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Revival der Riverkasematten – Eröffnung im Juni - © Henning Heide

Revival der Riverkasematten – Eröffnung am 8. Juni

Axel Ohm und Patrick Rüther, Pioniere der Hamburger Craft Beer-Szene, mit ganz neuem Konzept für ein Stück Hamburger Geschichte

Das „ÜberQuell“, so der neue Name, wird eine Kombination aus Mikrobrauerei, Pub und Pizzeria in den historischen Riverkasematten am Hamburger Fischmarkt. Hamburg News war schon vor der offiziellen Eröffnung am 8. Juni vor Ort.

Neues Kapitel für die bewegte Geschichte der Riverkasematten

Gerade werden die Zapfhähne eingebaut. „Das sind richtig gute, die halten entsprechend lange“, erklärt Axel Ohm zufrieden. Gute Qualität ist die Grundlage des „ÜberQuell“-Konzepts, das die historischen Riverkasematten zu neuem Leben erwecken soll. Das 1865 erbaute Gebäude diente schon als Lagerhalle, Luftschutzbunker und machte sich vor allem als angesagter Jazz-Club einen Namen. Die bewegte Geschichte des langgezogenen Baus und seine Verankerung im Stadtteil St. Pauli durch eine Art ´Mini-Museum` erlebbar zu machen, gehört ebenfalls zum Konzept. Axel Ohm und Patrick Rüther, die schon gemeinsam das Braugasthaus Altes Mädchen in den Schanzenhöfen auf einen erfolgreichen Kurs gebracht haben, werden an der Elbe maßgeblich unterstützt von Braumeister Tobias Hess (ehemals Weihenstephan) und Küchenchefin Yasmin Ambo Masse (ehemals Süllberg).

Mikrobrauerei, Pub und Pizzeria kombiniert mit Kunst und Historie

Am 8. Juni werden die Riverkasematten unter dem neuen Namen ÜberQuell offiziell eröffnet. Doch da Ohm und Rüther sich ungern auf ausgetretenen Pfaden bewegen, ist hier nicht nur der Name neu. Das ÜberQuell ist Mikrobrauerei, Pub und Pizzeria in einem, dazu kommt das Mini-Museum zur Bier- und Location-Geschichte, Urban Gardening und viel Kunst. „Wir sind eine Außenstelle der Millerntor Gallery“, sagt Ohm. Wände und Speisekarten werden von befreundeten Künstlern gestaltet. Weitere Freunde sorgen für ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm und „natürlich wird auch das Bier unserer Freunde ausgeschenkt“, betont Ohm.

Aus der eigenen Brauerei, dem namensgebenden ÜberQuell, kommen fünf Sorten direkt aus Ausschanktanks und damit möglichst frisch und unverfälscht ins Glas. „Dazu gibt es wechselnde Monats- und Saisonbiere, geschmacklich geeignet für Einsteiger, ebenso wie für Fortgeschrittene“, verspricht Ohm. Denn auch wenn hier die hohe Kunst des Craft Beers praktiziert wird, es soll keine Location für ´Beer Geaks` werden, „sondern ein Ort, wo sich ausprobieren lässt, wie unterschiedlich Bier schmecken kann.“

Craft Beer: unkonventionelle Geschmacksrichtungen handwerklich gebraut

Und bei Craft Beer lässt sich einiges herausschmecken. Die individuellen Rezepte der Braumeister, die spezifische Auswahl der Zutaten, oft regional erzeugt, sowie das – im Gegensatz zum industriell hergestellten – handwerklich gebraute Bier zeichnen Craft Beere aus. Durch unkonventionelle Geschmacksrichtungen, die Früchte, Schokolade, Gewürze aber auch Hummer oder Austern beinhalten können, grenzen sich Mikrobrauereien von ´Konzernbieren` ab und setzten auf Originalität und Individualität im Geschmack.

Ohne Frauen kein Bier? Die Bedeutung des Weiblichen in der Biergeschichte.

Spaß am Herausschmecken der verschiedenen Geschmacksnuancen hätten besonders Frauen, „eine bisher eher ignorierte Zielgruppe im Biergeschäft“, weiß Ohm. Tatsächlich haben Frauen von je her eine tragende Rolle in der Bierherstellung gespielt. Schon die Sumerer kannten die Bier-Göttin Ninkasi, nur weibliche Hopfen-Pflanzen taugen fürs Brauen und der Brauvorgang war historisch gesehen vor allem Frauensache. Allerdings musste Frau bei Fehlschlägen auch büßen. „Bier ist ein sensibles Produkt und so mancher Brauversuch im Mittelalter ging schief.“ 1591 brannte die letzte „Bierhexe“ auf dem Scheiterhaufen.

Gerade den Hamburgern gelang es jedoch früh, haltbare und wohlschmeckende Biere zu brauen. „Die gingen dann in alle Welt und erzielten Spitzenpreise. Das Hamburger Bier war ein Weltklasse-Produkt“, schwärmt Ohm, der durchaus an diese große Tradition anknüpfen möchte. Wenn das ÜberQuell gut ankommt, kann er sich den Export in bierliebende Länder gut vorstellen. Deutsche Biere werden besonders in Italien, Frankreich und den Niederlanden aber auch in China und den USA geschätzt.

Soft-Opening von Pub und Pizzeria

Aber zunächst geht alle Energie in die bevorstehende Eröffnung. „Vor dem offiziellen Termin am 8. Juni, wird es ein Soft-Opening von Pub und Pizzeria geben. Die beiden eigens von Handwerkern aus Neapel gemauerten Pizzaöfen stehen schon bereit, ebenso wie Chefköchin Yasmin Ambo Masse, deren erklärte Leidenschaft Teigwaren sind. Ihr Pizzateig darf bis zu 72 Stunden lang reifen, bevor er dann bei 480 Grad im Ofen für nur etwa eine Minute gebacken wird. Dazu kommen Salate und Leckereien im Soul-Food-Style auf den Tisch und natürlich gebe es auf Wunsch auch Wein, betont Ohm. „Ein guter Freund und Mastersommelier wird für ungewöhnliche Tropfen im Glas sorgen.“

Das Morgige heute schon auf den Tisch bringen

Ihr Knowhow und ihre Begeisterung an neuartigen Gastronomie-Konzepten mit hohem Qualitätsanspruch geben Ohm und Rüther gern weiter. Im Lager der weitgestreckten Riverkasematten wird ein Meeting Room zur (Bier)Schulung der eigenen Mitarbeiter eingerichtet, aber auch innovative Unternehmen aus anderen Branchen sind eingeladen von den Machern zu lernen. Zudem kann der Raum für externe Tagungen gemietet werden.

Die beiden Ausnahme-Gastronomen engagieren sich im German Leaders Club. Dahinter steht ein Netzwerk aus Gastronomen, die gern Neues wagen, um die Branche nach vorn zu bringen. Ihr Ziel: „Das Morgige heute schon auf den Tisch zu bringen und jungen Gastronomen den Einstieg in diese wunderbare, aber nicht ganz einfache Branche zu erleichtern“, so Ohm.
ys/kk

Weitere Informationen unter:
www.ueberquell.com

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