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Nachhaltigkeitskonzept für Olympische Spiele in Hamburg vorgestellt

Stand der Pläne im Unilever-Haus präsentiert. Befürworter, Fachleute und Kritiker konnten sich einbringen

Kostenbewusst, kompakt, klimaneutral: mit diesen Eigenschaften will Hamburg im Nachhaltigkeitskonzept der Olympia-Bewerbung punkten. Am Dienstagabend (29. 9.) wurde der Stand des Konzepts beim Nachhaltigkeits-Dialog im Unilever-Haus vorgestellt. Befürworter, Fachleute und Kritiker konnten sich einbringen.

Zum Auftakt der Dialog-Veranstaltung präsentierte Umweltsenator Jens Kerstan den aktuellen Stand des Konzepts sowie die wichtigsten Eckpunkte. Anschließend sprach er bei einer Podiumsdiskussion mit Dr. Nikolas Hill, (Bewerbungsgesellschaft Hamburg 2024), Dr. Delia Schindler, (Zukunftsrat Hamburg), und Artur Brückmann, (AStA Uni Hamburg) über nachhaltige olympische und paralympische Spiele und deren konkrete Umsetzung. An Thementischen ging es anschließend um Ideen und Argumente; auch interessierte Bürgerinnen und Bürger konnten sich einbringen.

Klimaneutrale Spiele

Erste Eckpunkte des Konzepts hatte Kerstan bereits im Juli präsentiert. Dazu gehören neben diversen Klimaschutzmaßnahmen, die Versorgung der OlympiaCity mit innovativen Energiekonzepten und das Ziel, die Spiele unterm Strich klimaneutral zu gestalten. Außerdem im Konzept: der Einsatz nachhaltiger Baustoffe, ein Umweltscreening aller Sportstätten sowie eine langfristige Nachnutzung der OlympiaCity. Das Sportlerdorf soll nach den Spielen zu einer Willkommensstadt werden, zu einem Quartier mit bezahlbarem Wohnraum auch für Migranten oder Studierende.

Spiele der kurzen Wege

Lieferketten für Produkte und Dienstleistungen vor und während der Spiele sollen an hohen Umwelt- und Sozialstandard gemessen werden. Das Mobilitätskonzept setzt auf kompakte, kurze Wege, die vor allem mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß oder per Fahrrad zurückgelegt werden. Die Innenstadt soll während der Spiele im Kern so weit wie möglich autofrei bleiben (ausgenommen Liefer- und Anliegerverkehre). Auch finanziell setze Hamburg auf Nachhaltigkeit: Die Spiele sollen kostenbewusst, transparent und mit besonderem Augenmerk auf die Nachnutzung geplant werden, so der Senat. Für die Spiele 2024 werde Hamburg keine neuen Schulden aufnehmen.

Katalog mit Maßnahmen erarbeitet

Das Nachhaltigkeitskonzept wird derzeit weiter konkretisiert, um im Februar 2016 in die Hamburger Bewerbungsunterlagen für das IOC einzufließen. Unter Federführung der Behörde für Umwelt und Energie (BUE) arbeiten Expertinnen und Experten und Dialogpartner dazu in Projektgruppen. Gutachter der Sporthochschule Köln sowie des Öko-Instituts haben einen Katalog mit Punkten zur ökologischen, sozialen und ökonomischen Nachhaltigkeit erarbeitet. „Wir verstehen Nachhaltigkeit umfassend: sozial, ökologisch und ökonomisch. Mit unserem Konzept für grüne, kompakte und kostenbewusste Spiele gehen wir zuversichtlich ins Rennen gegen die anderen Bewerberstädte”, so Umweltsenator Jens Kerstan.

“Wir wollen zeigen, dass Nachhaltigkeit den Unterschied machen kann. Ein ehrgeiziges Nachhaltigkeitskonzept für olympische Spiele kann die nachhaltige Entwicklung Hamburgs enorm voranbringen. Ein wesentlicher Punkt ist für uns das Ziel, die Spiele klimaneutral auszurichten. Dieser Anspruch soll auch mit Blick auf die Klimakonferenz in Paris im November ein Signal sein“, so Kerstan weiter.
kk

Quelle und weitere Informationen:
Behörde für Umwelt und Energie
www.hamburg.de
www.hamburg.de/nachhaltiges-olympia

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