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Mehr Frauen in Führungspositionen: Neues Gleichstellungsgesetz für Hamburg

Senat will im öffentlichen Dienst mehr Frauen in Spitzenfunktionen und bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Der Senat setzt sich weiter für die Gleichstellung von Frauen und Männern in der öffentlichen Verwaltung ein. Dazu hat er in dieser Woche den Entwurf des Hamburgischen Gesetzes zur Gleichstellung von Frauen und Männern im öffentlichen Dienst beschlossen und der Hamburgischen Bürgerschaft zur Beratung zugeleitet.

Das künftige Gesetz betrifft alle rund 80.000 Beschäftigten der Freien und Hansestadt Hamburg sowie rund 57.000 Beschäftigte der öffentlichen Unternehmen. Es soll das bisherige Gleichstellungsgesetz aus dem Jahr 1991 ablösen.

Beide Geschlechter im Blick

Eine von mehreren zentralen Neuerungen: Künftig sollen nicht nur Frauen, sondern beide Geschlechter in den Blick genommen werden: Anknüpfungspunkt für gleichstellungspolitische Maßnahmen ist die Zugehörigkeit zum unterrepräsentierten Geschlecht. Diese liegt vor, wenn der Frauen- oder Männeranteil weniger als 40 Prozent beträgt. Bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung sind Bewerberinnen und Bewerber vorrangig zu berücksichtigen, wenn sie dem unterrepräsentierten Geschlecht angehören.

Davon werden qualifizierte Frauen profitieren. Denn auch wenn in den vergangenen Jahren der Frauenanteil an Führungspositionen demnach auf rund 39 Prozent gesteigert werden konnte, liege der Frauenanteil bei den Spitzenfunktionen der B-Besoldung erst bei 17 Prozent.

„Gleichstellung ist ein Gewinn für alle. Dem Senat ist eine gerechte Teilhabe von Frauen und Männern in allen Lebensbereichen wichtig. Da muss der Staat als Arbeitgeber mit gutem Beispiel vorangehen. Wir wollen mehr Entwicklungschancen für Frauen, gerade auch in Führungs- und Spitzenfunktionen und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie – für Frauen wie für Männer. Das neue Gleichstellungsgesetz sorgt für mehr Verbindlichkeit und Klarheit. Es bietet eine gute Grundlage, die Geschlechtergerechtigkeit im öffentlichen Dienst in den kommenden Jahren voranzubringen“, sagte Justiz- und Gleichstellungssenatorin Jana Schiedek.

Quelle:
Pressestelle des Senats

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