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Metropolregion: Wandel als Chance zur Gestaltung begreifen

Ergebnisse von zwölf Projekten zum demografischen Wandel präsentiert. Festakt zu 20 Jahre deutsche Metropolregionen

Gemeinsame Lösungen zur Daseinsvorsorge im demografischen Wandel zu entwickeln, war Ziel eines groß angelegten Projektes der Metropolregion Hamburg. Für Teilprojekte wurden nun die Ergebnisse vorgestellt. Die Herausfordrung ist, die Lebensqualität vor Ort bei teils sinkenden Einwohnerzahlen und älter werdender Bevölkerung zu sichern.

Mit 1,2 Millionen Euro gefördert

Ärzte, Krankenhäuser und Altenpflege, Supermärkte, Bus und Bahn, Schule und Kita scheinen uns überall als „Daseinsvorsorge“ der öffentlichen Hand selbstverständlich. Nun schrumpft und altert vielerorts die Bevölkerung stetig, in manchen Räumen bis zur kritischen Grenze der Tragfähigkeit von Einrichtungen. Wie sichern wir so noch gleichwertige Lebensverhältnisse in der Region? Diese Kernfrage stand im Mittelpunkt der zwölf Teilprojekte, die eine große Bandbreite an Strategien, konkreten Ansätzen und Lösungen erarbeitet haben. In den letzten drei Jahren wurden die Projekte mit 1,2 Millionen Euro durch die Metropolregion Hamburg gefördert.

Unterstützung für Pendler, Kinder und Senioren

In den Kreisen Dithmarschen, Herzogtum Lauenburg, Pinneberg, Segeberg, Steinburg, Stormarn, den Landkreisen Cuxhaven, Ludwigslust-Parchim, Nordwestmecklenburg sowie in Amelinghausen, Nordkehdingen und Buchholz wurden verschiedene Ansätze verfolgt. So kann nun im Landkreis Cuxhaven eine Rad+Bus-Station für Pendler errichtet werden. Im Kreis Steinburg können sich Eltern und Unternehmen seit 2015 mit dem „Steinburger Ferienkompass“ über Betreuungsangebote für Kinder informieren. In Nordkehdingen ist ein Bildungs- und Familienzentrum bereits im Bau. In Amelinghausen wird ein barrierefreies Wohnquartier geplant.

Ergebnisse liefern Anregungen

„Der demographische Wandel ist eine komplexe Herausforderung mit vielen Facetten und kann manchmal auch unpopuläre Entscheidungen erfordern. Hier gangbare Lösungen zu finden, erfordert die Mitarbeit von vielen Akteuren, die intensive Beteiligung der Bevölkerung und ein Umdenken bei uns allen. Auf diesem Weg sind wir ein Stück weiter gekommen”, so Landrat Rolf Christiansen vom federführenden Landkreis Ludwigslust-Parchim bei der Abschlussveranstaltung am Montag (26. September) in Hamburg.

Im Anschluss wurden die Ergebnisse der Teilprojekte den politischen Akteuren und der Fachöffentlichkeit vorgestellt. Gleichzeitig gab es praktische Anregungen, wie man auch in anderen Gemeinden der Metropolregion Hamburg den Herausforderungen der kommunalen Daseinsvorsorge begegnen könnte. Alle Ergebnisse werden jetzt auf der Internetseite der Metropolregion Hamburg unter metropolregion.hamburg.de/demographie-und-daseinsvorsorge/ vorgestellt und zudem in einer im November erscheinenden Abschlussbroschüre publiziert.
kd/kk

Quelle und weitere Informationen:
www.metropolregion.hamburg.de

20 Jahre deutsche Metropolregionen

Seit 20 Jahren arbeiten die deutschen Metropolregionen an der grenzübergreifenden Partnerschaft von Land und Stadt und stärken so die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Region und ganz Deutschlands. Seit 15 Jahren kooperieren sie im „Initiativkreis Europäische Metropolregionen in Deutschland“. In einem Festakt in Berlin wurde diese erfolgreiche Zusammenarbeit gewürdigt. Schirmherr des Festaktes am 26. September im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur war Bundesminister Alexander Dobrindt.

„Wichtige Trends werden unser Land verändern: Dazu gehören der demografische Wandel, die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft und die Energiewende.”, so Bremens Bürgermeister Dr. Sieling. “Für unsere Metropolregionen ergeben sich daraus gemeinsam mit den Ländern, dem Bund und der EU viele neue Gestaltungschancen.“

Im Jahr 1995 hat die Ministerkonferenz für Raumordnung die ersten Europäischen Metropolregionen in Deutschland anerkannt. Weitere kamen 2005 hinzu. Inzwischen sind es elf Metropolregionen von europäischer Bedeutung. In ihnen arbeiten Städte und ländliche Räume über Grenzen hinweg zusammen. Metropolregionen machen heute 53 Prozent der Fläche der Bundesrepublik Deutschland aus, in ihnen leben rund 66 Prozent der Bevölkerung. Hier werden 70 Prozent des bundesdeutschen Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet.
kd

Quelle:
Metropolregion Hamburg

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