Hamburg News / Handel & Finanzen: Der Hamburger Innenstadtbereich ist. u.a. durch vielfältigtste Shoppingmöglichkeiten geprägt. Zudem haben sich z.Bsp. auch Banken, Handelsunternehmen und die Hamburger Börse in dem Kernbereich der Stadt angesiedelt.
Geschäftsabschluss - © www.mediaserver.hamburg.de / C. O. Bruch

Umfrage zu den Geschäftserwartungen in der Metropolregion

Herbstumfrage der Initiative pro Metropolregion Hamburg. 90 Prozent der Betriebe halten aktuelle Geschäftslage für „gut“ oder „befriedigend“

Die Geschäftserwartungen der Unternehmen in der Metropolregion sind im Herbst 2016 etwas verhaltener als in den Vorquartalen. Am positivsten fallen die Einschätzungen erneut bei den Betrieben in Mecklenburg-Vorpommern aus. Dies ergibt die aktuelle Konjunkturbefragung der Initiative pro Metropolregion Hamburg e.V. (IMH) für das dritte Quartal 2016.

Geringere Dynamik der deutschen Wirtschaft insgesamt

Das Geschäftsklima in der Metropolregion ging im Herbst 2016 leicht auf 113,4 Punkte zurück (Vorquartal: 116,7 Punkte, Vorjahresquartal: 114,2 Punkte). Eine gegenläufige Entwicklung ist nur in Mecklenburg-Vorpommern zu beobachten. Dort klettert der Klimaindex auf nunmehr 130,5 Punkte. In der Metropolregion insgesamt beschreiben nach wie vor rund 90 Prozent der befragten Betriebe ihre aktuelle Geschäftslage als „gut“ oder „befriedigend“, ihr Blick in die Zukunft hat sich dagegen etas eingetrübt: Weniger Firmen als in den Vorquartalen haben positive Geschäftserwartungen. Diese Einschätzung stimmt mit der Prognose des Sachverständigenrats überein, der für 2017 eine geringere Dynamik der deutschen Wirtschaft voraussagt. Analog sind auch die Exportaussichten etwas schlechter, bleiben aber positiv: 29,4 Prozent der Befragten erwarten für die kommenden zwölf Monate ein Plus im Exportgeschäft, 15 Prozent sagen einen abnehmenden Umfang voraus.

Auswirkungen des Welthandels

„Zahlreiche Unsicherheitsfaktoren befördern diese Entwicklung: von den Konflikten in Anrainerstaaten des östlichen Mittelmeers über die aktuelle Eintrübung der wirtschaftlichen Lage unseres Außenhandelspartners China bis hin zu den Auswirkungen der Wahlen in den USA. Auch der geplante Austritt der Briten aus der Europäischen Union wird den Außenhandel der Metropolregion Hamburg negativ beeinflussen“, so Prof. Hans-Jörg Schmidt-Trenz, Vorsitzender des Vorstands der IMH und Hauptgeschäftsführer der Handelskammer Hamburg.

Investitionsausgaben unverändert

Die Investitionsausgaben liegen in der Metropolregion in etwa auf Vorjahresniveau. Dabei zeigen sich die Unternehmen in Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern am investitionsfreundlichsten. „Die Investitionen werden helfen, im Wettbewerb der Regionen Boden gut zu machen“, betont Michael Thomas Fröhlich, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der IMH und Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Unternehmensverbände Nord. Die anhaltenden Investitionen hätten allerdings keinen positiven Effekt auf die Personalplanungen der Unternehmen, die verhaltener seien als in den ersten beiden Quartalen.

Geschäftsklima bei Handwerkern auf Allzeithoch

Die Konjunktur im Handwerk der Metropolregion Hamburg erreicht im Herbst mit 139 Punkten ein Allzeithoch. Dabei ist der Klimaindex – wie in den anderen Branchen – in Mecklenburg-Vorpommern am positivsten. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen der Metropolregion beschreiben ihre derzeitige Lage als gut. Auch ihr Blick in die Zukunft ist optimistisch: 39 Prozent der Befragten erwarten eine Verbesserung ihrer Geschäftslage in den nächsten zwölf Monaten. So rechnen die Handwerksbetriebe auch künftig mit Auftrags- und Umsatzzuwächsen. „Bei allen Handwerksgruppen ist das Geschäftsklima besser als im Vorjahr. Diese positive Entwicklung wird angesichts der ungebrochenen Nachfrage anhalten. Das gilt insbesondere für das Bauhauptgewerbe und das Ausbauhandwerk“, betont Henning Albers, Mitglied des Vorstands der IMH und Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Hamburg.

1.378 Industrie- und Handelsunternehmen sowie 757 Handwerksbetriebe

Die Industrie- und Handelskammern (IHK) sowie die Handwerkskammern (HWK) der Metropolregion Hamburg (HWK: Hamburg, Lübeck, Flensburg, Braunschweig-Lüneburg-Stade, Schwerin; IHK: Hamburg, Kiel, Lübeck, Lüneburg-Wolfsburg, Schwerin, Stade für den Elbe-Weser-Raum) führen regelmäßig zum Quartalsende Konjunkturbefragungen bei ihren Mitgliedsunternehmen durch. An der aktuellen Befragung nahmen 1.378 Unternehmen aus Industrie und Handel sowie 757 Handwerksbetriebe aus den Kammerbezirken der Metropolregion Hamburg teil.
ca/kk

Quellen und weitere Informationen:
www.pro-metropolregion-hh.de

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