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Olympic City: Hamburg diskutiert Stadtentwicklung

Neue Entwürfe zeigen Möglichkeiten während und nach den Olympischen Spielen

Hamburgerinnen und Hamburger waren am Dienstagabend in der Stadtwerkstatt „Masterplan Olympic City“ eingeladen, um die Planung des kleinen Grasbrook für die Olympischen Spiele und die langfristige städtebauliche Entwicklung des Areals zu diskutieren. Die Planungsbüros präsentierten einen neuen Zwischenbericht und stellten die nach derzeitigem Stand bevorzugte Variante der Masterplanung zur Diskussion.

Nutzung nach den Spielen

„Die Ergebnisse der ersten Informationsveranstaltung haben uns gezeigt, dass den Hamburgerinnen und Hamburgern die Olympischen Spiele und die nachhaltige Stadtentwicklung besonders wichtig sind”, sagte Senatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt. “Mit der Olympic City soll ein Quartier entstehen, das auch nach den Spielen lebenswert ist und in dem die verbleibenden Sportstätten aktiv genutzt werden können. Von dem Quartier und den Anlagen sollen langfristig möglichst viele Menschen profitieren, damit ein echter Mehrwert für Hamburg entsteht. Diesen Anspruch wollen wir umsetzen.“

Bevorzugte Variante ausgewählt

Ursprünglich wurden vier Varianten untersucht, die sich in der Positionierung der großen Olympischen Sportstätten Olympia Stadion, Olympia Schwimmhalle und Olympia Halle sowie des Olympischen Dorfes auf dem Kleinen Grasbrook unterschieden. Nun wurde eine bevorzugte Variante ausgewählt, zu der die Planungen schrittweise vertieft werden.

Diese Variante hat nach Ansicht der Planer folgende Vorteile: Die großen Sportstätten besetzen die drei vorhandenen Höfte, so dass alle drei Stätten eine sehr prominente Lage erhalten. Zum einen werden die Bauten die Ansichten des neuen Stadtteils und damit Hamburgs Stadtansicht an der Elbe mit ihrer außergewöhnlichen Gestalt prägen, zum anderen sind die Lagen eine wichtige Voraussetzung für den wirtschaftlichen Betrieb der späteren Nutzung.

Zwei Phasen

Das Auseinanderrücken der Sportstätten hat demnach während der Spiele den positiven Effekt, dass für die Besucherströme keine Engstellen entstehen und dass die für die Spiele notwendigen warm-up-Bereiche und Trainingsfelder ausreichend Platz im Umfeld des Stadions finden.

Das Olympische Dorf kann demnach ausschließlich auf der südlichen Halbinsel angeordnet werden und wird nicht durch den Moldauhafen getrennt, was auch die Sicherung des Dorfes erleichtere. Gleichzeitig wurden die Ideen zur Nachnutzung des Olympiastadions weiter verfolgt und durchdacht.

Die Erschließungsüberlegungen für den Kleinen Grasbrook werden für die beiden Phasen Olympia und nach Olympia klar unterschieden. Zum einen werden die Planungen für die Olympischen und Paralympischen Spiele selbst als „Olympic Mode“ bezeichnet. Zum anderen wird der Zustand des kleinen Grasbrook als entwickeltes Stadtquartier nach den Spielen geplant. Dieser Zustand wird als „Legacy Mode“ bezeichnet.
kk

Quelle und weitere Informationen:
Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt
www.hamburg.de

Der Masterplan und Visualisierungen jeweils einer beispielhaften Variante des Stadions und der Schwimmhalle stehen zum Download unter:
www.hamburg.de/4537962

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