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Interkulturelles Festival startet: Mehr als 30 Produktionen in ganz Hamburg

Theaterstücke, Konzerte & Lesungen: Blick auf die Fragen unserer Zeit

Die Themen Migration, Grenzen, Unterschiede und Gemeinsamkeiten haben durch jüngste globale Entwicklungen eine verstärkte Bedeutung im gesamtgesellschaftlichen Kontext erhalten. Dabei stellen sich Fragen nach neuen Gesellschaftsformen, Möglichkeiten für Veränderung und Toleranz, die vielen Künstlerinnen und Künstlern Impulse für ihre Arbeiten gegeben haben. Der peeng e.V. hat mit eigenarten auch in diesem Jahr ein spartenübergreifendes Festival kuratiert, das bereits in die 17. Runde geht.

Orte der interkulturellen Begegnung

Das interkulturelle Festival (vom 27. Oktober bis zum 6. November) gibt Hamburger Künstlerinnen und Künstlern mit und ohne Migrationshintergrund eine Bühne und lädt zu gemeinsamen Erlebnissen und Auseinandersetzungen ein. Im gesamten Hamburger Stadtgebiet gibt es Musik, Theater, Tanz, Ausstellungen, Lesungen sowie Produktionen für ein junges Publikum. „Das Festival eigenarten verspricht einen sehr eigenen und im Wortsinne eigenartigen Blick auf die Fragen unserer Zeit und nimmt diese nicht nur ernst, sondern reflektiert sie künstlerisch”, sagt Dr. Carsten Brosda, Staatsrat für Kultur, Medien und Digitales. eigenarten gebe mit Angeboten unterschiedlicher Genres Impulse für gesellschaftliche Fragestellungen und schaffe wertvolle Orte der interkulturellen Begegnung.

Kommunikation ohne Sprache

Mit einer Eröffnungsveranstaltung in der Zinnschmelze beginnt das Festival am 27. Oktober 2016. Dan Thy Nguyen präsentiert Ausschnitte aus dem Theaterstück Sonnenblumenhaus. Für Musik sorgen Les Hommes du Swing.

Mehr als 30 Produktionen, die ganz unterschiedliche künstlerische Ausdrucksformen und Formate haben, werden auf dem Festival zu erleben sein. Darunter ist zum Beispiel eine interaktive Ausstellung von Eleonora Cucina und Christian Löwnau mit Fotografien, Zeichnungen und Objekten zu Gesten, die die Bedeutungen von Bewegungen und Gesten, der Kommunikation ohne Sprache, in verschiedenen Kulturkreisen aufspürt.

Journalisten, Choreographen & Musiker

Die aus dem afrikanischen Land Burundi stammende Journalistin Ines Lydie Gakiza gibt in einem Gespräch wertvolle Eindrücke über die Repression gegenüber Journalisten in ihrem Land, das sie verlassen musste. Sie lebt und arbeitet derzeit auf Einladung der Stiftung für politische Verfolgte ein Jahr in Hamburg. Die südafrikanische Choreographin Jessica Nupen behandelt, geprägt durch ihre Kindheit in Südakfrika, in ihren Tanzstücken das Spannungsverhältnis zwischen politischer Macht und Individuen. Sie zeigt ihr Stück The Lions.

Das Programm bietet außerdem musikalische Abende, darunter ein Konzert mit französischen Akzenten oder Konzerte mit Bands, deren Musiker unterschiedlicher Herkunft neuartige Musik entstehen lassen.
ca/kk

Quellen und weitere Informationen:
www.festival-eigenarten.de/presse
www.festival-eigenarten.de

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