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Basaar - © TUHH

BaSAAR an der TUHH

Experten aus dem Ostseeraum diskutiertenin Hamburg über telemedizinische Assistenzsysteme

Seit drei Jahren forscht ein interdisziplinäres Wissenschaftsteam der Technischen Universität Hamburg (TUHH) an neuen methodischen Ansätzen, die Ausfallsicherheit medizinischer Therapiesysteme zu gewährleisten und die technische Zuverlässigkeit der telemedizinischen Assistenzsysteme.

Selbstorganisierende mobile Sensor- und Datenfunknetze

Zum Abschluss der Förderphase der F&E-Initiative „Fail Safety in Ambient Assistance for Recovery (AA4R)“ des Forschungsschwerpunkts „Selbstorganisierende mobile Sensor- und Datenfunknetze“ (SOMSED) hatte die TUHH Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Ostseeraum zu einem zweitägigen Seminar eingeladen. Ziel des „Baltic Seminar on Ambient Assisted Recovery“ (BaSAAR) war es, mit Experten auf dem Gebiet AA4R und potenziellen Kooperationspartnern Ideen für die Weiterentwicklung von AA4R zu erarbeiten. Die Gäste kamen u.a. aus der Aalborg Universität (Dänemark), der Technischen Universität Dänemark sowie der Königlich Technischen Hochschule Stockholm und der Mälardalen Universität, beide aus Schweden.

Skandinavien vorbildlich in der Telemedizin

Die Resonanz war positiv. „Bereits im kommenden Jahr soll ein zweiter BaSAAR stattfinden, den die Dänen ausrichten möchten“, zog TUHH-Forschungskoordinatorin Dr. Karin Renner Bilanz und führte aus: „Die skandinavischen Länder sind speziell in der Telemedizin sehr aktiv und uns in Bereichen voraus, in denen es über die reine Versorgung von Patienten hinausgeht. Vielmehr geht es um die Rehabilitation und die Frage, welche Anforderungen sowohl an die Software als auch an medizintechnische Systeme gestellt werden.“ Dabei konzentriert sich die TUHH darauf, die Ausfallsicherheit medizinischer Therapie- und Rehabilitationssystem zu erforschen und damit einen neuen Beitrag zur Sicherheit von Medizinprodukten zu leisten.

Modellprüfung – ein vielversprechender Ansatz

Ein generelles Problem dabei ist, dass standardisierte Softwaremodelle für medizinische Geräte bisher nicht machbar sind, da Menschen zu verschieden sind. Speziell in diesem Bereich arbeiten die TUHH-Professorin und Software-Expertin Sibylle Schupp und ihr Kollege Professor Alexander Schläfer. In ihrem Projekt berechnen sie den Einfluss der Atembewegung auf die inneren Organe, um so die Bestrahlung im Vorwege einer Strahlentherapie auf weiche Tumore berechnen zu können. Dahinter steht das sogenannte Model Checking (deutsch auch Modellprüfung), einem für die Medizintechnik besonders vielversprechenden Ansatz, bei dem ein Modell zur Laufzeit algorithmisch an das Verhalten des Patienten angepasst werden kann.
him

Quelle und weitere Infos:
www.tuhh.de

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