Hamburg News / Handel & Finanzen: Der Hamburger Innenstadtbereich ist. u.a. durch vielfältigtste Shoppingmöglichkeiten geprägt. Zudem haben sich z.Bsp. auch Banken, Handelsunternehmen und die Hamburger Börse in dem Kernbereich der Stadt angesiedelt.
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Hier wächst und schrumpft die Metropolregion Hamburg

Das HWWI hat eine Studie über die Wohnungsmärkte in der Metropolregion Hamburg vorgestellt – Experten diskutierten sie im Rathaus

Die Studie bildet die Grundlage der Regionalkonferenz 2015 zum Thema “Wohnen mit Zukunft” mit 400 Teilnehmern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, die sie im Hamburger Rathaus unter anderem mit Hamburgs Erstem Bürgermeister Olaf Scholz diskutierten.

Demographischer Wandel

Prof. Alkis Henri Otto hat in der Studie die Auswirkungen des demographischen Wandels auf die Wohnungsmärkte in der Metropolregion Hamburg festgehalten: Wo wächst die Metropolregion – und wo schrumpft sie? Die Studie wurde gemeinsam von der Metropolregion, dem Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V., Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Niedersachsen und Bremen e.V. und der Initiative pro Metropolregion Hamburg e.V. in Auftrag gegeben.

Unterschiedliche Entwicklungen bei der Wohnraumnachfrage

Aufbauend auf einer Analyse wohnungsmarktrelevanter Trends und der regionalen Bevölkerungsvorausberechnung des BBSR (Raumordnungsprognose 2035) wird in der Studie die Entwicklung in der Metropolregion bis zum Jahr 2030 mit Hilfe des HWWI-Wohnungsmarktmodells skizziert. Danach werden deutliche Unterschiede in der Entwicklung für die Teilräume der Metropolregion erwartet: Während sich Wohnraumnachfrage und Wohnungsangebot in Hamburg und den Umlandkreisen weiterhin dynamisch entwickeln werden, dürften sie in den Kreisen am Rand der Metropolregion allenfalls moderat zunehmen oder gar zurückgehen.

An manchen Stellen muss nicht gebaut, sondern um neue Bewohner geworben oder zurückgebaut werden. Hier stehen die unterschiedlichen Kreise und Akteure vor völlig unterschiedlichen Aufgaben. Insgesamt wird es durch den stetigen Anstieg des Seniorenanteils zu einem steigenden Bedarf an kleinen Wohnungen für ein bis zwei Personen kommen.

Flüchtlingsandrang verändert den Wohnungsmarkt

Auch mit den Auswirkungen der aktuellen Flüchtlingszahlen auf den Wohnungsmarkt beschäftigt sich die Studie. Um die Bedeutung der aktuellen Entwicklungen auf die langfristigen Bevölkerungszahlen und die Wohnnachfrage einschätzen zu können, vergleicht sie die aktuellen Zahlen mit denen Anfang der 1990er Jahre. Grob abgeschätzt würden laut Königsteiner Schlüssel auf die Bundesländer Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein insgesamt 17,3% der Flüchtlinge verteilt. So entfielen auf die Metropolregion Hamburg etwa 6,5% aller Flüchtlinge. Damit wären 2015 um die 35.000 Flüchtlinge mehr als im Jahr 1992 unterzubringen. Dies wird die Wohnungsmärkte der Metropolregion kurzfristig vor erhebliche Herausforderungen stellen.

Hochrangig besetzte Podiumsdiskussion

In einem anschließenden Podiumsgespräch setzten sich Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen in Hamburg, Volker Hatje, Bürgermeister der Stadt Elmshorn, Reinhard Mach, Bürgermeister der Stadt Ludwigslust, Ulrich Mädge, Oberbürgermeister der Hansestadt Lüneburg, Marko Lohmann, Vorsitzender des Verbandes norddeutscher Wohnungsunternehmen in Hamburg und der Präsident des Deutschen Mieterbundes Dr. Franz-Georg Rips mit diesen Ergebnissen auseinander.

Prof. Dr. Ingrid Breckner aus dem Arbeitsgebiet Stadt- und Regionalsoziologie der HCU Hamburg beleuchtete in ihrem Vortrag die Wohnbedürfnisse verschiedener Bevölkerungsgruppen.

Von Best-Practices lernen

Am Nachmittag ging es in vier Foren um den Hamburger Wohnungsmarkt, die urbanen Zentren und die ländlichen Räume sowie den Umgang mit der Kostenentwicklung. Kurze Impulsreferate aus Wirtschaft, Planung und Wissenschaft, fachkundige Moderatoren und die Gäste der Konferenz diskutierten gemeinsam die zentralen Herausforderungen rund um das Thema Wohnen. Ziel war es, neue Handlungsfelder zu bestimmen, bestehende Kooperationen zu festigen sowie neue zu begründen. Dabei war es wichtig, von guten Beispielen zu lernen, sich für Projekte und Maßnahmen abzustimmen und gemeinsam aktiv zu werden.
him

Quelle und weitere Informationen:
www.hwwi.org
http://metropolregion.hamburg.de/regionalkonferenz

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