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Mistral - das neue Superhirn des Deutschen Klimarechenzentrums

Offizielle Rechnereinweihung am 5. Oktober. Zweite Ausbaustufe 2016 geplant. Klimasimulationen werden präziser

“Mistral” heißt das neue Arbeitspferd. Am 1. Juli 2015 hat die erste Ausbaustufe des neuen Hochleistungsrechnersystems für die Erdsystemforschung (HLRE-3), Mistral, den Regelbetrieb aufgenommen. Es löst das bisherige System “Blizzard” ab, das seit 2009 im Dienste der Klimaforschung rechnet. Am 5. Oktober 2015 wird die offizielle Rechnereinweihung am Geomatikum mit Nutzern, Partnern und Kollegen gefeiert.

Spitzenrechenleistung von 1,4 PFlops

Mistral, das neue Hochleistungsrechnersystem für die Erdsystemforschung (HLRE-3), besteht aus Rechnerkomponenten der Firma Bull, Festplattensystem von Xyratex/Seagate sowie einer Hochleistungsvernetzung von Mellanox. Diese Komponenten sind auf 41 zum Teil tonnenschwere, telefonzellengroße Schränke verteilt, die mit Bündeln von Glasfaserleitungen verbunden werden.

Die rund 1.500 Rechenknoten auf der Basis von Bullx B700 DLC Systemen mit je zwei Intel 12-Kern-Haswell-Prozessoren mit ingesamt 36.000 Prozessorkerne erreichen eine Spitzenrechenleistung von 1,4 PFlops und damit etwa eine Zunahme um den Faktor neun gegenüber der IBM Power6. Der Hauptspeicher des Systems wächst fast um den Faktor sechs auf 120 TB und das neue, Lustre-basierte parallele Dateisystem wird mit zunächst 20 PByte ebenfalls mehr als dreimal so viel Speicherplatz bieten wie das der Blizzard.

Zweite Ausbaustufe 2016

Die zweite Ausbaustufe von “Mistral” soll ab Sommer 2016 zur Verfügung stehen. Rechenleistung und Speicherplatz werden damit nochmals mehr als verdoppelt. Mit einer Rechenleistung von 3 PFlops und einem 50 PByte großem parallelen Dateisystem können dann etwa regional höher aufgelöste Klimasimulationen durchgeführt und ausgewertet werden, mehr Prozesse in Erdsystemmodellen berücksichtigt werden oder die Unsicherheiten in Klimaprojektionen reduziert werden.
him

Quelle und weitere Informationen:
www.dkrz.de

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