CCH Hamburg - © www.mediaserver.hamburg.de/F.Scymanska
Tanzensemble Dance on auf Kampnagel - © Dorothea Tuch

Internationaler Kongress Freier Theater erstmals in Hamburg

Potenziale und Strategien für die strukturelle Weiterentwicklung der Theaterlandschaft in Deutschland sind Thema auf dem Fachkongress vom 15. bis 17. Oktober

Unter dem Titel „vielfalt gestalten – frei und fair arbeiten“ lädt der Bundesverband Freier Theater e.V. (zukünftig: Bundesverband freie Darstellende Künste e. V.) vom 15. bis 17. Oktober 2015 auf Kampnagel in Hamburg zu seinem 4. bundesweiten und internationalen Fachkongress ein. Zu den insgesamt über 40 Einzelveranstaltungen werden ca. 300 Teilnehmer und über 50 Referenten erwartet.

Impulse für verbesserte Arbeitsbedingungen

Mit rund 1.200 organisierten Tanz- und Theatergruppen, Produktionshäusern und Soloakteuren ist der Verband nach eigenen Angaben die mitgliederstärkste Organisation der professionellen Darstellenden Künste in Deutschland. Im 25. Jahr seines Bestehens will der BUFT auf seiner Tagung in Hamburg Bilanz ziehen und die gegenwärtige Situation der Freien Szene und der Künstlerinnen und Künstler beleuchten.

„Die Freien Darstellenden Künste sind eine wichtige Säule unserer Theaterlandschaft und als Generator innovativer Ausdrucksformen unverzichtbar. Hamburg heißt die bundesweite Freie Szene herzlich willkommen und wir hoffen, dass von dem Kongress auf Kampnagel wichtige Impulse ausgehen, um die Arbeitsbedingungen der Freien Künstlerinnen und Künstler zu verbessern“, so Hamburgs Kultursenatorin Barbara Kisseler.

Handlungsempfehlungen für Bund und Länder geplant

In den vier Programmlinien „Theaterstrukturen der Zukunft“, „Zwischen Berufung und Beruf“, „Kulturelle Bildung“ und „Schlaglicht Europa“ sollen Potentiale und Strategien für die strukturelle Weiterentwicklung der Theaterlandschaft in Deutschland und die Darstellenden Künste insgesamt diskutiert.

Dass es Grund zum Optimismus gibt, ergänzt Alexander Pinto, verantwortlich für das Programm der Tagung und stellvertretender Verbandsvorsitzender: „Einladungen zum Theatertreffen nach Berlin, Kooperationen zwischen Stadttheatern und freien Gruppen, Großprogramme für Kulturelle Bildung, die kontinuierliche Bespielung des ländlichen Raums und eine sich verändernde Berufungspolitik für Intendanzen wie zuletzt in Berlin oder München zeigen dies exemplarisch.“

Geplantes Ergebnis des Kongresses sind konkrete Handlungsempfehlungen für Bund, Länder und Kommunen. Sie sollen in einer für 2015/2016 geplanten Publikation zusammengefasst werden. Damit will der BUFT nicht nur sein Profil als Interessen- und Fachverband der freien Darstellenden Künste schärfen, sondern auch seine Funktion als Vermittler zwischen Politik, Verwaltungen, Zivilgesellschaft und Kultur ausbauen.
pk/kk

Quelle und weitere Informationen:
www.kongress2015.freie-theater.de
www.hamburg.de/kulturbehoerde

Weitere Artikel

  • Es gibt keine älteren Artikel in dieser Kategorie.
  • Es gibt keine neueren Artikel in dieser Kategorie.