Hamburg News / Handel & Finanzen: Der Hamburger Innenstadtbereich ist. u.a. durch vielfältigtste Shoppingmöglichkeiten geprägt. Zudem haben sich z.Bsp. auch Banken, Handelsunternehmen und die Hamburger Börse in dem Kernbereich der Stadt angesiedelt.
© Hotel Atlantic Kempinski Hamburg

Boomtown Hamburg: Markt für Gewerbeimmobilien wächst rasant

Transaktionsvolumen um ein Drittel gestiegen. Objekte im Werk von 3.65 Milliarden Euro wurden 2014 gehandelt. Besonders gefragt: City und HafenCity

Gewerbeimmobilien in Hamburg sind so gefragt wie schon lange nicht mehr. Das gesamte Transaktionsvolumen betrug 2014 rund 3,65 Milliarden Euro. Allein im 4. Quartal wurden Gewerbeobjekte mit einem Volumen von 1,25 Milliarden Euro gehandelt, teilte das Immobilienunternehmen Grossmann & Berger GmbH mit. Es stieg damit im Jahresvergleich um nahezu ein Drittel. „Dies ist das beste Ergebnis seit dem Jahr 2007“, so Axel Steinbrinker, Geschäftsführer von Grossmann & Berger.

„Die Hälfte der zwölf größten bekannten Transaktionen über 80 Millionen Euro fanden im vierten Quartal statt. Im Gesamtjahr 2014 wurden 20 Verträge mit Volumina über 50 Millionen Euro registriert, sieben davon über 100 Millionen Euro. Auch für 2015 rechnen die Immobilien-Experten mit einer weiter großen Nachfrage.

Begehrt: City, HafenCity und St. Pauli

Mit Anteilen am Transaktionsvolumen von knapp 33 Prozent und 15 Prozent konzentrierten sich die Investoren auf die Teilmärkte City und HafenCity. Von den zwölf größten Verträgen in 2014 wurden jeweils vier in der City und der HafenCity geschlossen. Größter bekannter Verkauf in der HafenCity und gleichzeitig der größte Abschluss des Gesamtjahres war die Veräußerung eines fünf Objekte umfassenden Portfolios für über 200 Millionen Euro. Dieser Abschluss fiel in das 4. Quartal.

Grossmann & Berger GmbH

Im Teilmarkt City blieb die Transaktion von Karstadt-Sport durch Signa Holding an Pramerica für rund 110 Millionen Euro aus dem 2. Quartal der vom Volumen her größte Abschluss. Mit 11,5 Prozent am Transaktionsvolumen stand auch der Teilmarkt St. Pauli im Fokus der Investoren. Drei der bekanntesten Gebäude von St. Pauli – das Atlantic Haus, die Tanzenden Türme und das Millerntor – wechselten 2014 den Eigentümer.

Die größten Transaktionen

Büroobjekte waren mit einem Anteil von knapp 74 Prozent bei einem Volumen von 2,69 Mrd. Euro die am meisten gehandelten Assets auf dem Hamburger Investmentmarkt. Bei zehn der zwölf größten Verkäufe mit einem Volumen von rund 1,37 Mrd. Euro handelte es sich um Objekte dieser Assetklasse. Nennenswerte Anteile erreichten mit knapp 12 Prozent Einzelhandelsobjekte und mit knapp 7 % die Assetklasse Hotel. Größter bekannter Einzelhandels-Abschluss blieb die bereits erwähnte Veräußerung von Karstadt-Sport. Rund ein Drittel des Hotel-Transaktionsvolumens entfiel auf den größten in dieser Assetklasse registrierten Verkauf des Atlantic Kempinski für rund 80 Millionen Euro durch die Octavian Hotel Holding an Asklepios im 4. Quartal.

Hamburg international beliebt

Das gewerbliche Transaktionsgeschehen wurde von nationalen Anlegern bestimmt, wobei auf Käufer- und Verkäuferseite über 40 Prozent der Investoren aus dem Ausland kamen. „Bei den zwölf größten Transaktionen waren internationale Akteure überdurchschnittlich vertreten“, sagt Steinbrinker. Die Käufer und Verkäufer aus dem Ausland stammten hauptsächlich aus den USA, der Schweiz, Schweden, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Österreich und Spanien.

Weiter große Nachfrage 2015

„Angesichts dieses Rekordergebnisses werden Erinnerungen an die letzten Boomjahre und die anschließende weltweite Finanzkrise wach“, so Steinbrinker. „Heute haben wir aber eine andere Situation. Die Zinsen sind zwar niedrig, Liquidität und Anlagedruck hoch, die finanzierenden Banken jedoch wesentlich vorsichtiger. Investoren kaufen Objekte nicht mehr „im Vorbeigehen“, sondern führen sorgfältige Due-Diligence-Verfahren durch, bevor sie sich entscheiden. Dies schützt auch den Hamburger Investmentmarkt vor einer Überhitzung“. „Angesichts der großen Nachfrage und einiger zu erwartenden großvolumigen Transaktionen gehen wir für 2015 von einem weiterhin regen Marktgeschehen aus.“

Auch der Büromarkt in Hamburg legt zu

Der Hamburger Büromarkt erzielte im Jahr 2014 einen Flächenumsatz von 513.000 m². Damit steigerte die Hansestadt nicht nur das Vorjahresergebnis um knapp 17 Prozent, sondern liegt auch 7 Prozent über dem zehnjährigen Durchschnitt. Das ergibt der Büromarkt-Report 2015, den BNP Paribas Real Estate (BNPPRE) Mitte Februar veröffentlichen wird.

Besonders viele Großabschlüsse

Im Vergleich mit den anderen großen Bürostandorten ist Hamburg damit neben Berlin der einzige Markt, der gegenüber dem Vorjahr spürbar zulegen kann, und belegt nach Berlin und München den dritten Platz. „Überdurchschnittlich viele Großabschlüsse über 10.000 m² haben dieses Ergebnis ermöglicht und auch zu einem hohen Eigennutzeranteil beigetragen“, erläutert Marco Stahl, Geschäftsführer der BNP Paribas Real Estate GmbH und Hamburger Niederlassungsleiter. Die größten Verträge des Jahres entfielen auf die Telekom in der City Nord (32.200 m²) und die VBG Verwaltungs-Berufsgenossenschaft Gesetzliche Unfallversicherung in Barmbek (22.000 m²).
ker

Quelle und weitere Informationen:
www.grossmann-berger.de
www.realestate.bnpparibas.de

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