Hamburg News / Handel & Finanzen: Der Hamburger Innenstadtbereich ist. u.a. durch vielfältigtste Shoppingmöglichkeiten geprägt. Zudem haben sich z.Bsp. auch Banken, Handelsunternehmen und die Hamburger Börse in dem Kernbereich der Stadt angesiedelt.
Hermes-Lieferwagen - © Hermes Europe GmbH

Weihnachtsgeschäft: Hermes rechnet mit deutlich mehr Sendungen

Der stationäre Einzelhandel setzt auf die Anziehungskraft der Weihnachtsmärkte. Der Hamburger Logistikdienstleister rechnet dennoch mit Rekordzahlen

Während der stationäre Einzelhandel auf die Magnetwirkung der Weihnachtsmärkte für den eigenen Umsatz setzt, rechnet der Hamburger Handels- und Logistikdienstleister Hermes für das diesjährige Weihnachtsgeschäft in Deutschland mit bis zu 20 Prozent mehr Sendungen als im Vorjahr. Prognosen gehen allein im Dezember erstmals von über 42 Millionen Päckchen und Paketen aus. Rund 6.000 zusätzliche Arbeitskräfte sollen bundesweit eine pünktliche Zustellung der Pakete sicherstellen. Die Fahrzeugflotte wird um 3.600 Sprinter und Lkw aufgestockt.

Boom im Onlinehandel hält an

„Wir erwarten das mengenstärkste Weihnachtsgeschäft seit der Gründung von Hermes im Jahr 1972“, sagt Dirk Rahn, Geschäftsführer Operations bei Hermes Germany. „Allein in Deutschland rechnen wir an Spitzentagen mit deutlich über zwei Millionen Haustürkontakten und fast ebenso vielen Sendungen. Das gab es bei Hermes noch nie und beweist, dass der Boom im Onlinehandel unvermindert anhält.“ Als Reaktion auf steigende Sendungsmengen setzt Hermes Germany seit 2014 ein umfangreiches Investitionsprogramm um. Bis 2019 soll die logistische Infrastruktur für 300 Millionen Euro modernisiert und umgebaut werden.

Rekordprognosen für Großbritannien und Österreich

Auch außerhalb Deutschlands wappnet sich Hermes für einen Anstieg der Sendungsmengen im Weihnachtsgeschäft. In Großbritannien erwartet das Unternehmen im Vergleich zur „Peak Season“ des Vorjahres ein Sendungsplus von 9,5 Prozent. Für Österreich wird ein Anstieg um 10 Prozent prognostiziert.

Der stationäre Einzelhandel setzt dagegen auf den Erlebnisfaktor der Weihnachtsmärkte, der die Käufer vom Computer weg und verstärkt in die Innenstädte ziehen soll. Nach Prognosen des Handelsverband Nord könnten die Umsätze in Norddeutschland im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (nominal) um bis zu 2,5 Prozent steigen. Dies würde einem Umsatz von rund 7,5 Milliarden Euro für die Monate November und Dezember entsprechen.

Atmosphäre und Ambiente im Offline-Handel

“Das Weihnachtsgeschäft wird bei den Einzelhändlern in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern erneut rund ein Fünftel des Jahresumsatzes ausmachen”, sagt Geschäftsführerin Monika Dürrer. Für das gesamte Jahr 2016 rechnet sie mit einem Umsatz von rund 38,5 Milliarden Euro.

Ähnliche Prognosen macht auch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young in einer aktuellen Studie. Demzufolge bietet das Weihnachtsgeschäft eine Chance, im Wettbewerb mit Onlineanbietern zu punkten. „Beim Geschenkekauf legen viele Konsumenten ihre Schnäppchenmentalität ab; sie sind eher als sonst bereit, sich auf das Einkaufserlebnis einzulassen, und sie sind empfänglicher für Atmosphäre und Ambiente“, sagt Thomas Harms, Leiter des Bereichs Retail & Consumer Products bei EY.
ca/kk

Quellen und weitere Informationen:
www.newsroom.hermesworld.com
www.ey.com/deutsche-wollen-mehr-geld-fuer-weihnachtsgeschenke-ausgeben
www.hvnord.de

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