erfolgreiche Format motiviert Professoren und Mitarbeiter aus wissenschaftlichen Einrichtungen, sich gemeinsam mit dem HCB um Kongresse zu bewerben. Es zeigt zudem auf, wie das HCB und andere Dienstleister bei der Planung, Vorbereitung und Kongressdurchführung unterstützen kann.

Fach-Kongress wird zum Event für jedermann

Das zweite Beispiel zeigt, wie eine Fachveranstaltung in den öffentlichen Raum hinein verlängert – und damit die Sensibilisierung einer breiten Öffentlichkeit für ein gesellschaftlich relevantes Thema geschaffen werden kann.

So gab es im Rahmen des diesjährigen Diabetes Kongresses der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) in der Hamburg Messe gleich zu Beginn am 25. Mai einen 5 km-Lauf und -Walk durch Planten un Blomen für jedermann. Lauf-Legende Dieter Baumann gestaltete das Warm-Up, gab Tipps und sorgte mit Anekdoten für gute Laune. „Laufen kann jeder! Ob Laufanfänger oder Fortgeschrittene, Laufen ist wie Kurzurlaub!” Prominente Unterstützung erhielt er durch Janne Müller-Wieland (30), Kapitänin der Hockey-Nationalmannschaft und Bronzemedaillengewinnerin bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio.

Kongress mit Erweiterung in den öffentlichen Raum

„Auf diese Weise bleiben gesellschafts- und gesundheitsrelevante Fragestellungen nicht nur innerhalb der Konferenzräume, sondern werden auch außerhalb sichtbar. Die Öffentlichkeit wird für Themen sensibilisiert und kann sich zudem aktiv einbringen”, sagt Andrea Weidinger, Leiterin des Bereichs Conventions beim Hamburg Convention Bureau. Das HCB hatte für den Veranstalter den Kontakt zu den zuständigen Behörden vermittelt; für den Lauf waren besondere Genehmigungen nötig.

Beyond Value – nachgelagerte Wertschöpfung schaffen

Veranstaltungen dieser Art generieren weiteren Nutzen für die Veranstalter, Teilnehmer und den Standort. „Beyond Value“ – also nachgelagerte Wertschöpfung und entsprechende wechselseitige Effekte – gilt als das Zukunftsmodell für Tagungen und Kongresse. Durch Anbindung und Vernetzung der Veranstalter und Kongressteilnehmer mit der Hamburger Wirtschaft, Wissenschaft und Politik entstehen Impulse, Ideen und Geschäftsbeziehungen in und für Hamburg.
kk

Quellen und weitere Informationen:
Interessierte, auch nicht Kongress-Teilnehmer, können sich hier anmelden:
www.diabetes-kongress.de
www.hamburg-messe.de
www.hamburg-convention.com

Das Hamburg Convention Bureau

Als direkte Tochter der Hamburg Marketing GmbH vereinigt die Hamburg Convention Bureau GmbH (HCB) Standortkompetenz mit einem breiten Spektrum an Expertise von B2B-Veranstaltungen, wie Kongresse und Tagungen, bis hin zu Großveranstaltungen im öffentlichen Raum. Zu seinen Aufgaben gehört sowohl die weltweite Vermarktung des Kongress- und Tagungsstandorts Hamburg als auch die internationale Stärkung des Profils der Elbmetropole über bildstarke Publikums-Events.

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