Hamburg News / Handel & Finanzen: Der Hamburger Innenstadtbereich ist. u.a. durch vielfältigtste Shoppingmöglichkeiten geprägt. Zudem haben sich z.Bsp. auch Banken, Handelsunternehmen und die Hamburger Börse in dem Kernbereich der Stadt angesiedelt.
Jens-Peter Saul - © Handelskammer Hamburg

Top-Manager wirbt in Dänemark für Hamburg

Ramboll-Chef Jens-Peter Saul wurde zum HamburgAmbassador in Kopenhagen ernannt. Fast 900 Hamburger Unternehmen unterhalten Geschäftsbeziehungen zu Dänemark

Hamburg stärkt die Beziehung zu Dänemark. Der Präsident der Deutsch-Dänischen Handelskammer und Vorstandsvorsitzender des Ramboll Konzerns Jens-Peter Saul wurde heute von Hamburgs Ersten Bürgermeister Olaf Scholz zum ehrenamtlichen HamburgAmbassador in Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen ernannt. Olaf Scholz überreichte die Ernennungsurkunde heute am Rande des von der Handelskammer Hamburg und der Deutsch-Dänischen Handelskammer organisierten zweiten Hamburg Copenhagen Business Forum.

Enge Kooperation der Ostsee-Anrainer

„Hamburg und die Ostseeanrainerstaaten kooperieren seit Jahrhunderten auf kultureller, wirtschaftlicher und politischer Ebene. Für Hamburg ist der Ostseeraum eine sehr wichtige Region. Von besonderer Bedeutung sind dabei unsere Beziehungen zu Dänemark. Durch die geplante feste Fehmarnbeltquerung werden wir noch enger zusammenrücken. Jens-Peter Saul steht wie kein anderer für diese Entwicklung und ich freue mich, dass wir ihn für das Ehrenamt des HamburgAmbassadors gewinnen konnten“, so Scholz.

Eng verbunden: Hamburg und Kopenhagen

Die Übergabe der Urkunde fand in Anwesenheit von Kopenhagens Oberbürgermeister Frank Jensen statt. „Für Kopenhagen und Dänemark ist Hamburg ein Sprungbrett nach Deutschland, Europa – und über seinen Hafen, in die ganze Welt. Für Deutschland ist Dänemark und Kopenhagen das Sprungbrett zu den Märkten in Skandinavien”, fügte der Kopenhagener Oberbürgermeister Frank Jensen hinzu. “Einen Ausbau der Infrastruktur zwischen beiden Metropolen, mit umweltfreundlichen und schnellen Personenzügen, unter anderem mit Anbindung an den Kopenhagener Flughafen, und mit Güterzügen – mit direkter Anbindung an den Hamburger Hafen- , werden die engen Bande zwischen unseren Metropolen weiter stärken. „Grüne“ Autobahnen zwischen Skandinavien und Hamburg mit unkompliziertem Zugang zu nicht fossilen Treibstoffen wie Strom, Wasserstoff, Naturgas etc., tragen zusätzlich zu einer positiven Entwicklung bei. Das ist für unsere Wirtschaft und unsere Organisationen – aber auch für die Regionen zwischen Hamburg und Kopenhagen und um uns herum, von großem Nutzen.”

Enge wirtschaftliche Verknüpfung

HamburgAmbassador Jens-Peter Saul ergänzte: „Die Wirtschaft in Dänemark und die Wirtschaft in Norddeutschland sind eng miteinander verknüpft. Besonders im Bereich nachhaltiger Technologien / Erneuerbare Energie ist die Region ein Kompetenzzentrum von dem beide Städte profitieren. Mehr als ein Drittel aller dänischen Firmen, die sich in Deutschland angesiedelt haben, wählten ihren Standort in der Region zwischen Flensburg und Hamburg. Hamburg ist der bedeutendste Standort der dänischen Wirtschaft in Deutschland. Ich möchte dazu beitragen, dass diese Verbindung noch enger wird“.

CEO eines europaweiten Dienstleisters

Jens-Peter Saul ist seit fast vier Jahren Vorstandsvorsitzender des Ramboll Konzerns. Ramboll ist eines der führenden Engineering- und Beratungskonzerne in Europa. Mit ca. 13.000 Ingenieuren und Beratern berät Ramboll Unternehmen, Städte und Kommunen im Bereich Energie, Bau, Städteplanung, Umwelt, Transport, Öl und Gas sowie Unternehmensberatungen. Von Städteplanung, Gesamtplanung von Großprojekten wie z.B. den Fehmarn Belt Tunnel, bis hin zur EU Gesetzgebung deckt Ramboll ein sehr breites Angebot an Dienstleistungen ab. Ramboll beschäftigt rund 380 Mitarbeiter in Deutschland, davon 220 in Hamburg. Zuvor war Saul seit 1994 in verschiedenen leitenden Funktionen für Siemens tätig, zuletzt als Vorstandsvorsitzender von Siemens Windpower.

