Hamburg News / Handel & Finanzen: Der Hamburger Innenstadtbereich ist. u.a. durch vielfältigtste Shoppingmöglichkeiten geprägt. Zudem haben sich z.Bsp. auch Banken, Handelsunternehmen und die Hamburger Börse in dem Kernbereich der Stadt angesiedelt.
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Helga-Stödter Preis für Frauen in Führungspositionen vergeben

Zwei Unternehmen für ihren Einsatz in der Gleichstellung von Männern und Frauen im Management ausgezeichnet. Bilanz nach einem Jahr Frauenquote

Die VHH-Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein in der Kategorie “Großunternehmen” und die Hamburger Feuerkasse in der Kategorie “kleines und mittelgroßes Unternehmen” haben den Helga-Stödter-Preis für Mixed Leadership gewonnen. Damit zeichnen die Handelskammer Hamburg und die Helga-Stödter-Stiftung zum fünften Mal Hamburger Unternehmen aus, die sich vorbildlich und nachhaltig für ein ausgewogenes Verhältnis von Frauen und Männern in Führungspositionen einsetzen.

Angebote zur Flexibilisierung

Die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein haben bei ihrem erfolgreichen Prozess, Frauen in Führung zu bringen, unter anderem bei den Betriebsleitern den Frauenanteil deutlich erhöht. Überdies gibt es laut Jury diverse Maßnahmen zur Förderung qualifizierter Frauen: Die Personalakquise wurde gezielt auf Frauen ausgerichtet, und es gibt spezielle Weiterbildungs- sowie Coachingangebote für Frauen. Darüberhinaus sind Jobsharing, Führung in Teilzeit, Teilzeitausbildung, flexible Arbeitszeiten sowie Home Office möglich.

Frauennetzwerk

Bei der Feuerkasse lobten die Juroren das konsistente Konzept und die strategische Ausrichtung des Gesamtkonzerns zur “proaktiven Förderung von Frauen in Führung”, die Gründung eines Frauennetzwerkes sowie Mentoringprogramme für Abteilungsleiterinnen und Mitarbeiterinnen. Innerhalb des Provinzial NordWest Konzerns seien von der Hamburger Feuerkasse viele Impulse zur konkreten Umsetzung von “Mixed Leadership” ausgegangen.

Handelskammer-Präses Fritz Horst Melsheimer zog in seiner Rede bei der Verleihungsveranstaltung im Albert-Schäfer-Saal am Donnerstag vor 250 Gästen eine Zwischenbilanz nach einem Jahr Frauenquote und kritisierte, dass der “erhoffte Durchbruch bislang ausgeblieben” sei. Dies gelte weniger für die Aufsichtsratsmandate als vor allem für die Vorstände und oberen Führungsetagen: “Ein großer Teil der Konzern- und Unternehmensleitungen der großen deutschen Firmen identifiziert sich nicht mit der Quote und erfüllt die gesetzlichen Vorgaben nur minimalistisch”, bemängelte Melsheimer.

Weitere Maßnahmen nötig

Um dies zu ändern, müsse an den “Karrieresystemen” gearbeitet werden: “Jobsharing in Führungspositionen, Führung in Teilzeit, Home Office, die Verpflichtung, bei Bewerbungen auch Frauen auf die Shortlists zu setzen, Mentoringprogramme – all das zusammengenommen weist in die richtige Richtung.” Und natürlich müsse auch die Betreuungsinfrastruktur stimmen – in den Kitas, aber auch in den Unternehmen selbst.
kk

Quelle und weitere Informationen:
www.hk24.de

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