Hamburg News / Handel & Finanzen: Der Hamburger Innenstadtbereich ist. u.a. durch vielfältigtste Shoppingmöglichkeiten geprägt. Zudem haben sich z.Bsp. auch Banken, Handelsunternehmen und die Hamburger Börse in dem Kernbereich der Stadt angesiedelt.
Hamburger Startup DailyDress – die individuelle Fashion-App für das perfekte Outfit - © DailyDress

Hamburger Startup DailyDress liefert die Fashion-App für das perfekte Outfit

SOMMER-SERIE Startups - Teil4: Immer mehr Algorithmen übernehmen Alltagsentscheidungen - nun also auch die Kleiderwahl. So bleibt mehr Zeit fürs Wesentliche

Im Kleiderschrank einer Frau befinden sich durchschnittlich 118 Einzelteile. Um das passende Outfit zusammenzustellen, braucht Frau durchschnittlich 16 Minuten – 32 Minuten, wenn es um einen besonderen Anlass geht, wie ein Date oder ein Vorstellungsgespräch.

Warum das solange dauert? Weil das perfekte Outfit von vielen verschiedenen Aspekten abhängig ist, darunter Wetter, der Tagesablauf oder der angestrebte Eindruck, wissen Jennifer Schäfer (25 Jahre), Co-Founderin Laura Karim (28 Jahre) und Marius Murtz (30 Jahre), der Dritte im Gründerteam. Ihr Startup DailyDress setzt dem zeit- und oft auch nervenraubenden allmorgendlichem Prozedere eine effektive Entscheidungshilfe entgegen. „Unsere individuelle Fashion-App weiß was im Kleiderschrank hängt und präsentiert perfekt kombinierte Outfits je nach Anlass“, erklärt Schäfer.

Algorithmen übernehmen Alltagsentscheidungen wie die Kleiderauswahl

Die Idee, intelligente Algorithmen Alltagsentscheidungen wie die Kleiderauswahl übernehmen zu lassen, beschäftugte das Team schon länger. Aber erst als das nötige Netzwerk stand – sie in Projekten zum Thema Apps und mobile Lösungen mit Entwicklern und Screendesignern zusammengearbeitet hatten – begannen sie ernsthaft mit dem Aufbau von DailyDress. Zunächst vor allem an den Wochenenden, Schäfer arbeitete weiter als Account-Managerin im Online-Marketing, Karim an ihrer Doktorarbeit in kognitiver Neurowissenschaft und Marius Mutz als Screendesigner.

Das änderte sich, als sich das Startup im Januar für das Exist-Stipendium qualifizierte und die Finanzierung für ein Jahr gesichert war. Dank des Förderprogramms des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) wurde das Neben-Projekt zur Hauptsache, alle drei kündigten ihren Job. „Im 4. Quartal 2019 soll der Breakeven erreicht sein – so sieht es zumindest unser Finanzplan vor“, sagt Schäfer.

Einnahmequelle: Zusammenarbeit mit Fashion Online Stores

Die Einnahmen fließen durch die Zusammenarbeit mit Fashion Online Stores. Die Nutzer markieren Kleidungsstücke aus den Shops als ihre Eigenen. Passend zu diesen Kleidungsstücken erhalten sie jederzeit Outfit-Vorschläge, die zum Wetter und spezifischen Anlässen passen. „So können wir ganz gezielte Neukaufvorschläge präsentieren, die perfekt auf den bestehenden Kleiderschrank abgestimmt sind. Kommt es zum Kauf, sind wir prozentual beteiligt“, erklärt Schäfer. Bisher richtet sich die App nur an Nutzerinnen, Umfragen hatten gezeigt, dass die App Männer wenig anspricht. „Aber wenn sich das ändert, sind wir dabei.“

Beta-Testerinnen gesucht

Bis es soweit ist, hat das DailyDress-Team genug mit dem Aufbau der App für Frauen zu tun. Aktuell werden Beta-Testerinnen gesucht, im Oktober soll das Smartphone-Programm kostenlos zum Download bereitstehen. Dafür arbeiten alle drei nun mehr als je zuvor, doch es lohnt sich, findet Schäfer: „Wir schweben auf Wolke 7! Es macht so viel Spaß und das obwohl wir komplette Neueinsteiger sind und ins Entrepreneurship eher zufällig reingerutscht sind.“ Ob sie sich allerdings ohne die Exist-Absicherung in das Wagnis gestürzt hätte, kann sie nicht sagen. „Aber ich kann nur allen raten, sich zu bewerben!“
ys/kk

Quellen und weitere Informationen:
www.daily-dress.de
www.exist.de
www.nextmedia-hamburg.de

DailyDress gehörte zu den 10 Startup-Finalisten des diesjährigen Webfuture Awards der Standortinitiative nextMedia.Hamburg.

In der SOMMER-SERIE Startups sind bereits folgende Artikel erschienen:
Teil 1: Hamburger Gründer bei Virtual Reality-Anwendungen ganz vorn
Teil 2: Startup Dock: Hamburg braucht eine Pay-It-Forward Culture
Teil 3: Hamburger Greentech-Startup bentekk entwickelt Benzol-Messgerät

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