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3D-Druck – Innovationen in Entwicklung und Produktion

Prothesen, Autos oder ganze Häuser - 3D-Drucker gelten als wahre Wundermaschinen. Doch was können sie wirklich? Die HAW klärt auf

Ist 3D-Druck schon ein alter Hut? Weit gefehlt! Das Thema Rapid Prototyping (übersetzt: Schneller Modellbau) steht noch ganz am Anfang seiner Entwicklung. Es laufen die ersten Versuche, in denen die konkrete Verwendbarkeit ausgelotet wird. Dabei finden sich neue, vorher unbekannte Anwendungsmöglichkeiten und Problemlösungen. Am 31. März 2017 werden neue Entwicklungen und Einsatzmöglichkeiten an der HAW Hamburg bei der Fachtagung Rapid Prototyping analysiert und intensiv diskutiert. In seiner 16. Auflage beschäftigt sich das Forum aus Wissenschaftsexperten und Industrieunternehmen mit Innovationen und Anwendungen in der Fertigung von Kunststoffteilen und Metallwerkstücken bis hin zu intelligenten Fasern und Geweben.

Generative Fertigung begreifen

„Unsere wesentliche Motivation der Tagung ist es, über den aktuellen Stand der Technik zu informieren und aufzuzeigen, was in Zukunft noch alles möglich sein kann“, sagt Prof. Dr. Günther Gravel von der HAW Hamburg aus dem Bereich Maschinenbau und Produktion. „Ausgewiesene Praktiker stehen für Gespräche zur Verfügung. Gleichzeitig sollen beispielsweise auch Industrieunternehmen tiefer informiert werden, die bisher noch keine Erfahrung auf dem Gebiet der sogenannten generativen Fertigung haben: Sie können Bauteile in der Ausstellung auch einmal in die Hand nehmen und so die Technik besser begreifen.“ Eine Ausstellung von Anlagen zur generativen Fertigung ergänzt die Fachvorträge und ermöglicht gezielte Einblicke in den praktischen Einsatz der Maschinen.

Massenproduktion durch 3D-Druck

Das Programm widmet sich einem breiten Themenspektrum. Ein Fachvortrag widmet sich gezielt dem 3D-Druck mit Kunststoffteilen. Da hier kein Werkzeug benötigt wird, ist die Entwicklung in diesem Bereich schon fortgeschritten. Doch ist auch eine Massenproduktion von individuellen Fertigungen möglich? Dr.-Ing. Marcus Rechberger von Lehmann & Voss aus Hamburg, ein Entwickler von Kunststoffmaterialien, zeigt die zukünftigen Möglichkeiten am Beispiel der Sportschuh-Produktion auf und erklärt, welche neuen Maschinen noch benötigt werden. Weitere Themen ist Simulation von additiven Fertigungsprozessen und deren Einflüsse auf die Bauteilqualität oder das innovative Gebiet der Smart Textiles. Dort geht es um die Herstellung von Fasern, die Wärme, Informationen und Energie leiten können. Ob eine Fahrradjacke, die beim Abbiegen blinkt, oder ein T-Shirt mit EKG-Funktion: viele integrierte und extrem leichte Anwendungen in der Bekleidungsindustrie, Medizintechnik oder im Maschinenbau könnten schon bald verfügbar sein.
mm

Quelle und weitere Informationen:
www.haw-hamburg.de

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