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Kurt-Christoph von Knobelsdorff, Andreas Rieckhof, Daniela Behrens, Prof. Dr. Hans-Jörg Schmidt-Trenz, Dr. Jörn Klimant (v.l.n.r.) - © Metropolregion Hamburg

"Leitbild 2030" für den Wirtschaftsraum Unterelbe unterzeichnet

Zukunftskonferenz in Stade. Mit etwa 1,8 Millionen Beschäftigten gehört die Wirtschaftsregion zu den wirtschaftlich bedeutendsten Regionen Norddeutschlands

Die Wirtschaftsregion Unterelbe national und international stärker in den Fokus rücken, Standortvorteile benennen und sich gemeinsam für die Zukunft positionieren: Mit diesen Zielen sind die Partner des Projektes „Länderübergreifendes Regionalmanagement für den Wirtschaftsraum Unterelbe“ angetreten. Ein Etappenziel ist das „Leitbild 2030“, das jetzt auf der Zukunftskonferenz in Stade vorgestellt wurde. Es zeichnet Visionen und konkrete Projekte für die künftige Entwicklung entlang der Lebensader Elbe auf.

800.000 Euro für die Weiterentwicklung des Wirtschaftsraumes

Mit etwa 1,8 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten gehört die Wirtschaftsregion Unterelbe schon heute zu den wirtschaftlich bedeutendsten Regionen Norddeutschlands. Sie umfasst die Stadt Hamburg, die schleswig-holsteinischen Kreise Pinneberg, Steinburg und Dithmarschen sowie auf niedersächsischer Seite die Landkreise Stade und Cuxhaven. Die Metropolregion Hamburg und die Wirtschaft unterstützen mit fast 800.000 Euro die Weiterentwicklung dieses Wirtschaftsraumes. Davon tragen die Förderfonds der Metropolregion knapp 560.000 Euro und die Wirtschaft fast 240.000 Euro. Die enge projektbezogene Zusammenarbeit der Wirtschaftsförderungsgesellschaften, der Kammern und der Länder soll helfen, bestehende Verwaltungs- und Ländergrenzen zu überwinden und die Kooperation in der Metropolregion Hamburg stärken.

Weitere Möglichkeiten diskutiert

Die Bedeutung der länderübergreifenden Zusammenarbeit spiegelte sich auch in der Diskussionsrunde der Zukunftskonferenz in Stade am vergangenen Mittwoch (13. Januar) wider. Kurt-Christoph von Knobelsdorff, stellvertretender Staatssekretär im Wirtschaftsministerium des Landes Schleswig-Holstein, Daniela Behrens, Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium des Landes Niedersachsen und Andreas Rieckhof, Staatsrat der Wirtschaftsbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg, diskutierten über weitere Möglichkeiten, den Wirtschaftsraum zukunftsträchtig zu gestalten.

„Wir sind bis heute einen guten Schritt in der länderübergreifenden Zusammenarbeit weitergekommen. Doch wir müssen noch vieles tun, um die Unterelbe zu einem international erfolgreichen Wirtschaftsraum zu machen – vor allem administrative Hürden und länderspezifische Egoismen zurückfahren”, so Staatsrat Andreas Rieckhof. “Die bessere Wettbewerbsfähigkeit wird die gesamte Metropolregion stärken. Die Fortsetzung des Regionalmanagements sollte sich an der erfolgreichen Ansiedlung des Windturbinenbaus von Siemens in Cuxhaven ausrichten.“

Diverse Projekte realisiert

Auch nach Ansicht von Martina Hummel-Manzau, Geschäftsführerin der egeb: Wirtschaftsförderung in Brunsbüttel, ist das Potenzial noch längst nicht ausgeschöpft. „Die Umsetzung des Leitbildes soll dazu führen, den Wirtschaftsraum Unterelbe bis zum Jahr 2030 zu einer der führenden Energieregionen in Deutschland und einem der innovativsten industriellen Wirtschaftsstandorte Europas zu entwickeln.“

Zu den bereits abgeschlossenen Projekten zähle neben dem Industrie- und Chemie-Netzwerk, eine Konzeptstudie zum Energiestandort Unterelbe, ein Online-Tool zur Vermarktung von Premium-Industrieflächen und der Standortatlas Chemie, der den Unternehmen – von mittelständischen Betrieben bis zu Konzernen – nach umfassender Analyse hohes Innovationspotenzial bescheinigt.

Arbeitsplätze sichern und schaffen

„Die handfesten Ergebnisse müssen Ansporn für uns sein, um die begonnenen Aktivitäten nachhaltig und langfristig zu sichern“, gab Dr. Jörn Klimant, Landrat des federführenden Kreises Dithmarschen, die Richtung vor. Denn: „Die Entwicklung unseres gemeinsamen Wirtschaftsraumes erfordert eine langfristige Perspektive.“ Die Sicherung bestehender und Schaffung neuer Arbeitsplätze sowie die Stärkung der Wirtschaft sei nur durch „Intensivierung der regionalen Kooperation entlang der Wertschöpfungsketten“ möglich. Als beispielhaft bezeichnete Dr. Klimant die geplante Ansiedlung von Siemens mit rund 1000 neuen Arbeitsplätzen am Standort Cuxhaven. Der Inbetriebnahme der Elbefähre zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven im August 2015 komme dabei eine besondere Bedeutung zu.
ca/kk

Quellen und weitere Informationen:
www.metropolregion.hamburg.de

Ziele

Das „Leitbild 2030“ für den Wirtschaftsraum Unterelbe sehen die Akteure des Projektes – darunter Vertreter der Wirtschaftsförderungsgesellschaften aus Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachen sowie der Industrie- und Handelskammern, der Kommunen und der Unternehmen – einerseits als Impulsgeber und Orientierungshilfe für gemeinsame Entwicklungsstrategien für den Industrie- und Energiestandort Unterelbe. Im Vordergrund steht aber die Umsetzung konkreter Maßnahmen.

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