Hamburg News / Handel & Finanzen: Der Hamburger Innenstadtbereich ist. u.a. durch vielfältigtste Shoppingmöglichkeiten geprägt. Zudem haben sich z.Bsp. auch Banken, Handelsunternehmen und die Hamburger Börse in dem Kernbereich der Stadt angesiedelt.
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Mehrheit der Hamburger Unternehmen will Migranten einstellen

Aktuelle Befragung der Handelskammer Hamburg. Plakataktion angekündigt. "Matching" auf Marktplatz am 4. November in der Handelskammer

Vier von fünf befragten Hamburger Unternehmen mit mehr als zehn Beschäftigten sind grundsätzlich bereit, Flüchtlinge als Praktikanten oder feste Mitarbeiter einzustellen. 70 Prozent der Firmen können sich vorstellen, Migranten als Auszubildende zu beschäftigen. Dies sind Ergebnisse einer Befragung der Handelskammer von 10.650 Betrieben, an der 1.672 Unternehmen teilgenommen haben.

Unternehmen und Flüchtlinge zusammenbringen

Die Handelskammer verfügt über eine Datei von Unternehmen, die für Vermittlungsbemühungen genutzt werden soll. Da die Stadt ab 1. November mit der Kompetenzfeststellung der Flüchtlinge beginne, könne dann ein erstes “Matching” erfolgen. Hierzu stellt die Handelskammer zwei Mitarbeiter für das Projekt W.I.R (“work and integration for refugees”) bereit. “Am 4. November werden wir im Rahmen eines Marktplatzes in unserer Handelskammer ausgewählte Flüchtlinge mit Hamburger Unternehmen im großen Börsensaal zusammenbringen, um erste Erfahrungen zu sammeln und hoffentlich auch erste Erfolge zu erzielen”, so Handelskammer Präses Fritz Horst Melsheimer.

Initiative “Angekommen in Hamburg”

Hauptgeschäftsführer Prof. Hans-Jörg Schmidt-Trenz kündigte außerdem eine Kampagne „Angekommen in Hamburg“ an. Es handele sich um eine Aktion mit Porträtfotos erfolgreich eingegliederter Flüchtlinge auf Plakaten und Aufklebern, bei der die Rolle der Unternehmen bei der Integration betont wird. So wolle man erste Erfolge kommunizieren und die Willkommenskultur in Betrieben und Gesellschaft fördern.

Weitere Ergebnisse der Umfrage

„Die Bereitschaft zur Integration, deutsche Sprachkenntnisse und die Bleibeperspektive sind die wichtigsten Kriterien bei der konkreten Eingliederung von Flüchtlingen in den Hamburger Arbeitsmarkt“, so Melsheimer. Für etwa zwei Drittel der Befragten sei die Bereitschaft der Flüchtlinge, sich integrieren zu wollen, „sehr wichtig“ und für über 60 Prozent der Wille der Flüchtlinge, rasch die deutsche Sprache zu lernen. Einen geklärten Aufenthaltsstatus sieht rund die Hälfte der Unternehmen als das wichtigste Einstellungskriterium an. 39 Prozent der Firmen würden Flüchtlinge auch dann als Praktikanten einstellen, wenn der Aufenthaltsstatus noch nicht gesichert ist.

Die Frage, ob die Unternehmensleitung oder eigene Mitarbeiter eine Patenschaft (Hilfe bei Behördengängen, Wohnungssuche, Einstieg in Arbeitskultur) für einen Flüchtling übernehmen würden, beantworten 30,2 Prozent der befragten Unternehmen der Umfrage zufolge mit „ja“ und 55 Prozent mit „eventuell“. 37,2 Prozent der Befragten würden auch einen firmenunabhängigen Paten akzeptieren, 41,8 Prozent könnten sich dies „eventuell“ vorstellen.
kk

Quelle und weitere Informationen:
www.hk24.de

Beratung für migrantische Unternehmen

Seit dem 1. August gibt es in der Handelskammer Hamburg auch eine neue Abteilung als Anlaufstelle für migrantische Unternehmer mit ausländischen Wurzeln. In der Abteilung „Migrantische Unternehmen“ sollen Kompetenzen aus verschiedenen Bereichen gebündelt werden, um speziell auf den Beratungsbedarf von Unternehmern mit Migrationshintergrund einzugehen. Dabei stehe neben der Beratung von Mitgliedsunternehmen der Handelskammer und Integrationsprogrammen, auch die Unterstützung von Migranten, die eine Unternehmensgründung planen, im Vordergrund. Lesen Sie hier dazu einen Bericht in den Hamburg News…

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