Hamburg News / Handel & Finanzen: Der Hamburger Innenstadtbereich ist. u.a. durch vielfältigtste Shoppingmöglichkeiten geprägt. Zudem haben sich z.Bsp. auch Banken, Handelsunternehmen und die Hamburger Börse in dem Kernbereich der Stadt angesiedelt.
Billbrook Rothenburgsort - © IBA Hamburg GmbH / Johannes Arlt

Handlungskonzept für Billbrook/Rothenburgsort vorgestellt

Das Industriegebiet ist nach dem Hamburger Hafen mit 770 Hektar das größte zusammenhängende Industriegebiet Norddeutschlands

Sechs Handlungsfelder haben die HWF Hamburgische Gesellschaft für Wirtschaftsförderung mbH und der städtische Projektentwickler IBA Hamburg GmbH für das Entwicklungskonzept des Industriestandortes identifiziert: Flächennutzung, Infrastruktur, Städtebau und Freiraum, Verkehr und Mobilität, Markt und Unternehmen sowie Kommunikation und Beteiligung. Die Ergebnisse wurden am 24. Mai im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung in der Still Arena in Billbrook anhand von Bestandsanalyse, Zielszenarien und Maßnahmenvorschlägen vorgestellt.

Industrie 4.0 eine Heimat geben

„Hamburg will den Industrieunternehmen einen Platz im Herzen der Stadt sichern. Sie sind es vor allem, die in Zukunftsprojekte investieren. In Hamburgs Osten wollen wir der Industrie 4.0 eine Heimat geben. Diesen Prozess wollen wir gemeinsam mit den überwiegend privaten Grundstückseigentümern gestalten“, sagte Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch. Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation hatte die HWF und die IBA vor einem Jahr mit der Erstellung des Handlungskonzeptes beauftragt, um die wirtschaftliche Dynamik des Standortes Billbrook/ Rothenburgsort zu stärken und moderne und zukunftsfähige Arbeitsplätze zu generieren.

Darboven, Rofin-Sinar und Albis Plastic

Das Industriegebiet Billbrook/Rothenburgsort bildet nach dem Hamburger Hafen das größte zusammenhängende Industriegebiet Norddeutschlands und ist damit von herausragender Bedeutung für Hamburg. Auf einer Fläche von rund 770 Hektar bieten die mehr als 1.000 ansässigen Betriebe Arbeitsplätze für mehr als 20.000 Beschäftigte. In dem Industriegebiet sind zahlreiche Speditionen, Lagerei- und Versorgungsunternehmen angesiedelt, die die Außenwahrnehmung des Gebietes bestimmen.

Daneben prägen vor allem die Baubranche, die Chemie- und Kunststoffproduktion, der Großhandel, der Maschinenbau sowie die Lebensmittelproduktion das Gebiet. Vor Ort sind sowohl traditionsreiche als auch jüngere Industrieunternehmen und Dienstleister vertreten, die zum Teil auch auf internationalen Märkten eine hohe Bedeutung haben – wie z.B. Still, Darboven, Rofin-Sinar oder Albis Plastic.

Anbindung an den überörtlichen Verkehr

Das Gebiet profitiert von seiner Lage zur Innenstadt und zum Hafen und der überörtlichen Verkehrsanbindung. Die Infrastruktur im Industriegebiet Billbrook/Rothenburgsort ist aber sichtbar in die Jahre gekommen. Aus Unternehmenssicht besteht der größte Erneuerungsbedarf im Bereich der verkehrlichen Infrastruktur. Neben dem Zustand der Straßen nennen die Unternehmer/-innen hier vor allem eine zu geringe Anzahl von PKW- und LKW-Stellplätzen im Gebiet. Darüber hinaus wird die Anbindung des Gebietes an den überörtlichen Verkehr über den Unteren Landweg oder die Anbindung im Gebiet an den ÖPNV angesprochen.

Aber auch im Bereich der Breitbandanbindung gibt es einen großen Verbesserungsbedarf. Probleme bereiten zudem einzelne Nutzungen aus dem Bereich des Groß- und Außenhandels. Diese sind zwar in einem Industriegebiet grundsätzlich zulässig, nehmen aber oft den öffentlichen Raum in unzulässiger Weise in Anspruch und beeinträchtigen das Gesamtbild des Industriestandorts.
ca/kk

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.industriestandort-billbrook.de
www.hamburg.de/sehenswertes-billbrook
www.hwf-hamburg.de
www.iba-hamburg.de

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