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Hamburg im Fokus der Weltöffentlichkeit

Schon im Vorfeld des G20-Gipfels wächst das internationale Interesse an Hamburg. Journalisten und Länderdelegationen erkunden die Hansestadt

Mehrere tausend Journalisten aus aller Welt werden im Juli in Hamburg zu Gast sein und über die Hansestadt berichten. Doch nicht nur zum G20-Gipfel an sich kommen viele Gäste in die Stadt: Schon in den Wochen und Monaten zuvor haben die jeweiligen Teilnehmerländer umfangreiche Delegationen entsendet, um Hamburg in all seinen Facetten zu entdecken.

Der Gipfel der Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigsten Staaten der Welt wird als eine gute Gelegenheit gesehen, sich als weltoffene und internationale Stadt zu zeigen. Durch den Hafen verfügt die Hansestadt seit Jahrhunderten über Handelsbeziehungen in alle Welt.

Einschränkungen und Behinderungen

Die Erfahrungen früherer G20-Gipfeltreffen zeigen, dass es Einschränkungen und Behinderungen für die Hamburgerinnen und Hamburger geben wird. Der Gipfel ist eine Großveranstaltung mit mehr als 6000 hochrangigen Delegierten und über 3000 nationalen und internationalen Medienvertretern. Hinzu kommen unzählige Helfer. Zusätzlich werden mehrere Tausend Sicherheitsbeamte im Einsatz sein. Angesichts der vielen hochrangigen Staats- und Regierungschefs gilt für den Gipfel die Sicherheitsstufe 1. Wie stark die Einschränkungen für welchen Zeitraum sein werden, wird zwischen der Stadt Hamburg und der Bundesregierung und den jeweiligen Sicherheitsbehörden abgestimmt. Der Senat wird die Öffentlichkeit regelmäßig informieren.

G20 in Hamburg: Auch kritische Stimmen zulassen

Es soll ausreichend Gelegenheit bestehen, kritische Punkte zu benennen. “Hamburg ist das Tor zur Welt und eine offene Stadt, auch für Widerspruch. Wir wollen nicht zur Festung werden. Deshalb werden wir darauf dringen, dass in der Stadt auch die Kritik an G20 ihren festen Platz findet. In anderen Ausrichterstädten haben Regierungen den Dialog mit der Zivilgesellschaft gesucht, die mancherorts parallel zum offiziellen G20-Programm eigene Gipfel veranstaltet und eine kritische Bestandsaufnahme der Arbeit der G20 vorgenommen hat (Civil 20). Es wäre erfreulich, wenn dies auch in Hamburg gelänge”, heißt es in einer Mitteilung des Senats.

G20-Gründung: Reaktion auf die Finanzkrise

Der Hamburger Senat wirbt dafür, dass das Treffen der Staats- und Regierungschefs in Hamburg auch ein Signal für eine gerechte Gestaltung der Globalisierung aussendet. Damit könnte der Gipfel an die Anfänge der G20 anknüpfen. Die Gründung der G20 im Jahre 1999 – damals noch auf der Ebene der Finanzminister – war eine Reaktion der G7-Staaten auf die Finanzkrise der 90er Jahre in Asien. Es wurde deutlich, dass globale Fragen nicht mehr länger nur im Kreise der Industrieländer behandelt werden konnten. Das erste Treffen fand im Dezember 1999 in Berlin statt.

Immer mehr Themen weltweit relevant

Im Zuge der globalen Banken- und Finanzkrise zeigte sich, dass es auch auf Ebene der Staats- und Regierungschefs einmal im Jahr ein solches G20-Gipfeltreffen geben sollte – das ist nun seit 2008 der Fall. Auf dem Gipfel 2009 im US-amerikanischen Pittsburgh wurden umfangreiche Entscheidungen zur Re-Regulierung der internationalen Finanzmärkte und zur strikteren Bankenaufsicht verabredet. Vermehrt stehen weitere Themen auf der Tagesordnung der G20, so etwa 2010 in Seoul die Verbesserung der Entwicklungszusammenarbeit.
mm/kk

Quelle und weitere Informationen:
www.hamburg.de/g20-gipfel/hintergrund/
www.g20.org/Webs/G20/DE/

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