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CHINA TIME 2014: Schaufenster der engen Verbindungen in Wirtschaft und Recht

Podiumsdiskussionen, Vorträge und Filme beleuchten Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Wirtschaftspartner. 10. Hamburg China Business Night zum Ausbau der bilateralen Kontakte

Bereits vor zwölf Jahren, im Jahr 2002, startete der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg eine umfassende China-Initiative. Diese hat das Ziel, die Beziehungen der Stadt zu China weiter zu stärken und auszubauen. Schon seit 1988 gibt es die Chinawochen. 2006 neu konzipiert als CHINA TIME, entstand ein Forum, das seitdem alle zwei Jahre den ganzen Reichtum der Verbindungen zwischen Hamburg und China widerspiegelt. Auch Wirtschaft und Recht bilden dabei einen Schwerpunkt.

Die vielen Facetten der wirtschaftlichen Zusammenarbeit

So beleuchteten bei einer Veranstaltung im KörberForum beispielsweise Amrita Narlikar, Präsidentin des German Institute of Global and Area Studies (GIGA) in Hamburg, und Zhang Qingmin, Professor für Internationale Beziehungen an der Peking University, China und Indien als aufstrebende globale Handelsmächte im internationalen Fokus. Sie forderten, beide Staaten sollten mehr Verantwortung für Entwicklung und Energie, fragile Staaten und maritime Sicherheit übernehmen. Die Chancen für die Hamburger Wirtschaft sind am Mittwoch, 12. November 2014, Themen einer Veranstaltung des Hamburg Liaison Office Shanghai, das gemeinsam mit Experten bei der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation die Gesundheitsreform in China erläutern wird. Einblicke in den chinesischen Incoming-Tourismusmarkt nach Deutschland und Hamburg präsentiert am Freitag, 14. November, ein Hintergrundfilm.

Ein neues Dream Team?

Ob Deutschland und China auf dem Weg zum “Dream-Team” sind, will am 20. November das Asien-Afrika-Institut klären. An der hochrangig besetzten Diskussionsrunde nehmen Prof. Sebastian Heilmann, Direktor des Mercator Instituts für Chinastudien (MERICS) in Berlin und Professor für Politik und Wirtschaft Chinas an der Universität Trier, Corinna Nienstedt, Geschäftsführerin der Handelskammer Hamburg Dr. Dr. Nele Noesselt, wissenschaftliche Mitarbeiterin am GIGA Institut für Asien-Studien mit Fokus auf Chinas Außenpolitik, sowie Dr. Margot Schüller, wissenschaftliche Mitarbeiterin am GIGA Institut für Asien-Studien mit Fokus auf Chinas Wirtschaft, teil. Moderiert wird der Abend von Prof. Bernd Eberstein, Sinologe der Universität Hamburg am Asien-Afrika-Institut.

Rechtliche Fragen im Handel mit China

Am Mittwoch, 19. November, werden Rechtsanwälte aus Deutschland und China der internationalen Wirtschaftskanzlei DLA Piper im Rahmen eines Business Lunches über aktuelle Entwicklungen bei grenzüberschreitenden Projekten mit China, insbesondere im Hinblick auf die Shanghai Free Trade Zone sowie Anforderungen an den Genehmigungsprozess bei in- und ausländischen Investments in China berichten. Nach einführenden Vorträgen besteht ausreichend Raum für gemeinsame Diskussionen und einen intensiven Erfahrungsaustausch.

10. Hamburg-China Business Night

Am Mittwoch, 19. November, bietet die 10. Hamburg- China Business Night Gelegenheit, in ungezwungener Atmosphäre das eigene deutsch-chinesische Business-Netzwerk zu erweitern. Eingeladen sind zahlreiche chinesische und deutsche Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Kultur und Politik. Das Get-Together im Chinesischen Teehaus Yu Garden wird von der Kanzlei Mussenbrock & Wang in Kooperation mit dem Konfuzius Institut Hamburg und der Universität Marketing GmbH veranstaltet.
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Quelle und weitere Informationen:
http://chinatime.hamburg.de/programm/4384030/politik-wirtschaft

Hintergrund

Seit dem Beginn der Städtepartnerschaft 1986 unterhält Hamburg in Shanghai eine eigene Dependance, das Hamburg Liaison Office Shanghai mit dem Ziel, das Tor für Chinesen nach Europa und für Europäer nach China zu sein. Als offizielle Vertretung der Freien und Hansestadt Hamburg fördert das Office in der chinesischen Hafenmetropole die Wirtschaftskontakte von Hamburger Unternehmen vor Ort. Darüber hinaus pflegt es die engen Verbindungen der Partnerstädte in einem breiten Themenspektrum von Hafen, Logistik und Wirtschaft über Tourismus, Kultur und Sport bis hin zu Stadtplanung, Architektur und Umwelt.

Auch im Bereich des Rechts sind die Kontakte eng geknüpft. So finden deutsche und chinesische Unternehmen in Hamburg eine Vielzahl von auf China spezialisierte Anwaltskanzleien. Eine besondere Bedeutung hat der Deutsch-Chinesische Rechtsdialog: Im Jahr 2008 konnte sich unter Führung der Universität Hamburg ein internationales Konsortium bei der EU-Ausschreibung zur Errichtung der China-EU School of Law (CESL) durchsetzen. Rund 25 Professorinnen und Professoren der Universität Hamburg, des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Privatrecht und der Bucerius Law School unterrichten an der neuen Eliteuniversität in Beijing und prägen damit maßgeblich das Deutschlandbild und das Rechtsverständnis zukünftiger chinesischer Entscheidungsträger. Hamburger Anwälte und Rechtsinstitute engagieren sich zudem beim Deutsch-Chinesischen Rechtsstaatsdialog, der 2005 in Hamburg ausgetragen wurde.

Umweltschutz und nachhaltiges Wirtschaften sind in China auf dem Vormarsch. Immer mehr Ausschreibungen für Stadtentwicklungsprojekte wie Flächen, Gebäude oder Kanalisation setzen hohe Umweltstandards an. Doch die dafür notwendige Qualifikation ist bei chinesischen Unternehmen oft noch begrenzt. Das 2010 neu gegründete Kompetenzzentrum „Nachhaltiges China“ ist eine Informationsplattform und ein Beratungszentrum für die Platzierung Hamburger Kompetenz im Umweltbereich in China. Kleine und mittelständische Unternehmen der Metropolregion Hamburg erhalten die Möglichkeit, mit ihren Stärken in Umwelt-Technologie, ökologischem Bauen und nachhaltigem Wirtschaften in den chinesischen Markt einzusteigen.
www.nachhaltiges-china.de

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