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China-Time Hamburg 2014 - © © ZHANG Huan, courtesy M+ Sigg Collection

Hamburg feiert Fernost bei der CHINA-TIME

Hamburg zeigt sich 2014 wieder von seiner chinesischen Seite: Zum fünften Mal präsentiert die Hansestadt vom 4. bis 23. November über 200 Veran­staltungen rund um das Thema China.

Chinesen nennen Hamburg “Hanbao” – das Tor Chinas zu Europa. Einblicke in den vielfältigen kulturellen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Austausch zwischen China und Hamburg gibt seit 2006 die “CHINA TIME“. Auch 2014 präsentiert sie wieder die in Hamburg vorhandene China-Kompetenz einer breiten Öffentlichkeit. Zweieinhalb Wochen lang können sich die Besucherinnen und Besucher in Ausstellungen, Konzerten, Podiumsdiskussionen und Vorträgen selbst ein Bild davon machen. Bereits im Oktober diskutiert die chinesisch-europäische Konferenz „Hamburg Summit: China meets Europe“ aktuelle Themen, insbesondere aus der Wirtschaft und Wirtschaftspolitik

Hamburg: Chinas Tor nach Europa

Hamburg ist Chinas Tor nach Europa und Europas Tor nach China. Seit mehr als 200 Jahren pflegen Hamburg und China intensive Handelsbeziehungen. Mehr als 50 Prozent des gesamten deutschen Außenhandels mit China laufen über den Hamburger Hafen. 2013 betrug das Handelsvolumen, das zwischen Hamburg und China umgesetzt wurde, mehr als 10,5 Milliarden Euro. Mehr als 500 chinesische Unternehmen sind in Hamburg mit Niederlassungen vertreten. 720 Hamburger Firmen wiederum unterhalten enge wirtschaftliche Kontakte mit China Mit mehr als 10.000 Bürgerinnen und Bürgern chinesischer Abstammung lebt in Hamburg die zweitgrößte chinesische Gemeinde in Deutschland. Sie betreut seit 1984 das chinesische Generalkonsulat in Hamburg. Fast genauso lang, 28 Jahre, unterhält Hamburg eine lebendige Städtepartnerschaft mit Shanghai, das mit einem Haus der Freundschaft in der Hansestadt vertreten ist. Im Gegenzug errichtete die Elbmetropole in China zur Expo 2010 das Hamburg House.

Leitthema 2014: Schrift

Das Thema von CHINA TIME 2014 ist die chinesische Schrift. Seit mehr als 3000 Jahren ist sie das Trägermedium der chinesischen Kultur und das einzige bis auf den heutigen Tag verwendete logografische Schriftsystem. Jedes Schriftzeichen, jedes Wort lässt sich auf einen Ursprung zurückführen und hat seine spezielle Bedeutung und Geschichte. Jahrtausende lang war Schrift in China der Schlüssel zur Macht. Mit der Schriftreform von Mao Zedong 1956 begann sich dieses System zu wandeln: Kalligraphie verlor ihren Monopol-Status für Gelehrte. Die Avantgarde-Bewegung der 1980er-Jahre stellte dann alle akademischen Regeln und die Vorgaben des Sozialistischen Realismus in Frage. Mit der Einführung neuer Medien entwickelt sich das chinesische Schriftsystem weiter. Dieser Hintergrund macht die China-Time-Ausstellung in den Deichtorhallen top aktuell: „Secret Signs“ beschreibt mit 66 Arbeiten die kulturelle, soziale und politische Kraft der chinesischen Schriftzeichen. Gezeigt werden zum Beispiel “landmark“-Werke wie „Today No Water“ aus der Red-Humor-Serie von Wu Shanzhuan sowie berührend poetische Werke von Xu Bing aus Staub des zerstörten World Trade Centers. Ausgestellt ferner ferner vom Pop beeinflusste Werke, die das chinesische Sprachsystem persiflieren.
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Quelle und weitere Informationen:
http://chinatime.hamburg.de

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