Hamburg News / Handel & Finanzen: Der Hamburger Innenstadtbereich ist. u.a. durch vielfältigtste Shoppingmöglichkeiten geprägt. Zudem haben sich z.Bsp. auch Banken, Handelsunternehmen und die Hamburger Börse in dem Kernbereich der Stadt angesiedelt.
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Hamburger Wirtschaft wächst stärker als der Bund

Umfrageergebnisse und Prognosen für 2016 und 2017. Geschäftsentwicklung überwiegend positiv. Ergebnisse des Fachkräftemonitorings vorgestellt

Die Hamburger Wirtschaft befindet sich im Frühjahr 2016 in einer soliden Verfassung. „Die von uns befragten Unternehmen beurteilen ihre aktuelle und künftige Geschäftslage, ihren Personal- und Investitionsbedarf sowie ihre Exportaussichten überwiegend positiv”, sagte Hauptgeschäftsführer Prof. Hans-Jörg Schmidt-Trenz am Donnerstag zu den Ergebnissen der aktuellen Mitgliederbefragung der Handelskammer. Insgesamt wird Hamburg nach HWWI-Angaben in diesem Jahr mit rund 1,4 Prozent und im nächsten Jahr mit 1,6 Prozent gegenüber dem Bund mit jeweils 1,3 Prozent leicht kräftiger wachsen.

Immobilienwirtschaft überdurchschnittlich zufrieden

Zum Ende des ersten Quartals 2016 erreicht der Geschäftsklimaindikator für die Hamburger Wirtschaft 114,9 (Test-)Punkte. Damit hat sich das Geschäftsklima im Vergleich zur letzten Befragung um 1,3 Punkte geringfügig verringert. Gegenwärtig hält ein Drittel (34,4 Prozent) der Unternehmen die eigene Geschäftslage für “gut”. Für rund jeden neunten Betrieb (11,5 Prozent) ist die aktuelle Lage dagegen “schlecht” (Saldo: plus 22,9; Vorquartal: plus 28,4). Überdurchschnittlich zufrieden sind vor allem Investitionsgüterhersteller, die Immobilienwirtschaft sowie unternehmensbezogene Dienstleister.

Binnenwirtschaft als Konjunkturstütze

„Das insgesamt weiterhin gute Geschäftsklima der Hamburger Wirtschaft entspricht der robusten Konjunktur in Deutschland“, sagt Prof. Henning Vöpel, Direktor des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI). Die vielfältigen Risiken der Weltwirtschaft wirkten aber bereits dämpfend auf die Geschäftserwartungen. Eine Abschwächung des Wachstums in China und in anderen wichtigen Schellenländern wie Russland oder Brasilien werde, so Vöpel, die Hamburger Wirtschaft über den Außenhandel unmittelbar treffen. Die Binnenwirtschaft werde jedoch für Hamburg wie auch für Deutschland insgesamt die Konjunktur weiter stützen. „Insbesondere die unternehmensnahen Dienstleistungen und die Bauwirtschaft tragen maßgeblich zum Wachstum in Hamburg bei”, so Vöpel weiter.

Fachkräftemonitor

Für Deutschland insgesamt bleibe im Prognosezeitraum der private Konsum laut Vöpel die wichtigste Konjunkturstütze. “Für Hamburg könnten im nächsten Jahr bei anziehender Weltkonjunktur wieder verstärkt Wachstumsimpulse vom Außenhandel kommen.“ Befragt nach den eigenen Geschäftserwartungen sieht zum Ende des ersten Quartals 2016 mehr als jedes zweite Unternehmen (53,2 Prozent) eine „etwa gleich bleibende“ Entwicklung voraus.

Zusätzlich zum Konjunkturbarometer wurde ein Fachkräftemonitoring für Hamburg vorgestellt. Danach werden bis zum Jahr 2030 der Hamburger Wirtschaft voraussichtlich 169.000 Fachkräfte weniger zur Verfügung stehen als heute. Während für 2016 von etwa 17.000 fehlenden Fachkräften ausgegangen wird, könnte diese Zahl bis 2030 auf rund 59.000 Personen steigen.

“Die demografische Entwicklung – in Form einer Alterung, aber auch Schrumpfung der Erwerbsbevölkerung – stellt den Arbeitsmarkt und die Unternehmen in Hamburg vor große Herausforderungen. Schon heute stehen dem Arbeitsmarkt bis zu 17.000 Fachkräfte zu wenig zur Verfügung. Die Situation wird sich in den kommenden Jahren aber weiter verschärfen, vor allem wenn die sogenannte Baby-Boomer-Generation in Rente geht”, sagte Dr. Sandra Hofmann, Forschungsleiterin Arbeitsmarkt des WifOR zu den von ihrem Institut und den Industrie- und Handelskammern erhobenen Zahlen.
kk

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