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Masterplan Olympia präsentiert kompakte Spiele in der Stadt

Monatelang wurde das Konzept für die Olympischen Spiele 2024 im öffentlichen Raum diskutiert. Nun ist der Masterplan OlympiaCity für die Bebauung des Kleinen Grasbrook fertig

Das Kernareal für die Olympischen und Paralympischen Spiele in Hamburg ist der Kleine Grasbrook. Dort sollen die zentralen Olympischen Einrichtungen, also das Olympiastadion, die Olympiaschwimmhalle, die Olympiahalle sowie das Olympische Dorf und der Olympiapark ihren Platz finden. Langfristig soll auf dem Gelände der neue Stadtteil OlympiaCity für bis zu 18.000 Bewohnerinnen und Bewohner mit ca. 8.000 Wohnungen und ca. 7.000 Arbeitsplätzen sowie einem großen öffentlichen Park am Elbstrom entstehen.

Sowohl die temporäre Nutzung für die Spiele als auch der Stadtteil OlympiaCity als neues Zukunftsprojekt Hamburgs, werden im Masterplan OlympiaCity jetzt dargestellt. Ebenfalls fertig ist das Sportstättenkonzept, das die Planungen der weiteren Wettkampfstätten in und außerhalb Hamburgs zeigt. Beide Pläne sind in der Broschüre „Olympische und Paralympische Spiele 2024 in Hamburg – OlympiaCity und Sportstätten“ einsehbar.

Entstehung eines Innovationsstadtteils

„Olympische und Paralympische Spiele können einen enormen Entwicklungsschub mit vielen Ideen für die Freie und Hansestadt und die Metropolregion auslösen”, so Prof. Jürgen Bruns-Berentelg, Vorsitzender der Geschäftsführung der HafenCity Hamburg GmbH. Voraussetzung dafür sei, dass man die bevorstehenden Aufgaben langfristig durchdenke und frühzeitig Bauherren und Nutzer, ob Bewohner oder Unternehmen und Beschäftigte, integriere. So könne OlympiaCity Hamburgs neuer Innovationsstadtteil werden.

Olympiahalle wird zum Kreuzfahrtterminal

Die Zukunft der großen Sportstätten nach Ende der Olympischen und Paralympischen Spiele zeigt der Masterplan am Beispiel des Olympiastadions. Der Schauplatz für die Leichtathletik sei mit temporären Elementen so konstruiert, dass er nach 2024 leicht umgenutzt werden könne. Im Stadionmantel fänden dann 400 Wohnungen Platz, von den 60.000 Sitzplätzen könnten die 20.000 im unteren Rang erhalten bleiben. Die Sportanlage selbst bliebe für die Leichtathletik in Hamburg auch für Trainingszwecke erhalten. Die Olympiahalle würde im Anschluss als Kreuzfahrtterminal und weiterhin auch für Veranstaltungen genutzt. Die Olympiaschwimmhalle könnte zum Sport- und Freizeitbad umgebaut werden, in dem sich weiterhin 2.000 Sitzplätze für Zuschauer von Schwimmwettbewerben am 50-Meter-Becken befänden.

Anregungen aus öffentlichen Debatten berücksichtigt

Im Vorfeld der Fertigstellung des Masterplans OlympiaCity wurde das Konzept auf öffentlichen Veranstaltungen im Juni und Juli 2015 mit Hamburger Bürgerinnen und Bürgern diskutiert. Anregungen aus den Diskussionsrunden, wie der vielfache Wunsch, die Anbindung des neuen Stadtteils OlympiaCity insbesondere auf Radfahrer und Fußgänger auszulegen, seien im Masterplan berücksichtigt worden.
ca/kk

Quellen und weitere Informationen:
www.hamburg.de
Download der Broschüre Masterplan Olympia unter:
www.static.hamburg.de (Größe ca. 70 MB)
Download der Visualisierungen (Grundrisse, Vogelperspektiven, externe Sportstätten etc.) unter:
www.we.tl.de (ZIP-Datei, Größe ca. 447 MB)

Masterplan OlympiaCity

Der Masterplanprozess für den Kleinen Grasbrook startete Ende April 2015 nach der Entscheidung des DOSB am 21. März 2015 für Hamburg als deutsche Bewerberstadt. Nach europaweiter Ausschreibung wurden international renommierte Planerteams für den Masterplan ausgewählt. Für den Schwerpunkt Städtebau sind dies die Arbeitsgemeinschaft KCAP Architects & Planners, ARUP, VOGT Landschaftsarchitekten, Kunst+Herbert sowie für den Schwerpunkt Sportstätten gmp international GmbH, mit den Nachunternehmern WES GmbH LandschaftsArchitektur, Drees&Sommer Projektmanagement und bauliche Beratung GmbH. Die Erschließungsplanung hat ARGUS Stadt- und Verkehrsplanung übernommen. Das Sportstättenkonzept wurde von der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Hamburg 2024 – PROPROJEKT / AS&P Albert Speer und Partner erstellt.

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