Hamburg News / Handel & Finanzen: Der Hamburger Innenstadtbereich ist. u.a. durch vielfältigtste Shoppingmöglichkeiten geprägt. Zudem haben sich z.Bsp. auch Banken, Handelsunternehmen und die Hamburger Börse in dem Kernbereich der Stadt angesiedelt.
© Handelskammer Hamburg Ulrich Perrey

Pilotprojekt: Berufliche Kompetenzen von Flüchtlingen zertifiziert

14 Teilnehmer erhalten Nachweise für künftige Arbeitgeber. Hamburger Wirtschaft zufrieden mit 3+2-Regelung

Die ersten 14 Flüchtlinge haben für die Feststellung ihrer beruflichen Kompetenzen in der Gastronomie Zertifikate in der Handelskammer überreicht bekommen. „Dieses Zertifikat soll vor allem Unternehmen, bei denen Sie sich für ein Praktikum, eine Beschäftigung oder eine duale Berufsausbildung bewerben, einen besseren Überblick über ihre beruflichen Vorkenntnisse geben und den Entscheidungsprozess für ihre Einstellung erleichtern“, sagte Ulrich Brehmer, stellvertretender Handelskammer-Hauptgeschäftsführer, bei der feierlichen Übergabe am Freitag. Er zeigte sich in diesem Zusammenhang zufrieden über „3+2-Regelung“ und der Aussetzung der Vorrangprüfung.

Orientierung am ersten Ausbildungsjahr

Die überwiegend aus Syrien und dem Irak Geflüchteten hatten zwei Wochen lang ihre Fähigkeiten in den Bereichen Küche, Service und Housekeeping gegenüber Berufsbildungsexperten der Handelskammer und dem Grone-Bildungszentrum bei Praxisübungen und theoretischen Testverfahren unter Beweis gestellt. Dabei hatten sich die Prüfer an grundlegenden Anforderungen orientiert, die Jugendliche im Rahmen des ersten Ausbildungsjahres ihrer dualen Berufsausbildung in den entsprechenden Berufen erlernen.

Hintergrund des Pilotprojekts: Bei der Vermittlung von Flüchtlingen hatten die Partner – Agentur für Arbeit, Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, Grone Hamburg, Handelskammer und Jobcenter Hamburg – festgestellt, dass kaum Einschätzungen darüber vorliegen, was die beruflichen Kompetenzen und Erfahrungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt überhaupt wert sind, die Flüchtlinge bereits in ihren Heimatländern erworben haben.

Hohe Motivation

„Mit diesem Projekt haben wir den Beweis angetreten, dass es durchaus auch in kurzer Zeit gelingen kann, Geflüchtete in den Arbeitsmarkt zu integrieren“, sagte Ulrich Wessels, Geschäftsführer von Grone Hamburg. „Die hohe Motivation und die unerwarteten guten beruflichen Kenntnisse der Geflüchteten haben bereits erste interessierte Unternehmen auf den Plan gerufen.” Angesichts nahezu 1000 unbesetzter Stellen in Hamburger Restaurants und Hotels könne das Projekt auch in Zukunft eine Erfolgsgeschichte darstellen.
kk

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Quelle und weitere Informationen:
www.hk24.de

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