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Bio-Stadt Hamburg: Messe und Öko-Aktionsplan

Am Wochenende präsentiert die Branche auf der Messe hamburg.bio ihr nachhaltiges Angebot. Senat legt Öko-Aktionsplan vor

Hamburg fördert den ökologischen Landbau und geht den nächsten Schritt als Bio-Stadt. Eine steigende Nachfrage der Verbraucher lässt die Prognose zu, dass Bio-Lebensmittel weiterhin an Bedeutung gewinnen werden und ein stabiler Wachstumstrend für die Erzeugerbetriebe auch in den nächsten Jahren zu erwarten ist. Eng verbunden ist damit auch der Trend zur Regionalität. Der Erfolg von Bio ist unmittelbar mit Glaubwürdigkeit und Transparenz verknüpft. Viele Verbraucher wollen nicht länger eine anonyme Lebensmittelerzeugung, sondern eine transparente Darstellung der Herkunft der Lebensmittel und der Erzeugungsweise. Der Hamburger Senat hat an diesem Dienstag mit der Drucksache „Hamburgs Landwirtschaft stärken – Hamburger Öko-Aktionsplan 2020“ die Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus beschlossen.

Nachdem Hamburg am 1. Dezember vergangenen Jahres offiziell dem Bio-Städtenetzwerk beigetreten ist, trifft sich am kommenden Wochenende vom 24. bis 26. Februar die Bio-Branche und alle an nachhaltiger und gesunder Ernährung Interessierten zur Fach- und Verbraucher-Messe hamburg.bio in der Hamburger Handelskammer.

Die Maßnahmen

Die Stärkung des regionalen Ökoangebots soll landwirtschaftlichen Unternehmen in Hamburg eine Entwicklungsperspektive für die Zukunft eröffnen. Mit einem abgestimmten Maßnahmenangebot will der Senat die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe und damit Hamburg als Standort einer vielfältigen und nachhaltigen Agrarproduktion sichern. Ein Beispiel ist die beabsichtigte Erhöhung des ökologisch bewirtschafteten Flächenanteils. Im Aktionsplan werden die aktuell geplanten, die in der Umsetzung befindlichen, aber auch die bereits umsetzten Vorhaben dargestellt.

Bereits umgesetzt wurde die Erhöhung der Hamburger Flächenprämien für auf den ökologischen Landbau umstellende oder erweiternde Betriebe, die Etablierung einer Hamburger Investitionsförderung und eine bevorzugte Förderung der Vermarktung von ökologischen Erzeugnissen. „Die ökologische Landwirtschaft verfügt über Wachstumspotenzial. Die Möglichkeiten der Förderung sind vielfältig – sie reichen von finanzieller Unterstützung über exzellente Beratung, Absatzförderung, Forschungsprojekten bis zum vorbildlichen Verhalten der Verwaltung selbst“, so Staatsrat Dr. Rolf Bösinger.

Modellregion Bio-Obst

Bestandteil des Öko-Aktionsplans ist auch die Etablierung einer Modellregion Bio-Obst. Hier arbeitet Hamburg partnerschaftlich mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und dem für Landwirtschaft zuständigen Ministerium in Hannover zusammen und engagiert sich auch finanziell. Die Neukonzeption des Versuchsbetriebes der Obstbauversuchsanstalt ESTEBURG wurde in Höhe von einmalig 350.000 Euro, die Förderung von Projekten im Rahmen der praxisrelevanten Forschung für den ökologischen Obstbau in Höhe von 40.000 Euro und ein neuer Beratungsansatz im Hamburger Obstbau in Höhe von bis zu 210.000 Euro gefördert.

Mitglied im Bio-Städte-Netzwerk

Seit dem 1. Dezember 2016 ist Hamburg Mitglied des Bio-Städte-Netzwerks – ein Zusammenschluss von Städten und Kommunen, die sich zum Ziel gesetzt haben den ökologischen Landbau, die Weiterverarbeitung von ökologischen Produkten und die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln verstärkt zu fördern, um somit zur regionalen Wertschöpfung beizutragen. Bereits seit 2010 arbeiten Städte, die den Ökolandbau und Bio-Lebensmittel fördern, zusammen. Sie tauschen Ideen und Erfahrungen über Aktionen und Projekte in ihren Städten aus und unterstützen und beraten sich gegenseitig in der weiteren Stärkung der Bio-Branche.

Mit gutem Beispiel voran

Dabei sind die öffentliche Verwaltung und öffentliche Einrichtungen große Abnehmer und bewirken wichtige Markteffekte. So kann Hamburg in ihrem Einflussbereich oder bei eigenen Veranstaltungen ökologische Produkte einsetzen und so wichtige Informations- und Motivationsarbeit leisten.
kk

Quelle und weitere Informationen:
www.bwvi.hamburg.de
www.hamburg.bio

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