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Öffentlicher Dienst: Mehr Frauen in Führungspositionen

Senat legt Erfahrungsbericht zum Gleichstellungsgesetz vor. Frauen bekleiden demnach rund 40 Prozent der Führungspositionen der hamburgischen Verwaltung

Das Hamburgische Gesetz zur Gleichstellung von Frauen und Männern im öffentlichen Dienst (Gleichstellungsgesetz) entfaltet zweieinhalb Jahre nach Inkrafttreten in den Behörden und Ämtern seine Wirkung. Auch wenn es in manchen Bereichen noch Handlungsbedarf gibt, sei es gelungen, bei zentralen Fragestellungen der Gleichstellung wie Frauen in Führungs- und in Spitzenfunktionen oder bei der gleichmäßigeren Verteilung der Geschlechter auf die Berufsgruppen Fortschritte zu erreichen – so das erste Fazit des Hamburger Senats.

Mehr Frauen als Männer in der Verwaltung beschäftigt

Der Frauenanteil an allen Beschäftigten der Freien und Hansestadt Hamburg ist nach Angaben des Senats gestiegen. Ende 2016 waren 55,3 Prozent aller Beschäftigten Frauen und 44,7 Prozent Männer. Der Anteil der Frauen in Führungspositionen der hamburgischen Verwaltung betrug zum 31. Dezember 2016 39,9 Prozent. Insbesondere bei den Amtsleitungen und Geschäftsführungen von Landesbetrieben, der Führungsebene direkt unterhalb der Behördenleitung, sei der Frauenanteil von 14,5 Prozent (2012) auf 24,2 Prozent gesteigert worden.

Nicht nur in den absoluten Spitzenpositionen der Verwaltung zeige sich eine positive Tendenz. Auch auf der Ebene darunter, bei den Abteilungs- und Referatsleitungen entwickelten sich die Anteile erfreulich und liegen nun bei 35 Prozent.

Teilzeit bleibt „Domäne der Frauen“

In den traditionell männlich dominierten Berufsgruppen der Architektinnen und Architekten und Bauingenieurinnen und Bauingenieuren konnte der Anteil der Frauen auf 44,4 Prozent gesteigert werden. Auch im Polizeivollzugsdienst nahm der Frauenanteil zu. 2016 lag er bei 24,9 Prozent. Teilzeitbeschäftigung ist der Auswertung zufolge immer noch eine „Domäne der Frauen“: Der Anteil der Männer in Teilzeit war mit 14,3 Prozent deutlich geringer als der der Frauen (49,5 Prozent).

„Wir sind bei der Gleichstellung insgesamt auf einem guten Weg. Vor allem ist es erfreulich, dass wir beim Thema Frauen und Führung vorangekommen sind. Es gibt aber auch noch Handlungsbedarfe, und das Personalamt und die Behörden, Ämter und Betriebe werden ihre Bemühungen fortsetzen und intensivieren“, so Staatsrat Dr. Christoph Krupp.
ca/kk

Quellen und weitere Informationen:
www.hamburg.de/pressearchiv

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