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Verena Pausder, scoop award Gewinnerin  - © scoopcamp Pressefoto

scoopcamp 2016: Diese Themen sorgten für Debatten

Diskussionen über Transparenz und Glaubwürdigkeit und diverse Produktinnovationen standen im Mittelpunkt der Medienkonferenz in Hamburg

Eine Preisverleihung für digitale Mediapreneure und erste Ergebnisse einer aktuellen Umfrage zu Erwartungen an modernen Journalismus standen am Donnerstag (29. September) im Mittelpunkt des achten scoopcamps, der Innovationskonferenz für Medien. Verena Pausder, Gründerin des Kinderspiele und Lern-App-Entwicklers Fox and Sheep, Geschäftsführerin der Haba Digitalwerkstatt und Unterstützerin der Plattform Startup Teens, erhielt den scoop Award 2016 – für ihre zahlreichen Aktivitäten und Projekte, die Kinder und Jugendliche spielerisch mit der Digitalisierung vertraut machen.

In ihrer Rede forderte sie dazu auf, Digitalkompetenz bereits bei Kindern stärker zu fördern. Insbesondere Mädchen würden noch sehr stark in die Rolle der “Kommunikatorin” gedrängt, die von Technik naturgemäß weniger verstehe. “Dann müssen wir uns nicht wundern, wenn nur zehn Prozent der Tech-Gründerinnen weiblich sind”, so Pausder. Fast 300 Medienschaffende, Redakteure und Programmierer diskutierten bei der Veranstaltung der Initiative nextMedia.Hamburg und der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Hamburg gemeinsam über die nächsten Innovationen der Branche.

Umfrage zur Rolle der Medien

Zum Start sorgte eine repräsentative Umfrage im Auftrag von nextMedia.Hamburg zur Rolle der Medien für Gesprächsstoff: 85 Prozent der Befragten sehen demnach die Medien in der Verantwortung, bei kontroversen Gesellschaftsthemen „ehrlich zu informieren“ – nur knapp halb so viele (41 Prozent) erwarten hingegen, dass sie hier „Haltung zeigen sollen“. Dr. Carsten Brosda, Staatsrat für Kultur, Medien und Digitales der Freien und Hansestadt Hamburg, stellte die Ergebnisse zum Auftakt der Konferenz vor. „Es ist unsere Aufgabe, den Journalismus in einer Weise weiterzuentwickeln, dass er weiterhin seine wichtige Funktion in der Gesellschaft erfüllt. Und dafür ist Hamburg der richtige Standort, denn wir sind eine Medienstadt und wir haben zugleich die technische und digitale Kompetenz.“

Spannende Keynotes

Auch plädierten den Ergebnissen zufolge zwei Drittel der Befragten dafür, dass „Medien transparenter werden müssen, um sich weiter ihre gesellschaftliche Bedeutung zu erhalten“. Die von Statista erhobenen Zahlen sollen ausführlich in Unified, dem Digitalmagazin der Initiative, im Oktober präsentiert werden. Keynote Speaker beim scoopcamp waren in diesem Jahr die Vordenker Jeremy Gilbert (Director of Strategic Initiatives bei der Washington Post) und Assaf Sagy (Vice President International Markets bei Playbuzz).
kk

Quelle und weitere Informationen:
www.scoopcamp.de
www.nextMedia-hamburg.de

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