Hamburg News / Handel & Finanzen: Der Hamburger Innenstadtbereich ist. u.a. durch vielfältigtste Shoppingmöglichkeiten geprägt. Zudem haben sich z.Bsp. auch Banken, Handelsunternehmen und die Hamburger Börse in dem Kernbereich der Stadt angesiedelt.
Hörsaal Universität Hamburg - © Schell / Universität Hamburg

HWWI: Jeder fünfte Beschäftigte in Hamburg ist Akademiker

Ergebnisse einer aktuellen Studie im Auftrag der Haspa. Demach kommen auch immer mehr Studienanfänger von außerhalb zum Studium nach Hamburg

Die Zahl der Akademiker in Hamburg wächst stetig, sodass aktuell rund jeder fünfte Beschäftigte in der Hansestadt über einen akademischen Abschluss verfügt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die das Hamburgische Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) im Auftrag der Hamburger Sparkasse (Haspa) durchführte und am 24. August veröffentlichte. „Die Wirtschaft der Hansestadt Hamburg ist durch wissensintensive und hochtechnologische Industrien und Dienstleistungsbranchen geprägt“, heißt es in der Mitteilung. Nicht zuletzt deshalb sei Hamburg auf qualifizierte und gut ausgebildete Erwerbspersonen angewiesen. Als Hochschulstandort gewinne Hamburg auch überregional an Bedeutung. Private Hochschulen werden bei den Studienanfängern immer beliebter.

Bei den Jüngeren ist der Anteil der Akademiker größer

Der Studie zufolge verfügt ein Fünftel der Beschäftigten in Hamburg über einen akademischen Abschluss. Rentner und nicht Erwerbstätige mit akademischem Abschluss eingeschlossen, steigt der Anteil auf rund zwei Fünftel. Zudem hat die Zahl der Akademiker – bezogen auf die Gesamtbevölkerung – von knapp 25 Prozent im Jahr 2000 auf rund 43 Prozent in 2014 zugenommen. Unter den 25- bis 30-Jährigen ist der Anteil der akademisch Gebildeten dabei höher als in den älteren Jahrgängen. 62,5 Prozent aller Schülerinnen und Schüler in Hamburg erwarben 2015 eine Hochschulzugangsberechtigung. Im Bundesvergleich landet Hamburg damit auf Platz zwei. Für den Hamburger Arbeitsmarkt sei daher kein drohender Engpass bei akademischen Fachkräften zu erwarten, folgert das HWWI.

Anteil der Absolventen privater Hochschulen wächst

Zudem gewinnt Hamburg überregional als Studienstandort an Bedeutung. Aktuell habe jeder vierte Studienanfänger sein Abitur nicht in Hamburg erworben. Im letzten Jahrzehnt lag der Anteil der Hamburger Studienanfänger, die auch in Hamburg zur Schule gingen, mit 60 Prozent noch deutlich höher. Insgesamt hat sich die Anzahl der Absolventen im Vergleich zum Jahr 2005 um 87 Prozent auf fast 15.500 in 2014 erhöht. Der Anteil der Absolventen privater Hochschulen wuchs im gleichen Zeitraum von knapp 5 auf gut 13 Prozent. Privat getragene Hamburger Hochschulen sind beispielsweise die HFH Hamburger Fern-Hochschule mit über 9.000 Studierenden sowie die Bucerius Law School, Deutschlands erste private Hochschule für Rechtswissenschaft mit Promotions- und Habilitationsrecht.

Bildungsausgaben rechnen sich langfristig

Mit seinem Anteil der Bildungsausgaben an den öffentlichen Gesamtausgaben von 16 Prozent lag Hamburg laut HWWI 2014 bundesweit im oberen Mittelfeld. Ausgaben für Bildung seien dabei durchaus lohnend für die Stadt Hamburg. Von später höheren Einkommen der Gebildeten flössen höhere Steuern und Sozialbeiträge zurück. Die vergleichsweise hohen Kosten der Hochschulbildung rechneten sich besonders auf längere Sicht. In den ersten 15 Erwerbsjahren sei eine akademische Ausbildung in Büro- bzw. Verkaufsberufen für den Staat weniger rentabel als ein mittlerer Bildungsabschluss, so das HWWI.
ca/kk

Quellen und weitere Informationen:
www.haspa.bildundernte.com/smart-city-hamburg
www.hwwi.org

Zur Methode der Studie

Die Auswertungen des HWWI basieren auf Angaben zu Erwerbsverläufen einer 2 %-Stichprobe aus der Grundgesamtheit der Integrierten Erwerbsbiografien des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) für die Erhebungswellen 1975-2010. Als weitere statistische Informationsquellen wurden das Bundesministerium für Bildung und Forschung, (BMBF), die Handelskammer Hamburg, das Statistische Bundesamt sowie das Statistikamt Nord hinzugezogen. Weitere Informationen zur Studie unter www.haspa.bildundernte.com/smart-city-hamburg

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