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Messe Hamburg - © Bertram Solcher/HMC (BS)

650 Jahre Messen in Hamburg

Jubiläumsgottesdienst am Donnerstag. "Persönliche Begegnung bleibt trotz Internet und digitaler Kommunikation unverzichtbar"

Am 29. Januar 1365 verlieh Kaiser Karl IV. Hamburg das Messeprivileg. Damit zählt die Hansestadt zu den ältesten Messestädten Deutschlands. Anlässlich des Jahrestages der Urkundenverleihung findet in der Hauptkirche St. Michaelis ein Jubiläumsgottesdienst statt, Bürgermeister Olaf Scholz wird eine Rede halten. „Wir freuen uns auf viele Hamburgerinnen und Hamburger mit ihren Gästen, die diesen besonderen Gottesdienst zum Jubiläum mit uns feiern möchten“, sagt Bernd Aufderheide, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hamburg Messe und Congress GmbH.

Wachsender Kongressmarkt

“Als Kaiser Karl IV. am 29. Januar 1365 der Stadt Hamburg in einem Freibrief das Messeprivileg verlieh, begann eine großartige und spannende Entwicklung der Messen und Kongresse in unserer Stadt. Heute markieren Hanseboot, Internorga oder Wind-Energy Hamburg wichtige Termine im Messekalender” so Bürgermeister Olaf Scholz. “Zusätzlich hat sich in den letzten Jahrzehnten national und international ein wachsender Kongressmarkt entwickelt. Das verdeutlicht: Direkte Kommunikation und persönliche Begegnung bleiben trotz Internet und digitaler Kommunikation unverzichtbar.”

Mit einer Reihe von Veranstaltungen wird die Hamburg Messe und Congress GmbH (HMC) im Jubiläumsjahr über die spannende Geschichte und Entwicklung des Messewesens in der Hansestadt informieren. So wird es beispielsweise im Juni eine Ausstellung zur Geschichte der Hamburger Messen und Kongresse im Rathaus geben.

Bedeutender Messeplatz

Die Hamburg Messe und Congress ist mit rund 40 Messen sowie gut 250 Kongressen und Veranstaltungen im CCH – Congress Center Hamburg jährlich Anziehungspunkt für mehr als eine Million Besucher. Gemeinsam mit den Ausstellern geben sie Jahr für Jahr bis zu 700 Millionen Euro in den Geschäften, Hotels, Restaurants oder kulturellen Einrichtungen der Hansestadt aus.

Alles begann mit einem Freibrief

Wie beim Hamburger Hafen, so stand auch bei Entwicklung der Messe ein mit goldenem Majestätssiegel versehener Freibrief: Das von Kaiser Karl IV., Herrscher des Römischen Reiches deutscher Nation, am 29. Januar 1365 verliehene Messeprivileg, das es Hamburg erlaubte, zwei Wochen vor Pfingsten bis acht Tage danach eine Handelsmesse abzuhalten.

Karl IV. wollte damit auch den Handelsweg von seinem Herrschersitz in Prag nach Norden sichern, dessen Endpunkt Hamburg war. Handelskolonnen mit Waren aus dem Orient und dem Mittelmeerraum, die in Prag gesammelt wurden, standen damit unter einem besonderen Schutz. In die andere Richtung konnten Salz aus Lüneburg, Stockfisch aus Norwegen, Stoffe aus Flandern oder Bier aus Hamburg nach Prag gebracht werden, ohne dass sie aufgrund besonderer Stapelrechte beispielsweise zunächst in Magdeburg angeboten werden mussten.

Mit dem Tod des Herrschers 1378 änderten sich auch die Handelswege und das Messeprivileg verlor für die Pfingstmesse seine Bedeutung. Der Rat der Stadt Hamburg hob die Pfingstmesse daher 1383 auf, übertrug jedoch vorher die Privilegien auf andere Hamburger Wochen- und Jahrmärkte.
kk/him

Quelle und weitere Informationen:
www.hamburg-messe.de

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