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Ausstellungsansicht "Picasso. Fenster zur Welt" - ©  Bucerius Kunst Forum, Foto: Ulrich Perrey

Große Picasso-Ausstellung in Hamburg eröffnet

"Picasso. Fenster zur Welt" ist noch bis zum 16. Mai im Bucerius Kunst Forum zu sehen

Das Motiv des Fensters zieht sich durch das gesamte Werk Picassos. Es war für ihn weit mehr als ein alltäglicher Gegenstand. Wie die Ausstellung“Picasso. Fenster zur Welt” in Hamburg erstmals zeigt, galt Picasso das Fenster als Symbol der Malerei. Indem es das Sehen thematisiert und zwischen Innen und Außen vermittelt, steht es für künstlerische Selbstreflexion – ein in seiner Bedeutung bisher nicht erkanntes Moment, das alle Werkphasen verbindet, heißt es in der Ankündigung. Am kommenden Samstag öffnet die hochkarätige Ausstellung.

Internationale Leihgaben

Die Schau, von Ortrud Westheider kuratiert, deutet das Fensterthema als gemalte Bildtheorie. Bis zum 16. Mai 2016 versammelt das Bucerius Kunst Forum rund 40 Leihgaben aus internationalen Sammlungen wie dem Museu Picasso, Barcelona, dem Museo Picasso, Malaga, dem Musée Picasso, Paris sowie der Tate, London, dem Centre Pompidou, Paris oder dem MoMA, New York. Rund 50 Aufnahmen von Fotografen wie Robert Doisneau, Edward Quinn oder David Douglas Duncan zeigen Fenster als bestimmende Elemente in Picassos Lebens- und Arbeitsräumen und wie er sich vor ihnen in Szene setzte.

Fenstermotive markieren Neuorientierung

Immer wieder kehrte Pablo Picasso (1881-1973) zum Motiv des Fensters zurück, wenn er sich in Phasen der Neuorientierung mit den künstlerischen Grundfragen auseinandersetzte. Sie stellten sich ihm beim Übergang in eine neue Werkphase. Sie wurden durch einen Ortswechsel oder einen neuen Lebensabschnitt provoziert. Sie konnten zum Beispiel von einem neuen Atelier angeregt werden, aus dem der Künstler eine neue Schaffensphase hervorbrachte.

Als 18-Jähriger malte Picasso in seinem Atelier in Barcelona seine erste Folge von Fensterbildern. Während das Fenster seit der Renaissance als Projektionsfläche einer Wirklichkeitskonstruktion erschien, markiert es in Picassos um 1900 entstandenen Gemälden die Trennung zwischen Außen und Innen: Das Atelierfenster wird als Schnittstelle zwischen Künstler und Welt eingeführt. Das begleitende Veranstaltungsprogramm beleuchtet in Vorträgen, Gesprächen, Konzerten, einem Pub Quiz und einem Poetry Slam den Künstler Pablo Picasso und sein Schaffen.
him/kk

Quelle und weitere Informationen:
www.buceriuskunstforum.de

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