Dänemark: Hamburgs drittwichtigster Auslandsinvestor

Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Hamburg und Dänemark sind eng. Der Flughafen Kopenhagen übernimmt für Hamburg eine wichtige Drehkreuzfunktion, weil von dort aus zahlreiche Direkt-Flugverbindungen nach China erreicht werden können. Umgekehrt ist der Hamburger Hafen für Dänemark der wichtigste Überseehafen. Er bietet der dänischen import- und exportorientierten Industrie Verbindungen in alle Welt. Der Geschäftsführer der HWF Hamburgische Gesellschaft für Wirtschaftsförderung mbH Dr. Rolf Strittmatter ergänzte: „In den Jahren 2012 – 2014 wurden 128 Firmen mit einer dänischen Kapitalbeteiligung von mehr als 50 Prozent in das Hamburger Handelsregister eingetragen. Dänemark liegt damit auf Platz 3 der Auslandsinvestitionen in Hamburg“.

900 Hamburger Unternehmen in Dänemark aktiv

Nach Angaben der Handelskammer Hamburg unterhalten fast 900 Hamburger Unternehmen Geschäftsbeziehungen zu Dänemark. Damit rangiert dieses Land auf Platz sieben der Statistik der Außenhandelsbeziehungen Hamburger Unternehmen. Von diesen Hamburger Unternehmen sind mehr als 200 mit einer Vertretung, einer Niederlassung, einer Produktionsstätte oder einer Beteiligung vor Ort in Dänemark aktiv. 40 Firmen haben eine Niederlassung in Dänemark. Zu diesen zählen die Firmen Still, Jungheinrich, Marquard & Bahls, Beiersdorf, Sasol Wax, Jebsen & Jessen, Damco und Helm. Die Unternehmen Kühne & Nagel, Weinmann Geräte für Medizintechnik und Sanford zählen zu den 136 Hamburger Firmen, die durch eine Beteiligung oder eine Auslandsvertretung in Dänemark vertreten sind.
Dänemark ist auch Partnerland der zurzeit stattfindenden hanseboot.

250 dänische Unternehmen in Hamburg

Die Präsenz dänischer Unternehmen am Standort Hamburg ist sehr stark: Etwa 250 dänische Unternehmen sind hier mit Niederlassungen präsent. Damit ist Hamburg mit großem Abstand der Standort mit den meisten dänischen Firmen in Deutschland. Vor allem dänische Firmen aus der Logistik- und Ernährungsbranche sowie den Erneuerbaren Energien wählen Hamburg als Standort. Daneben starten insbesondere auch Unternehmen der Designer- und Kreativwirtschaft ihren deutschen Markteintritt an der Elbe. Rund 50 Prozent der dänischen Investitionen in Hamburg entfallen auf Holdinggesellschaften. Viele große dänische Banken sind in Hamburg mit eigenen Filialen vertreten: die Danske Bank, die Jyske Bank sowie die Sydbank. Zu nennen sind aber auch bekannte dänische Großunternehmen wie Dong Energy, Velux, die Reederei Maersk., Carlsberg oder Vestas.

35 HamburgAmbassadors in 23 Ländern

Die HamburgAmbassadors sind ein internationales Netzwerk der Freien und Hansestadt Hamburg, durch das die Bekanntheit der Stadt weltweit weiter gesteigert wird. Die HamburgAmbassadors üben ein Ehrenamt aus, in das sie von Hamburgs Ersten Bürgermeister berufen werden. Offiziell treten die ernannten Personen im Ausland als “Honorary Representative of the Free and Hanseatic City of Hamburg” auf.

Die HamburgAmbassadors sind Persönlichkeiten, die mit der Hansestadt eng verbunden sind, dauerhaft im Ausland leben und dort eine herausragende Position in Wirtschaft, Kultur oder Gesellschaft einnehmen. Sie werben für die Stadt bei geschäftlichen Anlässen, durch einzelne Vorträge oder beispielsweise auf von ihnen ausgerichteten “Hamburg”-Abenden, zu denen Freunde, Geschäftspartner und Top-Entscheider eingeladen werden. Darüber hinaus werden die HamburgAmbassadors in die Planung von Messen, Tagungen, Kongressen und Empfängen einbezogen und unterstützen mit ihren Kontaktnetzwerken die Vorbereitung von Auslandsaktivitäten der Stadt. Derzeit gibt es 35 HamburgAmbassadors in 23 Ländern. Das Ambassador Programm ist organisatorisch bei der HWF Hamburgische Gesellschaft für Wirtschaftsförderung mbH verankert.
him

Quelle und weitere Informationen:
www.hamburg.de/international/ambassadors

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