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Speaker Valerian Seither, Co-Founder von EMMY - © 12min.me

Mobilität der Zukunft: Viele Ideen für Hamburg

Das Erfolgsevent aus Hamburg 12min.me begeisterte zum dritten Mal mit der Themenreihe „Infrastructure und Mobility“. Hamburg News war dabei

Wie sieht der Verkehr der Zukunft aus? Wie kann die moderne Fortbewegung möglichst emissionsfrei gestaltet werden? 12min.me, ein Hamburger Veranstaltungsformat, das seit seinem Auftakt im Oktober 2013 ein Hit in ganz Deutschland geworden ist und inzwischen beispielsweise auch in Budapest Erfolge feiert, geht dieser Frage auf den Grund. Im Mercedes Me Store direkt an der Alster drängen sich viele Zuhörer zwischen hochglänzenden Ausstellungs-Fahrzeugen, suchen noch einen Platz mit guter Bühnensicht und warten gespannt auf den ersten Speaker zur modernen Mobilität.

12min.Move bereits zum dritten Mal

Die Regeln des Erfolgsevents aus Hamburg sind ganz simpel: Zwölf Minuten gehört die Bühne den Speakern. In dieser Zeit dürfen sie ihr Wissen weitergeben und die Zuhörer inspirieren und entertainen. Aber genau nach dieser Zeit läutet gnadenlos eine Schiffsglocke. Anschließend hat das Publikum die Möglichkeit Fragen zu stellen und dafür ebenfalls zwölf Minuten Zeit. Drei Vorträge gibt es an einem Abend, dazu in den Pausen und danach reichlich Gelegenheit für Gespräche bei Bier und Kartoffelchips. Gerade in den letzten Monaten sind einige neue Formate zur 12min.me-Reihe hinzugekommen. Zu den jüngsten Ablegern zählt 12min.MOVE. Bei der dritten Auflage des Events am 24. Mai in Hamburg standen Kurzvorträge rund um die Mobilität der Zukunft, um die Vision einer Stadt frei von Verkehrsemissionen und ohne Staus, auf dem Programm.

Weniger Autos in der Stadt

Als erste Speakerin tritt Ursula Schneider, Senior Manager Mobility Innovation bei Ernst&Young, vor das Publikum. Sie arbeitet innerhalb des Mobility Innovation Teams bei EY mit Kunden der Automobilindustrie sowie der öffentlichen Hand an der Innovation sowie Implementierung neuer Mobilitätsgeschäftsmodelle in Städten. „Meiner Meinung nach, brauchen wir in großen Städten heutzutage kein eigenes Auto mehr“, erklärt Ursula Schneider und verweist auf vielfältige Möglichkeiten der Mobilität wie beispielsweise Car-Sharing. „Früher wurden Städte von Stadtplanern autofreundlich gestaltet. Heute ist es unser Ziel die Städte bürgerfreundlich zu gestalten.“

200 Elektroroller für Hamburg

Auch der zweite Speaker ist kein Freund von Autos in den Städten. „45 Stunden stehen die Hamburger durchschnittlich im Jahr im Stadtverkehr im Stau. Weitere 100 Stunden werden für die Parkplatzsuche verschwendet“, rechnet Valerian Seither vor, Co-Founder des Elektroroller-Sharings-Unternehmens EMMY. Seit 2015 rollen die Elektroroller von EMMY bereits durch Berlin. Die Roller sind mit Austauschakkus ausgestattet. Sie benötigen also keine Infrastruktur. Das Team von EMMY tauscht die Akkus aus. Im Gegensatz zu herkömmlichen Autos sind die Roller emissionsfrei. „Außerdem kann man einen kleinen Elektroroller fast überall abstellen. Die lange Parkplatzsuche kann man sich so sparen.“ Noch in diesem Jahr sollen auch 200 Elektroroller in Hamburg den Verkehr entlasten.

Mit dem Fahrrad durch die Hansestadt

Als Gründer der Hamburg City Cycles setzt Lars Michaelsen natürlich auf das Verkehrsmittel Fahrrad. Das kommt in Hamburg an. „Früher war das Auto das erste Verkehrsmittel – heute ist das Fahrrad eine echte Alternative. Der Radverkehr ist von 2011 bis 2016 umd 56 Prozent gestiegen“, erklärt Michaelsen. Mit bis zu 20 Personen erkundet Michaelsen mehrmals die Woche die Hamburger Sehenswürdigkeiten. Ob Speicherstadt, Reeperbahn oder einmal rund um die Alster – mit dem Rad lässt sich alles in Hamburg erreichen.
mm

Quelle und weitere Informationen:
www.meetup.com

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