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Scholz wirbt in Paris für deutsches Modell der dualen Berufsausbildung

Zweitägiger Antrittsbesuch in Paris von Hamburgs Erstem Bürgermeister als Bevollmächtigter für deutsch-französische kulturelle Zusammenarbeit.

In seiner Funktion als Bevollmächtigter für die deutsch-französische kulturelle Zusammenarbeit hat Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz in Paris für das deutsche Modell der dualen Ausbildung geworben.

Duale Ausbildung als Ausweg aus der Jugendarbeitslosigkeit

Berufliche Bildung müsse „der Erfolg versprechende und möglich machende Abschluss der gesamten Bildungskarriere junger Leute sein, die in den Kitas beginnt und über die Schulen, die alle das Abitur ermöglichen, bis zur Hochschulkarriere und darüber hinaus geht. Oder eben bis zur Berufsausbildung, die allen jungen Leuten nicht nur theoretisch offenstehen darf. Sie muss alle einbeziehen, denen keine privilegierte intellektuelle oder künstlerische Karriere offensteht“, sagte Scholz bei seinem Antrittsbesuch in Paris. Mit Blick auf die „bedrückend hohe Jugendarbeitslosigkeit“ in vielen Ländern der Europäischen Union und angesichts des enormen Fachkräftemangels biete die duale Ausbildung gute Lösungsansätze.

Gute Erfahrungen und Erfolge

Deutschland habe mit der dualen Ausbildung seit langer Zeit gute Erfahrungen gemacht. Junge Erwachsene seien in der Ausbildung über zwei bis dreieinhalb Jahre in demselben Unternehmen in Betriebsprozesse aktiv und kontinuierlich eingebunden. Damit stünden sie nach Abschluss der Ausbildung bereits qualifiziert dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. Ein weiterer Vorteil der deutschen dualen Ausbildung bestehe in einer starken finanziellen und inhaltlichen Einbindung der Unternehmen. Auch das trage dazu bei, dass nach der regulären Ausbildungszeit „qualifizierte und sofort einsetzbare Arbeitnehmer in den Startlöchern, und oft schon aus ihnen heraus sind“. Voraussetzung sei allerdings, dass es gelingt, „die beteiligten Interessengruppen dafür zu gewinnen und davon zu überzeugen, dass die Investition in eine qualifizierte Berufsausbildung eine Investition in die Zukunft bedeutet“. Vom Potenzial an hoch qualifizierten Fachkräften „hängen Innovation, Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum, kurz: der Wohlstand eines Landes ab. Und Europas, denn das sind wir alle“, sagte Scholz.

Zusammenarbeit auf vielen Ebenen

Scholz würdigte die zurückliegenden Bemühungen um eine enge kulturpolitische Beziehung zwischen Deutschland und Frankreich und hob seine Vorgängerin, die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, besonders hervor. Neben dem Deutsch-Französischen Kulturrat arbeiteten zahlreiche andere Personen und Institutionen über Staatsgrenzen hinweg. „Alle gemeinsam kümmern sich um den Zusammenhalt unserer beiden Länder im Herzen Europas. Sei es durch das Vermitteln des kulturellen Erbes zur Stärkung einer regionalen Identität, die – so heißt es – Voraussetzung einer europäischen Identität sei. Sei es durch das Zusammenbringen junger Leute, das so wichtig ist, um einander zu verstehen. Scholz schloss mit den Worten: „Ich wünsche Frankreich und Deutschland eine gute gemeinsame Zukunft. Und ich freue mich, in meiner neuen Funktion daran mitwirken zu können.“
him

Quelle und weitere Informationen:
www.hamburg.de

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