Hamburg News / Handel & Finanzen: Der Hamburger Innenstadtbereich ist. u.a. durch vielfältigtste Shoppingmöglichkeiten geprägt. Zudem haben sich z.Bsp. auch Banken, Handelsunternehmen und die Hamburger Börse in dem Kernbereich der Stadt angesiedelt.
© HamburgAmbassador Schweiz Walter Kägi

SERIE: Hamburg in der Welt

HamburgAmbassador in der Schweiz: "Hansestadt sollte die aktuellen Währungschancen nutzen und sich ein zusätzliches Stück vom Kuchen abschneiden!"

In Hamburg liegen Schweizer bei den ausländischen Übernachtungsgästen nach den Dänen an zweiter Stelle. Die Schweiz folgt Dänemark neuesten Zahlen der Hamburg Tourismus GmbH zufolge 2014 mit einem Zuwachs von 8,1 Prozent und 284.000 Übernachtungen. Hamburg könnte bei den Schweizern künftig aus verschiedenen Gründen noch beliebter werden.

“Hamburg ist und bleibt für die Schweiz eine ganz besondere Stadt, deren Ansehen nicht besser sein könnte. Mit dem Hafen ist sie DER Inbegriff einer internationalen und weltoffenen Handelsmetropole”, sagt Walter Kägi, HamburgAmbassador in Bern. “Entwicklungspotential sehe ich eher in der Metropolregion, die in meinem Land – wirtschaftlich und touristisch – noch relativ wenig erschlossen und bekannt ist.” Kägi hat als Schweizerischer Generalkonsul unter anderem fünfzehn Jahre in Europa gearbeitet und gelebt, zuerst je 5 Jahre in Dresden und Paris, dann von 2005 bis 2010 in Hamburg. Seit knapp fünf Jahren übt er das Ehrenamt als HamburgAmbassador in der Schweiz aus.

Kammer-Mitgliedschaft zur Vernetzung nutzen

Durch die geografische Nähe, der gleichen Mentalität und derselben Sprache seien kaum Hürden für eine erfolgreiche Zusammenarbeit vorhanden. Wirtschaftliche Kontakte ließen sich ohne Probleme direkt herstellen. Die bereits vorhandene enge Verknüpfung dürfte seiner Ansicht nach auch der Grund sein, weshalb eine vermehrte Standortförderung in der Schweiz kaum noch unerschlossene Märkte öffnen würde. “Trotzdem würde ich empfehlen, zum Beispiel für einen relativ bescheidenen Beitrag Mitglied der Deutsch-Schweizerischen Handelskammer in Zürich zu werden, so wie dies auch andere Bundesländer sind. Eine solche Mitgliedschaft wäre eine ideale Plattform, um Hamburg in der Schweiz noch weiter zu vernetzen.”

Gestiegene Export-Chancen

Durch die Währungsturbulenzen der vergangenen Wochen, das heißt dem Wegfall der Bindung des Schweizerfrankens an den Euro und der massiven Aufwertung des Frankens, ist ein Export von Waren und Dienstleistungen, zum Beispiel von Kosmetik, Mode, IT- und Logistikdienstleistungen, in die Schweiz finanziell noch attraktiver geworden. “Dies trifft auch auf den Tourismus zu, können doch Schweizerinnen und Schweizer jetzt noch günstiger in den Euroraum reisen. Die Schweizer Touristiker befürchten daher, dass nun Skiferien vermehrt nicht in ihrem eigenen Land, sondern beispielsweise im Allgäu oder in Österreich verbracht werden”, berichtet Kägi.

Auch Hamburg könnte profitieren, seit Jahren belegen Gäste aus der Schweiz einen Spitzenplatz. “Mit seinem wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Potential und seinen vielen touristischen Attraktionen ist Hamburg ein immer beliebteres Reiseziel, das für Schweizer Bürger nun auch noch kostengünstiger geworden ist. Diese Situation sollte sich auch Hamburg zunutze machen und sich ein zusätzliches „Stück dieses Kuchens“ abschneiden”, so der Rat des Hamburg-“Botschafters”.

Hamburgs Image im Wandel

Hamburgs berühmt-berüchtigtes Ansehen, das sich oft nur auf Hafen und Reeperbahn beschränkte, habe sich in den letzten Jahrzehnten zudem stark in positivem Sinne verändert. “Für ein Binnenland wie die Schweiz ist ein Hafen weiterhin ein grosser Anziehungspunkt, für Hamburg besonders hervorzuheben sind aber auch die vielfältigen kulturellen Anlässe, die Museen, die Musicals und auch der Kreuzfahrttourismus, die bei Schweizerinnen und Schweizer immer beliebter werden.”

Der Entscheid der Schweizerischen Nationalbank habe Verlierer, aber auch Gewinner hervorgebracht. Kägi: “Die Schweiz wird – aus ihrem eigenen Interesse und trotz aller Umstände – ein verlässlicher Partner bleiben, da die Abhängigkeit zum Euroraum groß und überlebenswichtig ist.”
kk

10 Jahre HamburgAmbassadors

Dass Hamburger im Ausland leben, hat seit Jahrhunderten Tradition. Wer als hanseatischer Kaufmann etwas werden wollte, der musste sich – bevor er in Hamburg seine eigene Firma gründete oder in das Kontor seines Vaters einstieg – erst einmal für ein paar Jahre im Ausland „den Wind um die Nase wehen lassen“.

Das HamburgAmbassador-Programm hat sich seit seiner Gründung im Juni 2005 zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt. Daran beteiligt sind die HWF (Hamburgische Gesellschaft für Wirtschaftsförderung mbH), die Senatskanzlei, die Handelskammer und die Hamburg Marketing GmbH. Derzeit werben 36 HamburgAmbassadors in 22 Ländern für Hamburg und erreichen vor Ort eine hochwertige Wahrnehmung der Stadt. HamburgAmbassadors sind ehrenamtlich tätige Idealisten, die sich für Hamburg an ihren Standorten in der Welt stark machen.

Jedes Jahr lädt das HamburgAmbassador Office zum Meeting in die Hansestadt ein, bei dem die HamburgAmbassadors von hochrangigen Vertretern der Stadt empfangen werden und die neusten Informationen aus erster Hand erhalten. In diesem Jahr feiert das HamburgAmbassador Meeting 10-jähriges Jubiläum. Das Schwerpunktthema lautet „Hamburg als Medienstadt“.

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