Hamburg News / Handel & Finanzen: Der Hamburger Innenstadtbereich ist. u.a. durch vielfältigtste Shoppingmöglichkeiten geprägt. Zudem haben sich z.Bsp. auch Banken, Handelsunternehmen und die Hamburger Börse in dem Kernbereich der Stadt angesiedelt.
Clas Ohlson-Store-Eröffnung am Jungfernstieg - © Ulrich Perrey/Clas Ohlson

Schwedische Unternehmen zieht es nach Hamburg

Stadium, Clas Ohlson - zahlreiche schwedische Handelsketten wählen die Hansestadt als wichtigen Einstiegsmarkt für ihre Expansion nach Deutschland

Am 9. und 10. September reist das Hamburg Convention Bureau (HCB) mit dem Live-Kommunikations-Event „Hamburg on Tour“ nach Göteborg, um dort die Elbmetropole von ihren schönsten Seiten vorzustellen. Dazu gehören nicht nur touristische Attraktionen oder hanseatische Spezialitäten – auch Hamburger Unternehmen und Institutionen präsentieren sich dem interessierten Publikum. Mit dem Format „Hamburg on Tour“ stellt sich die Hansestadt regelmäßig in internationalen Metropolen vor, zuletzt in Kopenhagen und Wien. Dass mit Göteborg nun eine schwedische Destination hinzukommt, passt zu den intensiven Wirtschaftsaktivitäten, die Schweden und Hamburg miteinander verbinden.

Neueröffnung an Hamburgs Flaniermeile Nr. 1

Die zentrale S-Bahn-Station Jungfernstieg war schon Tage vor der Eröffnung in himmelblau, der Firmenfarbe des schwedischen Einzelhändlers Clas Ohlson, tapeziert. Seit dem 19. Mai können Hamburger ihre Schrauben, Töpfe und Elektrogeräte dort kaufen. Selbst Schwedens Königin Silvia stattete der ersten Deutschland-Filiale des schwedischen Lifestyle-Kaufhauses zur Eröffnung einen Besuch ab. „Ich glaube die Mentalität der Deutschen und der Schweden ist sich sehr ähnlich”, so Königin Silvia. In bester Lage an Hamburgs Flaniermeile Nr. 1, dem Jungfernstieg, wollen die Schweden beweisen, dass ihr Konzept auch in Deutschland aufgeht. Zwei weitere Filialen in Hamburg sollen folgen.

Hamburger sind kaufkräftig und trendbewusst

In Hamburg sind an die 1.000 Unternehmen am Außenhandel mit Schweden beteiligt. Hier befinden sich die Unternehmenszentralen von Alfa Laval, H&M und Vattenfall. „Für viele schwedische Einzelhandelsunternehmen ist Hamburg die natürliche Wahl, um in den deutschen Markt einzutreten”, sagt Ninni Löwgren Tischer von der deutsch-schwedischen Handelskammer. Ein Grund sei unter anderen die starke Kaufkraft der Hamburger. Hinzu komme, dass die Hanseaten innovativ und trendbewusst seien, was auch dem Profil vieler schwedischer Unternehmen entspreche.

Leif H Sjöström, schwedischer Diplomat und HamburgAmbassador, sieht auch die geografische Nähe und die guten logistischen Voraussetzungen der Hansestadt als Gründe für die „Schweden-Welle”. Auch kulturell sei man sich sehr nahe. „Die Bedeutung von Umwelt- und Qualitätsaspekten ist in beiden Ländern ebenfalls sehr groß”, so Sjöström.

Panduro, Gudrun Sjödén & Hästens

Auch die schwedische Sportmarke Stadium startete von Hamburg aus den Eintritt in den deutschen Markt. Mitte März eröffnete im Phoenix Center Hamburg der dritte Shop des Sportwaren-Händlers. Bisher war das Unternehmen mit einem Flagshipstore an der Mönckebergstraße und einer weiteren Filiale in Hamburg Altona vertreten.

Die Liste geht weiter: Neben bekannten schwedischen Namen wie der Modehandelskette Hennes & Mauritz, die ihr Deutschlandgeschäft 1980 von Hamburg aus startete und bis heute steuert, sowie dem schwedischen Möbelhaus Ikea, das in Hamburg drei Filialen, darunter das weltweit erste City-Ikea betreibt, sind auch die Bastelmaterialkette Panduro, die Modemarke Gudrun Sjödén und das Bettenhaus Hästens in Hamburg vertreten.

80 schwedische Firmen in der Hansestadt

Erst kürzlich wurden die Schilder am Store der Einrichtungskette Granit aufgehängt. Laut Löwgren Tischer stehen weitere Ansiedlungen in Aussicht. Die deutsch-schwedische Handelskammer berate derzeit gleich mehrere Unternehmen, die Hamburg als Standort favorisieren. Demnach gibt es derzeit rund 80 schwedische Firmen direkt in Hamburg.

Die Schweden fühlen sich ganz offensichtlich wohl in Hamburg. Seit 1883 besteht eine schwedische Gemeinde mit aktuell rund 670 Mitgliedern in und um Hamburg. Schwedisches Flair vermitteln zahlreiche Cafés, die ihre Kunden mit duftenden Zimtschnecken und Köttbullar verwöhnen. Zudem gibt es in Hamburg eine schwedische Schule – gelegen in einer Stadtvilla in Alsternähe. Im Gebäude der schwedischen Gemeinde an den Hamburger Landungsbrücken befindet sich auch das schwedische Honorarkonsulat. Die Regionalgruppe der schwedischen Handelskammer Regionalgruppe Nord organisiert regelmäßig Netzwerktreffen und Events.
kk/ca

Quellen und weitere Informationen:
www.hamburgontour.de
www.handelskammer.se/de
www.hamburg.de/clas-ohlson-hamburg

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