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Brückenexperten aus ganz Deutschland tagen in Hamburg

56 Millionen Euro sind für den Erhalt von Hamburger Brücken in diesem Jahr geplant. Bauingenieure gesucht

An diesem Mittwoch (20.4.2016) treffen sich mehr als 100 Brückenfachleute aus Deutschland und Europa in der Katholischen Akademie zur alle zwei Jahre stattfindenden Arbeitstagung der Experten aus den Bauverwaltungen des Bundes und der Länder. Unter dem Titel „Erhaltung von leistungsfähigen Ingenieurbauwerken – den Verkehr sicher tragen“ geht es zweieinhalb Tage lang um den Austausch über Innovationen und Erfahrungen beim Neubau, bei Schadensfällen und der Instandhaltung von Brücken- und Tunnelbauwerken.

Hamburg ist die Stadt der Brücken

Diese Hamburger Projekte stehen auf der Tagesordnung: Der Neubau von Europas größter Klappbrücke, der Retheklappbrücke, im Hamburger Hafen, der Ersatz-Neubau der Langenfelder Brücke, die geplante Erweiterung der längsten Brücke Deutschlands, der Hochstraße Elbmarsch (A7 südlich des Elbtunnels) sowie der Unfall an der Süderelbbrücke und die Ertüchtigung der Brücke Stader Straße über die A7.

„Der Erhalt und die Sanierung von Brücken ist für Hamburg von elementarer Bedeutung. Deshalb freue ich mich, dass wir dieses Jahr Gastgeber für die Tagung sind. Um die Bauwerke fit für die zunehmenden Belastungen zu machen, müssen in den kommenden Jahren viele Bauwerke statisch überprüft und saniert werden“, so Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch.

Investitionen für Erhalt der Bauwerke

Allein die rund 40.000 Bauwerke an Autobahnen und Bundesstraßen in Deutschland erfor­dern einen stetig anwachsenden Erhaltungsbedarf. Das Alter und vor allem der stark angestiegene Lkw-Verkehr machen den Brücken zu schaffen. Auch Hamburg mit seinen 2.500 Brücken, von denen rund 1.150 in städtischem Eigentum sind und 300 dem Bund gehören, ist gefordert, dauerhaft mehr Geld in den Erhalt zu investieren. In diesem Jahr sind dafür rund 16 Mio. Euro aus dem Hamburger Haushalt und 40 Millionen vom Bund dafür eingeplant. Rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich beim Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer um den Zustand der Hamburger Ingenieurbauwerke.

Für Bauingenieure ergibt sich angesichts der Herausforderungen ein großes Betätigungsfeld. Die Behörde, Ingenieurbüros und Unternehmen benötigen junge Ingenieure, die sich in diesem spannenden Arbeitsgebiet engagieren wollen. Dazu wurde der Verein „Bauingenieure für Hamburg“ ins Leben gerufen. Mehr Infos unter: www.bauingenieure-hamburg.info.
kk

Quelle und weitere Informationen:
www.hamburg.de/bwvi

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