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Chatbots werden immer besser - © Yvonne Scheller

Social Media Week: Chatbots werden immer besser

Dr. Carsten Brosda eröffnete die Social Media Week Hamburg im Handelskammer InnovationsCampus (HKIC). 150 Veranstaltungen

Sein einmonatiges Amtsjubiläum beging Kultursenator Dr. Carsten Brosda, indem er am Montag (27. Februar) die sechste Social Media Week Hamburg (SMWHH) im Handelskammer InnovationsCampus (HKIC) eröffnete. Die Handelskammer ist auch in diesem Jahr wieder einer der Partner der SMWHH und möchte innovativen Themen eine Plattform bieten. Hamburg News war bei der Eröffnung dabei.

Zukunft noch gar nicht einzuschätzen

Der Kultursenator betont die Bedeutung der internationalen Digitalkonferenz – neben Hamburg findet die Social Media Week zeitgleich in Jakarta, Lagos und New York statt – denn die Themen, die bei den rund 150 kostenfreien Einzelveranstaltungen behandelt werden, “gehen uns als Gesellschaft heute alle an.” Kontinuierlich wachse die Zahl der User, die in Social Media Kanälen wie Facebook, WhatsApp oder Instagram unterwegs seien und die fortschreitende Technik erlaube es, sich nicht nur einem kleinen, begrenzten Kreis mitzuteilen, sondern auf Wunsch einer globalen Öffentlichkeit. „Wir können uns heute noch gar nicht vorstellen, was da alles noch kommt – sowohl quantitativ als auch qualitativ“, betont Brosda und nennt drei Bereiche, die uns besonders beschäftigen sollten.

Keine Angstdiskussion, sondern ein realistischer Blick auf notwendige Regeln

So führen zunehmend individualisierte Nachrichten möglicherweise zu blinden Flecken, bzw. Wissenslücken, weil Algorithmen die Themenauswahl auf die bevorzugten Themenfelder der User beschränken. Die Überprüfbarkeit der sich in rasender Geschwindigkeit im Netz verbreitenden Informationen müsse verbessert werden und die Frage geklärt werden: Ist mein Gegenüber im Netz noch ein Mensch – und wenn nicht, ist das schlimm? Allerdings warnt Brosda bei der Auseinandersetzung mit den vielfältigen Themen vor einer Angstdiskussion. „Wir sollten uns nicht nur damit befassen, welche schwierigen Folgen die technischen Möglichkeiten mit sich bringen, aber durchaus einen realistischen Blick darauf werfen, wo die Schaffung bestimmter Rahmenbedingungen notwendig ist.“

Chatbot ist das Buzzwort der heutigen Zeit

Dass wir vor einer rasanten Entwicklung stehen, bestätigt auch der erste Redner, Robert Weber, Gründer der Entwicklungsagentur knowhere GmbH, die im letzten Jahr den Fokus auf die Entwicklung von Chatbots gelegt hat. In seinem Vortrag „Chatbots – Modeerscheinung oder ,must have’ für Unternehmen“ verweist er auf eine beindruckende Prognose: „2017 werden wir etwa 28,2 Trillionen Nachrichten über Messaging-Apps verschicken.“ Als Mark Zuckerberg 2016 Bots, mit denen Unternehmen direkt im Chatfenster mit ihren Kunden kommunizieren können, als neue Entwicklungen für seinen Messenger präsentierte, habe das den aktuellen Hype ausgelöst und Chatbot zum Buzzwort der heutigen Zeit gemacht. Tatsächlich setzen immer mehr Unternehmen auf Chats als direkten Kommunikationskanal zum Kunden und dabei zunehmend auf Bots.

Chatbots bald Teil unseres Alltags

Weber nennt als Beispiele für erfolgreiche Chatbots etwa den Wetterbot poncho, den Nachrichten-Bot Novi des NDR, den eBay ShopBot oder Chad, der Probefahrten für Opel vermittelt. „Unternehmen, die heute schon Erfahrungen mit Chatbots sammeln, bauen damit wertvolles Know How im Bereich Conversational Design auf“, erklärt er. Und dieses Wissen sei vor dem Hintergrund der rasanten Fortschritte im Feld der Künstlichen Intelligenz wesentlich. „Chatbots werden immer besser und verstehen zunehmend Intention und Kontext“, was ihren Einsatz immer attraktiver werden lasse. „Es ist wichtig sich mit dieser Materie zu befassen, denn Chatbots werden mehr und mehr in unserem Alltag ankommen.“
ys/kk

Weitere Informationen unter:
www.socialmediaweek.org/hamburg

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