Hamburg News / Handel & Finanzen: Der Hamburger Innenstadtbereich ist. u.a. durch vielfältigtste Shoppingmöglichkeiten geprägt. Zudem haben sich z.Bsp. auch Banken, Handelsunternehmen und die Hamburger Börse in dem Kernbereich der Stadt angesiedelt.
Reihenhäuser fürs Gewerbe - © Jörg Munzinger

Reihenhäuser fürs Gewerbe

Der Gewerbecampus Elbcraft rief zunächst eher vorsichtiges Interesse hervor, jetzt übertrifft die Nachfrage das Angebot. Die Idee kommt an

Hamburg ist ein florierender Wirtschaftsstandort. Entsprechend groß ist der Wettbewerb um attraktive Flächen, sowohl im Wohnungsbau als auch bei der Entwicklung von Gewerbe- und Industrieflächen. Den Wohnungsbau hat Bürgermeister Olaf Scholz mit Macht vorangetrieben und zur Unterstützung von Gewerbetreibenden hat die HWF Hamburgische Gesellschaft für Wirtschaftsförderung mbH am 11. April die Hamburg Invest Entwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG gegründet. Sie wird zukünftig die Vermarktung städtischer Gewerbe- und Industrieflächen übernehmen.

Im Stil amerikanischer Industriearchitektur

Als private Initiative, Handwerkern, Dienstleistern und Kreativen „neue, individuelle Flächen anzubieten“ verstehen Jörg Munzinger und Bärbel Lüdemann ihren Gewerbecampus Elbcraft. Die Idee: Flexible Werksflächen im Erdgeschoss, Büroräumlichkeiten im Stockwerk darüber in einer Gesamtfläche von 150 bis 220 Quadratmetern und alles aufgebaut wie Reihenhäuser.

Reihenhäuser für Gewerbetreibende? Die Idee ist neu in Hamburg. Und obwohl Munzinger und Lüdemann von ihrem Prototyp vollkommen überzeugt waren, gingen sie mit dem Bau und der Vermarktung ein Wagnis ein. Dabei spreche der praktische Ansatz eigentlich für sich, so Munzinger. „Jede der sechs Einheiten verfügt über einen heckenumsäumten Vorplatz, als Ladehof nutzbar.“ Über ein ebenerdiges Rolltor ist die Hallenfläche schnell und komfortabel zugänglich, „keine lästigen Rampen, Lastenaufzüge oder Gänge erschweren den Warentransport“, betont der Architekt. Große Fenster und Oberlichter sorgen in der zweiten Ebene für viel Tageslicht, ideal für Büroarbeiten oder kreative Tätigkeiten. „Im Stil haben wir uns an der amerikanischen Industriearchitektur der 20 Jahre orientiert. Modern modifiziert und für Hamburg passend gemacht“, erläutert Munzinger die Backstein-Optik.

Standort Peute: Zentral gelegen und mit Potenzial

„Wir waren sicher, die Einheiten gleich vom Papier weg vermieten zu können. Doch erst der Rohbau und die kontinuierliche Unterstützung der Hamburger Immobiliendatenbank HDB www.hdb-hamburg.de der Hamburgischen Gesellschaft für Wirtschaftsförderung mbH sorgte für erstes Interesse“, erzählt Munzinger. Ein mögliches Problem: Der Standort Peute. „Die Peute gehört zu den am meisten unterschätzten Gewerbegebieten in Hamburg, heißt es – und ich stimme zu“, sagt der 45-Jährige. „Sobald den Interessenten klar wurde, dass es sich um die südliche Elbseite handelt, verwandelt sich diese Tatsache in eine psychologische Hürde.“ Dabei sei der Standort ungeheuer zentral gelegen: Zehn Autominuten vom Rathaus entfernt, mit Anbindung an die A1 und A7 und die S-Bahn Veddel ist gerade mal 1.300 Meter entfernt. „2018 wird hier zudem die U-Bahnstation Elbbrücken eröffnet und schon jetzt halten zwei Buslinien genau vor unserem Gewerbecampus.“

Dennoch fänden sich im näheren Umfeld noch viele Brach- oder Freiflächen, die nur wenig erschlossen sind. „Es ist im Grunde eine Gegend, die noch nicht erwacht ist. Oder vielmehr noch nicht wieder erwacht ist.“ Denn in den 20er Jahren hätten hier richtig viele Menschen gearbeitet „und es gibt keinen Grund, warum das nicht erneut der Fall sein soll. Der Standort hat viel Potenzial“, ist Munzinger überzeugt.

Die Mieter kommen aus diversen Branchen

Mit dem Gewerbecampus Elbcraft ist jedenfalls ein weiterer Schritt zur Wiederbelebung getan. „Zur Fertigstellung waren alle Einheiten vermietet und noch heute kommen Anfragen von Mietinteressenten. Am Ende hätten wir jede Fläche dreimal vermieten können.“ Zu den aktuellen Mietern gehören zwei Startups. Eines, das sich auf Equipment für die Ölindustrie und eines, das sich auf die Produktion und den Vertrieb von Werbemitteln spezialisiert hat. Dazu ein Servicestützpunkt eines Elektrokonzerns aus dem Ruhrgebiet, ein Zeitungslogistiker, ein Malermeister und ein Anbieter von Servicedienstleistungen rund um gastronomische Kaffeemaschinen. Unter den Bewerbern, die nicht mehr zum Zuge kamen, waren auffällig viele aus der Food-Branche, stellt Munzinger fest. „Von einer veganen Bäckerei, über ein Cateringunternehmen für Kitas bis zu einer Whisky-Destillerie war alles dabei. Doch mit dem Mix, so wie er jetzt ist, sind wir sehr zufrieden.“ Falls die Initiatoren von Elbcraft ein geeignetes Grundstück finden, könnten sie sich weitere Gewerbe-Reihenhäuser vorstellen.
ys

Weitere Informationen unter:
www.elbcraft.de

HDB

Die HDB – www.HDB-hamburg.de – ist das Hamburger Onlineportal für private Gewerbeimmobilien und zentrales Gewerbeimmobilienschaufenster der Stadt Hamburg. Der Immobilienservice der Hamburgischen Gesellschaft für Wirtschaftsförderung mbH unterstützt Unternehmen bei der Suche nach passenden Immobilien und hat hierzu die HDB entwickelt. Sie bietet eine umfangreiche Übersicht von Angeboten von Eigentümern, Projektentwicklern und renommierten Hamburger Maklerhäusern.

Der Service reicht von der Vermittlung geeigneter Büro-, Hallen-, Lager- und Gewerbeflächen über die Onlinedatenbank und die Nutzungsmöglichkeiten von Büroservice-Leistungen bis zur Betreuung von Unternehmen, die eigene Standorte planen und oder bebaute oder unbebaute Grundstücke suchen.
www.hdb-hamburg.de

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